Zum Hauptinhalt springen
Nachrichten aus Region meets Business

Studienreise der Ingenieurhochschule ENGEES im Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau

Die Jahrgangsstufe 2023-2026 der ENGEES verbindet Theorie und Praxis bei einer grenzüberschreitenden Studienreise zu Umweltfragen

Kehl, 15. Mai 2025 – Im Rahmen der Schirmherrschaft des Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau für den Jahrgang 2023-2026 der Straßburger Ingenieurhochschule ENGEES (frz. École nationale du génie de l'eau et de l'environnement de Strasbourg), unternahmen die Ingenieurstudierenden vom 22. bis 25. April 2025 eine grenzüberschreitende Studienreise.

ENGEES Studierenden bei Herrenknecht

©Ségolène PERRI_ENGEES

Die viertägige Exkursion bot ihnen die Gelegenheit, ihre theoretischen Kenntnisse durch praxisnahe Besichtigungen, den direkten Austausch mit lokalen Akteuren und Begegnungen vor Ort zu vertiefen. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Standorte, die auf beiden Seiten des Rheins eine zentrale Rolle im ökologischen Wandel einnehmen.

Begegnungen mit engagierten Akteuren im grenzüberschreitenden Raum

Während der viertägigen Reise erhielten die Studierenden Einblicke in die vielfältigen beruflichen Perspektiven im grenzüberschreitenden Gebiet. Mehrere Unternehmen und Organisationen stellten ihre Tätigkeiten vor. So präsentierten die Zuckerfabrik Erstein und die Firma Herrenknecht in Schwanau ihr Engagement im Bereich Wassermanagement und der Reduzierung industrieller Abfälle. Auch das Unternehmen SOPREMA, zweiter Sponsor des Jahrgangs, gewährte einen Überblick über seine Aktivitäten.

Zwischen Naturschutz und urbaner Innovation

Das Programm führte die Studierenden zudem in verschiedene Naturschutzgebiete der Region, darunter das Heyssel-Reservat in Illkirch-Graffenstaden, das in Zusammenarbeit mit dem Conservatoire des Espaces Naturels d'Alsace besucht wurde, sowie den Nationalpark Schwarzwald, wo sie auf einer Lehrwanderung mehr über die lokale Biodiversität erfuhren.

Zu den weiteren Höhepunkten zählte der Besuch des Zweckverbands Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) in Ringsheim, der einen praxisnahen Einblick in nachhaltige Abfallbehandlungsprozesse bot. Im Rahmen von Besichtigungen mit dem Fokus auf Stadtentwicklung lernten die Studierenden zudem Projekte kennen, die sich an den Herausforderungen des Klimawandels orientieren – darunter der von der Klimaagentur der Eurometropole Straßburg organisierte „Klimaspaziergang“ in Ostwald sowie die Vorstellung des neuen Ökoviertels „Schlachthof“ in Offenburg. Abgerundet wurde das Programm durch einen Workshop der Straßburger NGO Octop'us, die die Studierenden für die Problematik der Plastikverschmutzung in Flüssen und Ozeanen sensibilisierte und ihnen zeigte, wie aus recyceltem Plastik neue Gegenstände hergestellt werden können.

Eine engagierte Partnerschaft für Umwelt und grenzüberschreitenden Dialog

Die Studienreise ist ein zentrales Element der seit 2024 bestehenden Schirmherrschaft des Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau über den ENGEES-Jahrgang 2023-2026. Diese Partnerschaft steht für das gemeinsame Engagement von ENGEES, Studierenden und Eurodistrikt für Umweltfragen und hat das Ziel, den Austausch zwischen den angehenden Ingenieuren und den regionalen Akteuren, die sich für ökologische Themen einsetzen, zu fördern. Die Studienreise stellte einen Höhepunkt dieser Kooperation dar, indem sie den Studierenden die Möglichkeit bot, potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen und innovative Projekte im Eurodistrikt zu entdecken.

Unterstützt wurde das Projekt zudem vom Europa-Park, der 2025 sein 50-jähriges Bestehen feiert und ebenfalls im Gebiet des Eurodistrikts liegt.

Nächster Termin: Rhein und Klimawandel im Fokus

Die Kooperation zwischen ENGEES und dem Eurodistrikt wird fortgesetzt. Der nächste Termin findet bereits am 16. Mai 2025 statt, wenn der Eurodistrikt in seiner Rolle als Plattform für den grenzüberschreitenden Austausch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Rhein und Klimawandel in grenzüberschreitender Perspektive“ in den Räumlichkeiten der ENGEES in Straßburg veranstaltet. Studierende, Lehrkräfte, Forschende sowie die interessierte Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen, um den Dialog über diese drängenden Herausforderungen zu vertiefen.

Quelle: EVTZ Eurodistrikt

Auch interessant:

Anzeige

Anzeige