Während der Biermarkt schrumpft, gewinnt Waldhaus Marktanteile
Qualität, Konsequenz und ausgezeichnete Biere zahlen sich aus
Das vergangene Braujahr war für die deutsche Brauwirtschaft erneut herausfordernd. Rückläufige Bierabsätze und ein intensiver Wettbewerb prägten den Markt. Umso erfreulicher fällt die Entwicklung der Privatbrauerei Waldhaus aus.

Die Geschäftsführung der Privatbrauerei Waldhaus freut sich über ein erfolgreiches Braujahr und blickt positiv in die Zukunft. V.l.n.r: Thomas Witt (Leitung Vertrieb), Nico Albiez (Leitung Logistik & Einkauf), Jürgen Berthold (Leitung Verwaltung), Steffen Müller (Leitung Produktion), Dieter Schmid (Brauerei-Chef in 4. Generation).
Während der Bierabsatz in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr um fast 7 Prozent zurückging, blieb Waldhaus nahezu auf Vorjahresniveau und entwickelte sich damit deutlich besser als der Markt. Noch deutlicher wird die Entwicklung im langfristigen Vergleich mit dem Jahr 2018, dem letzten weitgehend normalen Braujahr vor den tiefgreifenden Verwerfungen durch Corona. Seitdem hat der Biermarkt in Baden-Württemberg 24,2 Prozent seines Absatzes verloren. Waldhaus hielt seinen Absatz im gleichen Zeitraum nahezu konstant. Diese Entwicklung zeigt eindrucksvoll, wie stark sich Waldhaus auch nach einer echten Zäsur im Markt behauptet hat.
Für Brauereichef Dieter Schmid ist die Entwicklung ein klares Signal: „Immer mehr Verbraucher entscheiden sich bewusst für Qualität statt Masse. Dass wir uns seit Jahren deutlich besser entwickeln als der Markt, bestätigt unseren Weg. Wer kompromisslos auf Braukunst, beste Rohstoffe und eine starke Marke setzt, gewinnt auch in schwierigen Zeiten das Vertrauen der Biertrinker.“
Diese Haltung spiegelte sich im vergangenen Braujahr auch im Markenauftritt wider. Mit den neuen Etiketten entwickelte Waldhaus sein Erscheinungsbild behutsam weiter. Inspiriert von der Natur des Schwarzwalds bringen die neuen Designs den Charakter der einzelnen Bierspezialitäten noch stärker zur Geltung und verbinden Tradition mit einer modernen, zeitgemäßen Gestaltung.
Auch in der Produktwelt setzte die Privatbrauerei neue Impulse. Mit dem Selektionsbier „Aloha“ wurde erstmals ein Bier vorgestellt, das den Sommer und ein unbeschwertes Lebensgefühl in den Mittelpunkt stellt. Die positive Resonanz bestätigte den eingeschlagenen Weg, weshalb Aloha auch im laufenden Jahr zurückkehrt.
Überdurchschnittlich stark entwickelte sich auch das alkoholfreie Sortiment. Waldhaus produziert inzwischen fünf alkoholfreie Biere inklusive Biermischgetränke und erzielte in diesem Bereich ein Wachstum von rund 20,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Branche lag im Vergleich bei etwa 9 Prozent. Besonders gefragt waren das Ohne Filter Alkoholfrei mit 26 % und das Hell Alkoholfrei mit über 36 % Zuwachs. „Alkoholfrei ist für uns kein Kompromiss, sondern ein eigener Qualitätsanspruch“, sagt Braumeister Steffen Müller. „Ein gutes alkoholfreies Bier muss nicht erklären, was ihm fehlt – es muss zeigen, was es kann.“
Besonders eindrucksvoll wurde der hohe Qualitätsanspruch durch bedeutende Auszeichnungen bestätigt. So wurde das Waldhaus Diplom Pils bei den renommierten World Beer Awards als „World’s Best Classic Pilsener“ ausgezeichnet und setzte sich damit gegen Biere aus aller Welt durch. Darüber hinaus erhielt die Privatbrauerei Waldhaus den Bundesehrenpreis, die höchste Auszeichnung der deutschen Ernährungswirtschaft. Verliehen wird dieser vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft an Unternehmen, die über Jahre hinweg konstant Spitzenleistungen erbringen.
„Wir brauen unser Bier nicht, um die Größten zu sein, sondern um die Besten für unsere Kunden zu sein“, so Dieter Schmid. „Dass wir uns in einem rückläufigen Markt deutlich besser entwickeln als die Branche und gleichzeitig international ausgezeichnet werden, bestätigt uns auf unserem Weg.“
Mit Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr setzt Waldhaus seinen eingeschlagenen Kurs konsequent fort. Neben der Weiterentwicklung der Marke stehen neue Impulse und Produkte im Mittelpunkt. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der neuen Produktlinie „Klein Fritzle“, die klassische Biersorten in einem modernen Format inklusive neuer Schwarzwaldkiste interpretiert und gezielt neue Zielgruppen anspricht. So verbindet die Privatbrauerei Waldhaus auch künftig das, was sie seit Generationen auszeichnet: gelebte Tradition, kompromisslose Qualität und die Bereitschaft, immer wieder neue Wege zu gehen.


