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Wunderfietz – das kleine Unordnungsgespenst

49 Gute-Nacht-Geschichten für Groß und Klein

Die Geschichte vom Unordnungs-Gespenst hat seinen Ursprung im Schwarzwald. Das phantasievolle Vorlese- und Erzählbuch entführt in die Welt der Geister und Gespenster, die so ganz und gar nicht gruselig ist. Hauptakteur ist ein unglaublich umtriebiger und neugieriger Geistergeselle, den der Autor Herbert Krempel „Wunderfietz“ nennt, weil er so neugierig ist.

Herbert Krempel aus Bad Herrenalb hat 49 Geister Geschichten geschrieben

Foto Zoller:

Kinderbuchfigur begeistert auch Erwachsene

 „Die Idee, ein Kinderbuch zu schreiben, war schon lange in meinem Kopf verankert“, berichtet Herbert Krempel aus Bad Herrenalb. Geistreich und äußerst kreativ entwickelte der einstige Bibliothekar in Coronazeiten eine liebenswerte Kinderbuchfigur, um sich von Fernweh und Reisesehnsüchten abzulenken, „denn Geschichten kann man auch zu Hause erfinden“. Daraus entstanden ist „Wunderfietz“, das kleine Unordnungsgespenst das bei Geisterreisen rund um den Globus abenteuerliche Geschichten erlebt.

 Ein Gespenst kann überall sein, die ganze Welt bereisen und zudem Wissen für Kinder vermitteln. Und weil ein Gespenst heute hier und morgen da sein kann, stattete Krempel sein Gespenst zudem mit einer ganz besonderen Vorliebe aus: „Es fühlt sich dort am wohlsten, wo es nicht ordentlich ist.“ Damit startet Krempel seinen genialen Schachzug. Das kleine Gespenst liebt Unordnung und Krempel erfindet amüsante Geschichten in denen das kleine Gespenst versucht, überall versucht Unordnung zu verursachen. Und weil Geister ja tagsüber schlafen und nachts tätig sind, sind daraus „Gute Nacht Geschichten“ für Kinder entstanden, die Einblick geben in die Geisterschule und die Burg Teufelsfels, dem Wohnort des kleinen Unordnungsgespenstes, das sich nur unwesentlich von der Menschenwelt unterscheidet. Als Menschen anfangen die Burg zu renovieren, muss er mit seinen Eltern in den Weinkeller umziehen. Aus Langeweile vertieft sich Wunderfietz in die abenteuerlichen Reisegeschichten seines Ur-Opas Rumpubli, die er in dessen Reiskästchen gefunden hat und entdeckt dabei magische Kräfte. Kein Wunder also, dass der Wunderfietz von nun an jede Nacht unterwegs ist, um erlebnishungrig viele spannende Geisterstunden zu erleben.

Wunderfietz

ist ein kleines Unordnungsgespenst. Es liebt Unordnung und wird pink, wenn es lügt. 

Auslöser zu seiner Idee war ein besonders nebeliger Tag an einem Bahnsteig. „Spontan dachte ich an einen Geisterzug und Geisterbahnen – und weil es so viele Begriffe gibt, die mit Geistern zu tun haben, bin ich auf die Idee gekommen, Geschichten zu erfinden, die angelehnt sind an die Märchen von 1000 und eine Nacht und Aladin und die Wunderlampe“, berichtet Krempel. Den Namen Wunderfietz hat er gewählt, „weil der Name aus dem Badischen kommt und für einen neugierigen Menschen steht.“ Normaler Weise ist die Schreibweise ohne „e“ nach dem „i“ geläufig, aber „weil man im Internet den Namen Wunderfitz nur allzu häufig findet wollte ich ein Alleinstellungsmerkmal und habe das „e“ nach dem „i“ hinzugefügt.“  

Mittlerweile sind die Geschichten von „Wunderfietz“ nicht nur in sieben handlichen Vorlesebändchen in deutscher und in englischer Sprache im KRELA Verlag erschienen, sondern auch als Sammelband der alle 49 Geschichten bündelt.  Grafikerin Ingeborg Lahr ist die Illustratorin, die die Geschichten so gestaltet hat, dass ihre Zeichnungen auch von Kindern ausgemalt werden können. Zudem ergänzt ein geistreiches Wörterbuch die Geister-Begriffe. Denn ein „Nachtbuch“ ist ein Tagebuch für Gespenster, in dem die Ereignisse der Nächte mit grüner Geistertinte eingetragen werden.

Anmerkung: Die knapp 60 seitigen Bändchen sind bei Amazon für 5,35 Euro erhältlich. Der Sammelband der alle 49 Geschichten bündelt ist als Taschenbuch erschienen,  hat die ISBN Nummer 9783000714894 und bei Amazon für 17,99 € erhältlich.

 

7 Wunderfietz Bändchen sind bereits erschienen

Foto und Text Sabine Zoller

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