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Nachrichten aus Region meets Business

Volksbank Breisgau-Markgräflerland setzt soliden Wachstumskurs fort

Das Jahr 2024 war geprägt von einem herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld, das durch eine Vielzahl globaler und nationaler Unsicherheiten beeinflusst wurde. Karin Ortlieb, Vorstandsmitglied, beleuchtete die wesentlichen Entwicklungen und Trends des Jahres.

v.l.n.r.: Norbert Lange, Vorstandsvorsitzender, Karin Ortlieb, Vorstandsmitglied und Jörg Dehler, Stv. Vorstandsvorsitzender

Globale und politische Unsicherheiten

Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere der Krieg in der Ukraine und die Verschärfung des Nahostkonflikts, sorgten für ein angespanntes globales Klima. Hinzu kamen politische Verwerfungen in führenden Industrienationen: In Deutschland endete die Regierungskoalition aus SPD, Grünen und FDP, während Frankreich mit einer Regierungskrise zu kämpfen hatte. In den USA führte die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten zu erhöhter politischer Unsicherheit.

Positive Entwicklungen an den Finanzmärkten

Trotz dieser Herausforderungen zeigten sich die Finanzmärkte überraschend robust. Die Zinssenkungen im Jahr 2024 sowie die Aussicht auf weitere Lockerungen durch die Notenbanken beflügelten die Märkte. Besonders der Boom im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) erwies sich als treibende Kraft, insbesondere für Technologiewerte. Viele Aktienindizes erreichten neue Rekordstände. Der DAX beispielsweise legte im Jahresverlauf um beeindruckende 18,9 % zu und schloss das Jahr bei 19.909 Punkten, nachdem er mit 16.751 Punkten gestartet war.

Schwäche der deutschen Gesamtwirtschaft

Im Gegensatz zur positiven Entwicklung der Aktienmärkte blieb die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland weiterhin angespannt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank nach ersten Schätzungen leicht um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Ursachen für diese Entwicklung waren sowohl externe als auch interne Faktoren. Neben der schwachen globalen Industriekonjunktur belasteten insbesondere hohe Energiepreise, der anhaltende Fachkräftemangel, eine hohe Bürokratiebelastung und Defizite in der Verkehrsinfrastruktur die Wirtschaft.

Inflation und Arbeitsmarkt

Erfreulich war jedoch die deutliche Entspannung bei der Inflation. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt 2024 um moderate 2,2 %, verglichen mit 5,9 % im Vorjahr. Auf dem Arbeitsmarkt hinterließ die wirtschaftliche Schwäche hingegen Spuren: Die Zahl der Arbeitslosen stieg leicht auf knapp 2,8 Millionen Menschen an. Dennoch konnte die Erwerbstätigkeit weiter zulegen und erreichte mit 46,1 Millionen Beschäftigten einen neuen Höchststand. Der Beschäftigungsaufbau in den Bereichen Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit trug maßgeblich zu diesem Anstieg bei.

Bauwirtschaft weiterhin unter Druck

Der Wohnungsbau blieb auch 2024 ein Sorgenkind der deutschen Wirtschaft. Die Abwärtsbewegung im Bau- und Handwerkssektor setzte sich fort. Insbesondere der baugewerbliche Hochbau verzeichnete in den ersten drei Quartalen des Jahres einen deutlichen Umsatzrückgang von 7 %.

Volksbank Breisgau-Markgräflerland

Entwicklung der Volksbank Breisgau-Markgräflerland

Trotz dieses schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds hat die Volksbank Breisgau-Markgräflerland ihren soliden Wachstumskurs fortgesetzt. In vielen Bereichen wurden sehr gute Zuwächse erreicht. Gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten spürt die Bank das starke Vertrauen ihrer Mitglieder und Kunden in das genossenschaftliche Geschäftsmodell. „Wir wirtschaften stabil und nachhaltig in diesen unsicheren Zeiten – denn wir sind aus Verantwortung der Lebensbegleiter in eine nachhaltige Zukunft“.

Dem genossenschaftlichen Förderauftrag kommt die Volksbank nicht nur durch Vergabe von Krediten oder durch Investitionen in die heimische Wirtschaft nach. Mit viel Engagement ist es ihr eine Herzensangelegenheit, die gesellschaftlich wichtigen Aufgaben der regionalen Vereine und gemeinnützigen Institutionen zu unterstützen. Mit einem Spendenvolumen von 141.000 Euro wurden Projekte in den Bereichen Kultur, Sport, Bildung, Nachhaltigkeit und Soziales gefördert.

Unter diesen Spenden waren auch in 2024 wieder zwei Fahrzeugspenden an soziale Einrichtungen und die Pflanzung von 1.000 klimarobusten Traubeneichen in Schliengen.

Als einer der großen Arbeitgeber in der Region beschäftigt die Bank zum Stichtag 31.12.2024

296 Mitarbeitende. Darunter sind 20 junge Menschen, die mit einer fundierten und guten Ausbildung für zukünftige Aufgaben in der Volksbank vorbereitet werden.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr wird ein Bilanzgewinn auf Vorjahresniveau von 2,7 Mio. Euro ausgewiesen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung wird eine Dividende in Höhe von 4,5 Prozent an die über 34.100 Mitglieder ausgeschüttet.

Zum 31.12.2024 reduzierte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 0,5 Prozent auf

2.151 Mio. Euro, was weitgehend auf die Rückführung der Interbankverbindlichkeiten zurückzuführen ist.

Das betreute Kundenvolumen (bestehend aus bilanziellem und außerbilanziellem Kundenkreditvolumen und Kundenanlagevolumen erhöhte sich um 3,4 Prozent auf 4,41 Mrd. Euro.

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen verlief das originäre Kundenkreditgeschäft mit einer Volumenssteigerung von 0,2% auf 1.614 Mio. € zufriedenstellend.

Die Nachfrage nach Wohnbaukrediten erholte sich gegenüber dem Vorjahr und die Kreditvergabe konnte deutlich gesteigert werden.

Nach wie vor machte sich die Zinsenwicklung und damit die Zurückhaltung bei Investitions-finanzierungen im Firmen- und Gewerbekundengeschäft bemerkbar.

Das gesamte Kundenkreditvolumen inkl. der über den Genossenschaftlichen FinanzVerbund vergebenen Kredite beläuft sich auf 1.710 Mio. Euro.

Für Kundeneinlagen konnte die Volksbank im vergangenen Jahr wieder attraktive eigene Anlageprodukte anbieten. Nach wie vor werden Anlageentscheidungen im kurz- bis mittelfristigen Anlagehorizont bevorzugt.

Der Trend der Umschichtung von Sparguthaben in ertragreiche Fondsanlagen bei dem Verbundpartner Union Investment hielt auch 2024 an. Die Bestände und Anlagen im Genossenschaftlichen FinanzVerbund erhöhten sich um 9 Prozent auf 990 Mio. Euro.

Das gesamte Kundenanlagevolumen inkl. der Anlagen bei Verbundpartnern beträgt nun 2.682 Mio. Euro – ein sehr erfreuliches Plus von 6,4 Prozent.

Der Zinsüberschuss konnte auch 2024 wieder auf 35.758 TEUR gesteigert werden (+ 0,7 Prozent).

Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit den Partnern im Genossenschaftlichen FinanzVerbund legte der Provisionsüberschuss um 3,7 Prozent zu.

Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich auf 248 Mio. Euro.

Die Bank ist gut aufgestellt und für künftige Herausforderungen bestens gerüstet.

Das gute und zufriedenstellende Gesamtergebnis bildet die solide Grundlage dafür, dass die Volksbank Breisgau-Markgräflerland auch weiterhin ihren genossenschaftlichen Auftrag, nämlich die Förderung ihrer Mitglieder, ihrer Kunden und der Region, erfüllen kann – getreu unserer Maxime: Aus Verantwortung der Lebensbegleiter in eine nachhaltige Zukunft.

v.l.n.r.: Jörg Dehler, Stv. Vorstandsvorsitzender, Norbert Lange, Vorstandsvorsitzender und Karin Ortlieb, Vorstandsmitglied

Volksbank Breisgau-Markgräflerland

Wiedereröffnung Filiale Müllheim

Seit Juni 2024 ist die Filiale in Müllheim fertiggestellt und wieder an ihrem angestammten Platz in der Werderstraße. In gut 1 ½-jähriger Bauzeit wurde das Gebäude kernsaniert, d.h. sämtliche nichttragenden Wände, Fenster, Elektro-, Heizungs- und Wasserleitungen, Bodenbeläge und das gesamte Dach an der Werderstraße wurden entfernt und komplett neu aufgebaut. Damit hat sich die Volksbank bewusst gegen einen Abriss und Neubau entschieden, da aus Nachhaltigkeitsgründen die gute Bausubstanz erhalten wurde. Insgesamt sind so sieben Einheiten mit sehr flexiblen Nutzungsmöglichkeiten und sehr guten Energiewerten entstanden. Die automatische Belüftungsanlage, Fußbodenheizung und Klimatisierung werden über Wärmepumpen und Lüftungsmaschinen betrieben. Die Fassade besteht aus einer CO2-neutralen Steinfassade. Der Energieträger ist Strom. Durch eine maximale Ausnutzung von Photovoltaik-Modulen auf dem Dach und an der Fassade wird eine 80%ige Autarkie angestrebt.

Im Erdgeschoß treffen die Kundinnen und Kunden auf ein modernes, zeitgemäßes Ambiente mit einer technischen Ausstattung, die man von einer modernen Bank erwarten kann. Die Räumlichkeiten in den oberen Etagen sind bereits vermietet bzw. stehen zur Vermietung bereit.

Mit der Sanierung des Gebäudes in der Werderstraße hat die Volksbank dazu beigetragen, die innerstädtische Infrastruktur zu beleben und für die vielen Gewerbetreibenden attraktiv zu halten.

GAA SB-Standorte

Glücklicherweise ist die Volksbank Breisgau-Markgräflerland in den letzten Monaten von erneuten Automatensprengungen verschont geblieben. Mit ein Grund hierfür sind unsere umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen, die die Bank in die GAA-Standorte investiert hat. Vorkehrungen wie Vernebelungstechnik oder Geldscheineinfärbung scheinen hier wirksame Maßnahmen zu sein.

An Standorten, die aufgrund von Sprengungen oder erhöhtem Gefährdungspotential geschlossen werden mussten, wird versucht, die Bargeldversorgung für die Bevölkerung wieder herzustellen. Dabei kooperiert die Volksbank in engem Maße mit den benachbarten Sparkassen Staufen-Breisach und Markgräflerland. In Kürze wird gemeinsam mit der Sparkasse Staufen-Breisach wieder ein Geldautomat eines externen Dienstleisters in Hartheim in Betrieb genommen.

Nach wie vor können Kundinnen und Kunden den postalischen Geldservice nutzen. Mit einem Anruf unter 07634 401-0 kann Bargeld einfach und bequem per Post nach Hause geliefert werden.

Alle Informationen hierzu und zu weiteren Serviceangeboten sind unter www.vbbm.de zu finden.

Gesellschaftliches Engagement

Zur Unternehmenskultur unserer Bank zählt auch ein ausgeprägtes gesellschaftliches Engagement.
So haben wir im Jahr 2024 die stolze Summe von ca. 145 TEUR für die gemeinnützige Förderung in unserer Region verwendet.
Der überwiegende Teil dieser Summe resultiert aus Gewinnsparmitteln. Daneben erfolgten Spenden direkt aus der Bank und aus unserer Stiftung.   

Um diese soziale Komponente in den nächsten Jahren weiter auszubauen, haben wir uns entschlossen, unsere bankeigene Stiftung zu stärken. Ende 2024 haben wir hierzu weiteres Stiftungsvermögen in Höhe von 100 TEUR eingebracht.

Rechnet man Mittel für das Sponsoring hinzu, wurden im Jahr 2024 über 200 TEUR für die gemeinnützige Förderung in unserer Region verwendet. 

Perspektiven 2025

Nach der Fusion im Jahr 2018 erschien eine breite und flache Aufbauorganisation hilfreich und zielführend zur Bewältigung der damaligen Herausforderungen. Zukünftig wird aber in einer schmaleren und dafür mehrstufigeren Organisationsstruktur mehr Potenzial gesehen. Durch die Einführung zusätzlicher Führungsebenen soll den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Raum für persönliches Wachstum, Weiterentwicklung und Aufstiegsmöglichkeiten geboten werden.

In diesem Zusammenhang wird es zum 01.04.2025 einige Veränderungen geben:

Frau Karin Ortlieb wird aus persönlichen Gründen aus dem Vorstandsteam ausscheiden und auf der neu eingeführten Position der Bereichsdirektorin Produktion die Marktfolge-Bereiche verantworten.

Mit dem Eintritt von Herrn Dehler in den Ruhestand zum 31.12.2026 und zeitlich leicht versetzt von Herrn Lange zum 30.06.2027 wird es darüber hinaus in absehbarer Zukunft weitere Veränderungen auf Vorstandsebene geben. Aus diesem Grund sollen bereits jetzt frühzeitig die Weichen für die Zukunft der Bank gestellt werden.

Einen großen Schritt zur Erreichung dieses Zieles stellt die Schaffung einer zusätzlichen Führungsebene dar: Direkt den beiden Vorständen unterstellt wird es ab 01.04.2025 zwei Generalbevollmächtigte geben. Herr Stefan Kurek, bisher Bereichsleiter Steuerung, Controlling und Rechnungswesen, wird zum Generalbevollmächtigten für die Steuerungs- und Produktionsbank ernannt.

Als Generalbevollmächtigter Markt wird Herr Mark Kaffenberger in die Volksbank Breisgau-Markgräflerland eintreten.

Quelle: Volksbank Breisgau-Markgräflerland

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