Wirtschaftliche Situation zeigt sich im Ortenauer Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt in der Ortenau ist robust, spurlos geht der aktuelle wirtschaftliche Abschwung aber nicht am Arbeitsmarkt in der Ortenau vorbei.

Yannick Burys mit der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit für den Ortenaukreis, Theresia Denzer-Urschel
Das war die Botschaft der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit für den Ortenaukreis, Theresia Denzer-Urschel, für den CDU-Bundestagsabgeordneten Yannick Bury, der sich bei der Arbeitsagentur über die Lage des regionalen Arbeitsmarktes informierte.
Die Arbeitslosenquote im Ortenaukreis lag im April bei 3,8%, insgesamt waren 9.771 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind zwar 3,7% weniger als im März 2024, jedoch 10,1 % mehr als im April des vergangenen Jahres. Die Frühjahrserholung des Arbeitsmarktes fällt also deutlich geringer aus als üblich. Daran sehe man, dass die aktuelle wirtschaftliche Situation auch im regionalen Arbeitsmarkt ankomme, so Denzer-Urschel. Dies zeige sich auch an den Anmeldungen für Kurzarbeit. Der Fokus der Betriebe liege derzeit darauf, den aktuellen Mitarbeiterbestand zu halten, um ohnehin mangelnde Fach- und Arbeitskräfte nicht noch zu verlieren, Neueinstellungen würden aber insgesamt eher zurückgestellt, so die Vorsitzende der Arbeitsagentur.
„Die Arbeitsmarktentwicklung vor Ort spiegelt die bundesweite konjunkturelle Situation wider“, so Bury. Neben hohen bürokratischen und finanziellen Belastungen leide die Wirtschaft vor allem unter einer Vertrauenskrise. „Verlässliche Rahmenbedingungen sind entscheidend für Investitionen, aber auch für Neueinstellungen in den Betrieben“, so der Abgeordnete. Politische Priorität müsse es deshalb sein, den Betrieben Planungssicherheit zu geben und das Vertrauen in den Standort Deutschland wieder zu stärken. „Leider verstärkt die Ampelregierung die ohnehin vorherrschende Unsicherheit aber noch“, so Bury.


