Yannick Bury zum Vorsitzenden der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung gewählt
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Yannick Bury ist ab sofort Vorsitzender der Deutsch-Französischen parlamentarischen Versammlung. In ihrer Plenarsitzung in Paris haben die 100 Abgeordneten aus dem Bundestag und der französischen Nationalversammlung Bury an die Spitze des gemeinsamen deutsch-französischen Parlamentes gewählt.

(v.l.n.r.): Brigitte Klinkert, Yaël Braun-Pivet, Julia Klöckner, Yannick Bury
Gemeinsam mit seiner französischen Kollegin Brigitte Klinkert wird er die Arbeit des Gremiums künftig leiten. Er folgt damit auf Andreas Jung, der zum Bildungsminister in Baden-Württemberg ernannt wurde.
Die deutsch-französische parlamentarische Versammlung wurde 2019 im Rahmen des deutsch-französischen Parlamentsabkommens gegründet und ist ein weltweit einzigartiges Parlamentsgremium. Insgesamt 100 Abgeordnete, 50 aus dem Deutschen Bundestag und 50 aus der französischen Nationalversammlung, beraten und beschließen über Fragen der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Die Parlamente überlassen die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich damit nicht alleine den Regierungen, sondern werden selbst aktiv, beziehen Position und kontrollieren gemeinsam die Regierungen in grenzüberschreitenden Fragen.
„Ich bin dankbar für das große Vertrauen und freue mich sehr darüber, künftig zusammen mit Brigitte Klinkert das gemeinsame deutsch-französische Parlament leiten zu dürfen an dieser zentralen Stelle das Miteinander zwischen Frankreich und Deutschland mitgestalten zu dürfen“, so Bury nach seiner Wahl. Die Versammlung sei kein Wohlfühlgremium, so Bury. Hier träfen unterschiedliche Positionen aufeinander, teils zwischen den beiden Ländern, vor allem aber grenzüberschreitend zwischen politischen Strömungen. „Dass Deutsche und Franzosen in einer gemeinsamen Parlamentskammer diskutieren, streiten und zu gemeinsamen Entscheidungen kommen, wäre noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar gewesen und zeigt, wie eng unsere Freundschaft heute ist.“, so Bury. Und klar sei für ihn auch: „Die Versammlung darf nicht bequem sein, sondern muss die Regierungen und die Pflicht nehmen, wenn dies im Sinne der deutsch-französischen Freundschaft und Zusammenarbeit nötig ist“. Dafür wolle er sich einsetzen, gerade auch mit Blick auf die zahlreichen Themen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Südbaden und dem Elsass.


