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Marabu setzt auf Fernwartung mit HoloLens 2 und Microsoft Dynamics 365

Ob für Motive auf Flaschen und Gläsern, Armaturenkomponenten in Fahrzeugen oder die Markierungen der Waschgänge auf Waschmaschinen – Marabu hat für eine Vielzahl an Materialien die passende Farbe. Seinen Kunden bietet das Unternehmen dabei ein Rundumpaket: Von der Beratung für die passenden Farben bis hin zum Vor-Ort-Service, falls industrielle Druckmaschinen ausfallen. Um diesen Service künftig so ressourcenschonend wie möglich anzubieten, nutzt Marabu Mixed Reality: Mit HoloLens 2 sowie Dynamics 365 spart das Unternehmen CO2, Reisezeit und -kosten ein. 

©Marabu

Die Herausforderung: Reisezeit und -häufigkeit effektiv reduzieren

Seit über 100 Jahren ist es bunt im baden-württembergischen Tamm. Dort befindet sich der Hauptsitz von Marabu, einem der weltweit führenden Hersteller von Sieb-, Digital- und Tampondruckfarben. Über die Jahre hat das Familienunternehmen nicht nur eine enorme Expertise im Bereich Farben aufgebaut, sondern auch rund um die Druckmaschinen. Marabu stattet seine Kunden, häufig große Industrieunternehmen in der ganzen Welt, nicht nur mit Farben aus, sondern punktet auch mit dem dazugehörigen Service rund um die Druckmaschinen von Drittherstellern. „Seit Juli 2021 sind wir CO2 neutral“, erklärt Stefan Würtemberger, Vice President Information Technology bei der Marabu GmbH & Co. KG. „Diesen Zustand wollen wir nicht nur halten, sondern unsere CO2-Effizienz kontinuierlich verbessern.“

Marabu suchte also nach weiteren nachhaltigen Einsparpotenzialen und wurde fündig: Weltweit waren Reparaturen, Wartungen und Produktentwicklung mit einigem Aufwand und vielen Reisen verbunden. „Wenn die Maschine eines Kunden in der Vergangenheit streikte, beauftragten wir per Telefon einen Serviceeinsatz. Anschließend fuhren oder flogen die Expert*innen zum Kunden. Das verursachte einen hohen Reiseaufwand und bis zur Ankunft stand die Maschine beim Kunden still.“ Im Bereich der Produktentwicklung sahen die Prozesse ähnlich aus: Farben wurden hergestellt und zum Druckunternehmen geschickt. Dort wurde ein Probedruck angefertigt und zur Prüfung an Marabu zurückgesendet. Wie also lassen sich Reisen und Zu- sowie Rücksendungen möglichst effektiv reduzieren? Die Antwort war schnell gefunden: mit Hilfe von Microsoft HoloLens 2.  

Die Lösung: Services und Schulungen mit Microsoft HoloLens 2 flexibel und mobil von überall aus durchführen

„Bereits heute laufen 60 Prozent unsere Prozesse auf Azure in der Cloud und wir haben fast ausschließlich Microsoft Produkte im Einsatz. Die Entscheidung für HoloLens 2 zur Reduzierung unserer Geschäftsreisen war daher naheliegend“, sagt Stefan Würtemberger. „Zusätzlich ist HoloLens 2 für unsere Anforderungen auch das beste Produkt, das im Bereich Mixed Reality derzeit am Markt ist.“

Was mit einem Proof of Concept begann, ist heute der Einsatz von zwölf HoloLens 2 samt Dynamics 365 Remote Assist und Dynamics 365 Field Service in Deutschland, China, USA, Brasilien, Frankreich und Skandinavien. Mit Dynamics 365 Guides hat Marabu intern Schulungen von Techniker*innen in anderen Ländern durchgeführt und die weltweite Zusammenarbeit an 3D-Modellen ermöglicht. „Ab diesem Zeitpunkt war es ein Selbstläufer“, schmunzelt Stefan Würtemberger. „Die Kolleginnen und Kollegen haben sich HoloLens geschnappt und einfach losgelegt.“ Techniker*innen von Marabu können den Kunden ganz einfach via Remote Assist helfen, sobald diese HoloLens von Marabu erhalten haben und tragen. Dank der einfachen Bedienbarkeit des holographischen Computers können Probleme auch vor Ort im Handumdrehen gelöst werden. Durch den Wegfall der Reisezeit können die Expert*innen von Marabu so an einem Tag deutlich mehr Kunden betreuen, statt unterwegs zu sein. „Alles, was unsere Technikerinnen und Techniker heute brauchen, ist ein Internetzugang“, resümiert Stefan Würtemberger

©Marabu

„Die Integration von Dynamics 365 Field Service in HoloLens 2 erweitert unsere Möglichkeiten im Kundenservice“, so Würtemberger. Über eine Schnittstelle zum CRMSystem sind für die Techniker*innen alle Assets des Kunden sofort einsehbar: von der Bedienungsanleitung der eingesetzten Drucker, den entsprechenden Bau- und Ersatzteilen bis hin zu Videos und Bildern, die während Schulungen oder Reparaturen entstanden sind. Bereits heute lassen sich so passende Angebote erstellen und Termine mit HoloLens 2 verknüpfen. Auf diese Weise sehen die Techniker*innen in ihrem Kalender sofort, wann sie mit welcher HoloLens bei welchem Kunden einen Termin haben. Auch Serviceberichte werden direkt während des Gesprächs erstellt und landen so schneller beim Kunden. Aktuell läuft dieser Prozess noch manuell, eine Automatisierung mittels Power Automate ist bereits in Planung.

Auch im Bereich der Produktentwicklung hat sich durch den Einsatz von HoloLens 2 einiges getan. Statt den Probedruck von A nach B zu schicken, prüft Marabu dies heute ganz einfach via HoloLens. „So erkennen wir sofort, ob die Farbe dem Farbreferenzspektrum entspricht und müssen nicht erst auf die Rücksendung des Probedrucks warten“, sagt Stefan Würtemberger. Das ermöglichen integrierte Farbmessgeräte in der Brille mit einer maximalen Farbabweichung von drei Prozent. Auch Druckfehler und Lufteinschlüsse können auf den hochauflösenden Bildern sofort erkannt werden. Künftig sollen diese Bilder mittels künstlicher Intelligenz (KI) auch auswertbar gemacht werden. Auch die Errechnung von Farbrezepturen mittels KI und die Verifizierung über HoloLens 2 ist geplant. 

In Zukunft soll HoloLens 2 zusammen mit Remote Assist, Guides, Field Service und einem bestimmten Stundenkontingent der Techniker*innen auch den Kunden als Paket zur Verfügung gestellt werden. „Die Kunden erhalten dadurch zugesicherte Ressourcen und Servicezeiten“, sagt Stefan Würtemberger. „Und wir kommen so in einen kontinuierlichen Austausch, können besser beraten und Kapazitäten besser planen. Bis Ende 2022 wollen wir möglichst viele Kunden mit dem Paket ausstatten.“ So werden die Wartezeiten auf Techniksupport für Marabus Kunden reduziert. Und Marabu geht einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Nachhaltigkeit mittels Digitalisierung. 

Durch den Einsatz von HoloLens 2 ist es uns gelungen, verschiedene Technologiekomponenten zu vereinen und einen zukunftsweisenden Footprint im Unternehmen zu hinterlassen.“ „Wir reduzieren mit dem Einsatz von HoloLens 2 unsere Durchlaufzeiten sowohl im Kundenservice als auch in der Produktentwicklung.“

Stefan Würtemberger, Vice President Information Technology, Marabu GmbH & Co. KG

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