Polizei zerschlägt Jugendgruppen in Bad Krozingen

Polizei zerschlägt Jugendgruppen in Bad Krozingen
Bereits im Mai 2025 registrierte die Polizei vermehrt Delikte, die zunächst nicht eindeutig zugeordnet werden konnten. Im Laufe der Ermittlungen gelang es jedoch, die mutmaßlichen Haupttäter schnell zu identifizieren und erste Strafverfahren einzuleiten. Dennoch nahm die Kriminalität bis zum Ende des Jahres weiter zu.
Insbesondere im Dezember 2025 kam es zu einer Häufung sogenannter qualifizierter Straftaten. Dazu zählten auch Raubüberfälle, bei denen die Täter gezielt ihre Überzahl ausnutzten. Teilweise wurden Opfer zufällig ausgewählt, teils gezielt angesprochen und angegriffen.
Die Gruppierungen bewegten sich überwiegend im Stadtgebiet von Bad Krozingen und nutzten häufig E‑Scooter, um schnell zwischen verschiedenen Orten zu wechseln. Ermittler stellten zudem fest, dass bestimmte Plätze systematisch aufgesucht wurden, um potenzielle Opfer auszumachen.
Koordinierte Ermittlungen zeigen Wirkung
In enger Abstimmung zwischen dem Polizeirevier Müllheim, dem Polizeiposten Ehrenkirchen, der Kriminalpolizei Freiburg sowie der Staatsanwaltschaft wurde Anfang 2026 eine umfassende Ermittlungsstrategie entwickelt. Diese orientierte sich am Modell des „Hauses des Jugendrechts“.
Seit dem 30. Januar 2026 fanden verstärkte Kontrollaktionen statt. An rund 40 Einsatztagen überprüften Einsatzkräfte, teils in Zivil, insgesamt über 500 Jugendliche. Dabei wurden mehr als 60 Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Nach Angaben der Polizei konnten die Strukturen der Gruppierungen umfassend aufgeklärt werden. Gegen alle Tatbeteiligten wird strafrechtlich vorgegangen. Zusätzlich wurden Aufenthaltsverbote ausgesprochen.
Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Die Zahl der Straftaten im öffentlichen Raum ist deutlich zurückgegangen, und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung hat sich spürbar verbessert. Zudem wurden zuletzt keine Übergriffe auf Unbeteiligte mehr verzeichnet, und die Gruppengrößen haben sich merklich verkleinert.
Oberbürgermeister begrüßt konsequentes Vorgehen
Bad Krozingens Oberbürgermeister Volker Kieber bezeichnete den Abschluss der Ermittlungen als „wichtiges Signal“ für die Bürgerschaft. Straftaten und Übergriffe hätten „keinen Platz“ in der Stadt.
Er betonte, dass insbesondere jüngere Täter häufig versuchten, sich innerhalb der Gruppen Anerkennung zu verschaffen, teilweise beeinflusst durch ältere Mitglieder. Umso wichtiger seien präventive Maßnahmen, die künftig weiter ausgebaut werden sollen, etwa durch Aufklärung an Schulen und die Einbindung der Erziehungsberechtigten.
Trotz der Erfolge kündigten Polizei und Stadt an, weiterhin verstärkte Präsenz zu zeigen. Kontrollen sowie präventive Maßnahmen sollen konsequent fortgeführt werden, um die Sicherheit in Bad Krozingen dauerhaft zu gewährleisten.


