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Schneller, einfacher und nachhaltiger bauen mit Holz

6. Holzbauforum Donaueschingen – Nachhaltiges Bauen im Fokus

Nachhaltigkeit ist ein Schlagwort, das viel Spielraum für Interpretation lässt. Ob Bestandsgebäude - mineralische oder hölzerne – denen ein zweites Leben eingehaucht wird, der Einfluss der Nutzer auf die Verbrauchswerte von Gebäuden und die Entwicklung effizienter Bauteile im Holzbau – Themen des 6. Holzbauforums in Donaueschingen.

 

v.l.n.r. Elias Wahl (proHolz Schwarzwald), Christian Lehmann (lehmann_holz_bauten), Christoph Kurzer (TU München) und Henning Ernst (Hilti Deutschland AG) bei der Podiumsdiskussion.

Foto: Cornelia Rupp-Hafner

Zum 6. Mal veranstaltete proHolz Schwarzwald das Holzbauforum im Rahmen der Messe Haus.Bau.Energie in Donaueschingen. Elias Wahl, Clustermanager und Moderator vom Veranstalter proHolz Schwarzwald, freute sich über die 71 Teilnehmer, die zugelassen waren.

Sabine Schneider, Architektin aus St. Georgen berichtete vom „Bauen im Bestand mit Holz“. Bestehende Gebäude – ob mineralische oder Holzgebäude – werden dabei mit modernen Holzelementen renoviert und energietechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Somit lässt sich die Gebäudenutzung günstig und mit einem reduzierten ökologischen Fußabdruck verlängern.

Architekt Günter Limberger aus Donaueschingen berichtete von den Vorzügen der Passivhausbauweise. So seien Gebäude, die mit Holz sehr effizient gedämmt sind, über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg sehr nachhaltig. Öfter vernachlässigt werde der Nutzer des Gebäudes, der die tatsächlichen Verbrauchszahlen des Gebäudes erheblich beeinflusse.

Über drei identische Häuser, erbaut in Leichtbeton-, in Ziegel- und Holzbauweise („Forschungshäuser Bad Aibling“) berichtete Architekt Tilmann Jarmer: Alle drei sind mit monolithischen Wänden und einfachster Gebäudetechnik entstanden, ein Gegenentwurf zu den aktuell vielschichtigen Bauteilen und technischen Lösungen, die auf den heutigen Baustellen Verwendung finden.

Henning Artmann von Hilti Deutschland präsentierte „Standardlösungen für Brandschutz im modernen Holzbau“, flankiert von vielen anschaulichen Praxisbeispielen. Christian Lehmann, Zimmerermeister, geprüfter Restaurator im Zimmerhandwerk, Energieberater und Sachverständiger im Zimmerhandwerk aus St. Georgen berichtete über „Holzbausysteme im und aus dem Schwarzwald“. Er bot einen Einblick in seine Projekte und erläuterte sein entwickeltes Rastersystem, dem der Meter als Maß aller Dinge zugrunde liege.

Christoph Kurzer von der TU München schließlich stellte www.dataholz.eu vor, ein digitaler Bauteilkatalog für Holz- und Holzwerkstoffe, Baustoffe, Bauteile und Bauteilfügungen für den Holzbau vor und rundete die insgesamt sehr gelungene Veranstaltung ab.

proHolz Schwarzwald

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Forst- und Holzwirtschaft zu stärken und die Holzverwendung zu fördern, ist die regionale Clusterinitiative proHolz Schwarzwald vor einigen Jahren ins Leben gerufen worden. Wichtige Grundlage ist der hohe Stellenwert von Wald und Holz in der Region. Insbesondere der Holzbau, Forstwirtschaft sowie die Holz- und Sägeindustrie weisen in der Region eine hohe Leistungsstärke und großes Innovationspotenzial auf.

 

 

Quelle: PROHOLZ SCHWARZWALD

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