Bürgerbus kommt in die Jahre – Fahrer auch
Mit den andauernden Jahren des Betriebs des Bürgerbusses Bad Krozingen (Beginn 2005) häufen sich die Anzahl der geleisteten Fahrten der teilweise langjährigen ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer – aber es werden auch immer mehr aus den Anfangsjahren, die sich aus Altersgründen verabschieden und auf die die „Stammgäste“ unter den Fahrgästen nun verzichten müssen.

Der Vorsitzende des Vereins Bürgerbus Bad Krozingen, Philipp Moehrke (rechts) überreichte in einer Fahrerversammlung Adi Daniel (links) und Leonhard Hohler-Becker die Abschiedsurkunde.
So zogen dieser Tage im Rahmen einer Fahrerversammlung wieder zwei Ehrenamtliche die „Bürgerbus-Fahrerbremse“. Der Vereinsvorsitzende Philipp Moehrke (rechts im Bild) überreichte ihnen unter respektvollem Beifall und Worten des Dankes die „Entlassungsurkunde“ aus dem Kreis der aktiven Fahrerinnen und Fahrer.
Adi Daniel (links im Bild) hat seinen Personenbeförderungsschein, der für das Fahren des Bürgerbusses erworben werden muss, aus Altersgründen nicht mehr verlängert. Genau zehn Jahre saß er am Steuer eines Bürgerbusses. Mit Beginn seines Ruhestands habe er damals ein „sinnvolles“ Ehrenamt gesucht und sich für den Bürgerbus entschieden, weil er dabei mit Menschen zusammenkommen und ihnen Gutes tun konnte. Und die gefundene Kameradschaft unter den Fahrerinnen und Fahrern habe ihn stets motiviert.
Eines wolle er aber noch los werden: über die Jahre habe sich bei ihm, so Daniel zum Abschied, eine Verärgerung gebildet über das Fahrverhalten vieler Nutzer der Elektroroller (E-Scooter) im Bad Krozinger Straßenverkehr. Er vermisse auch wegen deren zunehmenden Fehlverhaltens eine stärkere Kontrolle durch die Ordnungskräfte in der Stadt.
Auch bei Leonhard Hohler-Becker ist der Personenbeförderungsschein nach dreimaliger Verlängerung jetzt abgelaufen. Seine erste Fahrt hatte er Ende 2010 und nach immerhin über 15 Jahren als Fahrer habe er ebenfalls aus Altersgrünen entschieden, den Schein nicht mehr verlängern zu lassen. Es sei ihm eine Freude gewesen, so Hohler-Becker, im Ehrenamt für die Menschen in Bad Krozingen und auch für die Gemeinde etwas tun zu können. Beim Fahren in den jeweiligen Schichten habe er oft sehr „viel Vergnügen“ gehabt.


