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16. Herbstsymposium der Kinderchirurgie: Fachlicher Austausch mit Blick auf das neue Dreiland-Klinikum

Ein historischer Kinosaal als außergewöhnlicher Ort für medizinische Fortbildung: Unter dem Motto „Kinderchirurgie goes Cinema“ lud die Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie des St. Elisabethen-Krankenhauses Lörrach zum 16. Herbstsymposium ins Kommunale Kino nach Kandern ein.

Im Mittelpunkt standen spannende Fallbeispiele aus der klinischen Praxis, aktuelle Entwicklungen in der Kinderchirurgie und die enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachabteilungen des Universitätsklinikums Freiburg. Zugleich richtete sich der Blick auf die Zukunft: Mit dem bevorstehenden Umzug ins neue Dreiland-Klinikum beginnt auch für die Kinderchirurgie ein neues Kapitel.

Nach einer kurzen Filmsequenz eröffnete Chefarzt Dr. Tobias Berberich das Symposium mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr und berichtete über personelle und organisatorische Entwicklungen innerhalb der Abteilung. Anschließend standen ausgewählte Fälle aus dem kinderchirurgischen Alltag im Mittelpunkt, anhand derer unterschiedliche Behandlungsstrategien vorgestellt und gemeinsam diskutiert wurden.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel zum Behandlungserfolg

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der operativen Versorgung von Neugeborenen. Gerade bei den jüngsten Patientinnen und Patienten kommt es auf das präzise Zusammenspiel unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen an. Neonatologie, Anästhesie, Intensivmedizin und Kinderchirurgie müssen eng zusammenarbeiten, um auch bei komplexen Krankheitsbildern eine sichere und hochwertige Behandlung zu gewährleisten.

Wie wichtig darüber hinaus die Vernetzung mit spezialisierten Einrichtungen ist, verdeutlichten zwei Fachvorträge aus dem Universitätsklinikum Freiburg. Die Referenten stellten aktuelle Behandlungsmöglichkeiten bei Verletzungen peripherer Nerven vor und erläuterten die besonderen Anforderungen mikrochirurgischer Eingriffe. Dabei ging es sowohl um klar strukturierte Behandlungspfade als auch um hochpräzise Operationstechniken, bei denen feinste Nahtmaterialien zum Einsatz kommen.

Der persönliche Austausch zwischen den beteiligten Fachdisziplinen bot zugleich Gelegenheit, bestehende Kooperationen zu vertiefen. Ziel ist es, betroffenen Kindern durch abgestimmte Behandlungswege und kurze Kommunikationswege bei Bedarf einen schnellen Zugang zu hochspezialisierter medizinischer Versorgung zu ermöglichen.

Kinderurologie: Steinerkrankungen zunehmend auch bei jüngeren Kindern

Ein weiterer Schwerpunkt des Symposiums waren Steinerkrankungen der Nieren und Harnwege bei Kindern. Chefarzt Dr. Tobias Berberich beobachtet in seiner kinderurologischen Praxis eine zunehmende Zahl betroffener Patientinnen und Patienten. Darunter befinden sich auch immer jüngere Kinder.

Als mögliche Einflussfaktoren wurden unter anderem Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel diskutiert. Die enge Zusammenarbeit mit den Spezialisten der Kinderurologie am Universitätsklinikum Freiburg ermöglicht es, auch sehr junge Kinder mit größeren Nieren- oder Harnleitersteinen zeitnah einer spezialisierten Behandlung zuzuführen.

Die vorgestellten Beispiele verdeutlichten, welchen Stellenwert funktionierende Kooperationen zwischen regionalen Krankenhäusern und universitärer Medizin für die wohnortnahe Versorgung von Kindern und Jugendlichen haben.

Dreiland-Klinikum eröffnet neue Perspektiven

Neben den medizinischen Fachthemen stand die Zukunft der Kinderchirurgie in Lörrach im Mittelpunkt. Mit dem Umzug ins neue Dreiland-Klinikum wird auch die Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie Teil einer neu gestalteten Krankenhausstruktur, die medizinische Kompetenzen zusammenführt und die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter stärken soll.

„Gerade bei der Behandlung unserer jüngsten Patientinnen und Patienten kommt es darauf an, dass unterschiedliche medizinische Fachrichtungen Hand in Hand arbeiten. Mit dem Dreiland-Klinikum eröffnet sich für uns die Chance, diese Zusammenarbeit unter einem Dach weiterzuentwickeln und die Versorgung von Kindern und Jugendlichen in unserer Region weiter zu verbessern. Für unser Team ist das eine spannende Perspektive, auf die wir uns sehr freuen“, erklärt Chefarzt Dr. Tobias Berberich.

Die beim Symposium vorgestellten Perspektiven für den neuen Klinikstandort stießen bei den Teilnehmenden auf großes Interesse und positive Resonanz.

Mit dem bevorstehenden Standortwechsel könnte das Herbstsymposium zugleich einen besonderen Platz in seiner Geschichte einnehmen: Möglicherweise war die 16. Ausgabe die letzte vor dem Umzug ins Dreiland-Klinikum. Die Organisatoren hoffen, die traditionsreiche Fortbildungsveranstaltung künftig am neuen Klinikstandort fortführen zu können. Damit würde nicht nur eine erfolgreiche Tradition fortgesetzt, sondern zugleich ein neues Kapitel in der Geschichte der Kinderchirurgie in Lörrach aufgeschlagen.

Quelle: KLINIKEN DES LANDKREISES LÖRRACH GMBH

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