Wechsel an der Spitze der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie:
Tanja Wiercioch übernimmt von Dr. Thomas Unterbrink
Nach 15 Jahren erfolgreicher Tätigkeit in den Kliniken des Landkreises Lörrach hat Dr. Thomas Unterbrink die Leitung der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie übergeben. Neue Chefärztin ist Tanja Wiercioch (52), die künftig die Weiterentwicklung der Klinik verantwortet.

Dr. Unterbrink hat die Klinik seit ihrem Aufbau im Jahr 2011 maßgeblich geprägt und weiterentwickelt. Unter seiner Leitung etablierte sich insbesondere ein ganzheitliches Behandlungsmodell für zunehmend auftretende Körperbelastungsstörungen. Dieses stellt die Wechselwirkungen zwischen körperlichen, seelischen und sozialen Faktoren konsequent in den Mittelpunkt und bietet damit ein im Dreiländereck einzigartiges stationäres Versorgungskonzept. Zentrale Elemente sind die therapeutische Gemeinschaft, ein psychodynamisches Grundverständnis sowie die enge Verzahnung
von voll- und teilstationären Behandlungsangeboten.
„Dr. Unterbrink hat die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie über viele Jahre hinweg mit großer fachlicher Expertise und persönlichem Einsatz aufgebaut und geprägt. Dafür gilt ihm unser ausdrücklicher Dank. Mit Frau Wiercioch gewinnen wir eine ausgewiesene Expertin, die diesen erfolgreichen Weg fortführen und gleichzeitig neue Impulse setzen wird“, betont Dr. Klaus Steinmeyer-Bauer, Klinischer Geschäftsführer der Kliniken des Landkreises Lörrach.
Erfahrene Nachfolgerin mit klarer fachlicher Ausrichtung
Mit Tanja Wiercioch übernimmt eine erfahrene Doppelfachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie die Leitung der Klinik. Nach ihrem Studium an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen war sie an renommierten Kompetenzzentren in Deutschland und der Schweiz tätig. Sie verfügt zudem über den Zusatztitel „Suchtmedizin“ und bringt umfangreiche Leitungserfahrung aus unterschiedlichen Bereichen der psychosomatischen Akut- und Rehabilitationsversorgung sowie der psychiatrischen Akutbehandlung mit. Zuletzt war sie als Leitende Oberärztin an der Thure-von-Uexküll-Klinik im Glottertal sowie als Leitende Oberärztin und Stellvertretende Chefärztin im Zentrum für Psychiatrie Calw-Hirsau tätig. Mit ihrem Wechsel kehrt sie zugleich an einen vertrauten Ort zurück: Bereits zu Beginn ihrer Laufbahn übernahm sie im Landkreis Lörrach ihre erste Oberarztposition.
„Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht eine individuell ausgerichtete, psychodynamisch orientierte Behandlung, die die jeweilige Lebenssituation und die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten konsequent in den Fokus rückt. Entscheidend ist die Frage, welche therapeutischen Schritte im konkreten Fall notwendig sind, um nachhaltig zu unterstützen und Entwicklung zu ermöglichen“, so Chefärztin Tanja Wiercioch. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Stärkung der regionalen Versorgung: „Wichtig ist mir die wohnortnahe Behandlung sowie die enge Verzahnung zwischen
stationären und ambulanten Angeboten. Nur so können wir Patientinnen und Patienten langfristig stabilisieren und nachhaltig begleiten.“
Ausbau der psychosomatischen Versorgung im Dreiland-Klinikum Mit Blick auf das Dreiland-Klinikum wird die psychosomatische Versorgung weiter ausgebaut. Geplant ist eine Erweiterung der stationären und teilstationären Kapazitäten. Darüber hinaus wird der psychosomatische Konsildienst künftig Patientinnen und Patienten in allen Fachbereichen begleiten und bei Fragestellungen
rund um eine mögliche psychosomatisch-psychotherapeutische Behandlung unterstützen.
Über die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Die Klinik behandelt ein breites Spektrum psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem Körperbelastungsstörungen, Angststörungen, Depressionen, Burnout, Traumafolgestörungen sowie Essstörungen. Gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten wird ein individuelles Behandlungsprogramm entwickelt, das tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische, traumatherapeutische und systemische Ansätze integriert. Ergänzt wird das Angebot durch kreative, körpertherapeutische und entspannungsorientierte Verfahren sowie Bewegungs- und Sportangebote.
Ein besonderes Merkmal der Klinik ist die enge Verzahnung von stationären und tagesklinischen Behandlungsformen. Patientinnen und Patienten können im Verlauf der Therapie flexibel zwischen beiden Settings wechseln, ohne ihre therapeutischen Bezugspersonen oder Gruppen zu verlieren. Dies stellt einen deutlichen qualitativen Fortschritt gegenüber rein vollstationären Konzepten dar und kann dazu beitragen, Behandlungszeiten zu verkürzen oder stationäre Aufenthalte ganz zu vermeiden.


