Sechs Unternehmen aus dem Landkreis Emmendingen mit dem Mobilsiegel 2026 ausgezeichnet
SICK AG aus Waldkirch erhält höchste Bewertung mit fünf Blättern
Landkreis Emmendingen. Sechs Unternehmen aus dem Landkreis Emmendingen sind am Mittwoch, 21. Oktober 2026, im VAG-Zentrum in Freiburg mit dem Mobilsiegel 2026 ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung würdigt Betriebe, die sich für eine nachhaltige betriebliche Mobilität engagieren und entsprechende Maßnahmen im Rahmen ihres betrieblichen Mobilitätsmanagements umsetzen.

Landrat Hanno Hurth mit Vertreterinnen und Vertretern der sechs ausgezeichneten Betriebe: Erich Burger GmbH Winden, Becherer Möbelwerkstätten – Innenausbau GmbH Elzach, Freyler Unternehmensgruppe Kenzingen, plc2 Design GmbH Endingen, Sutter Medizintechnik GmbH Emmendingen sowie die SICK AG Waldkirch.
Insgesamt wurden bei der feierlichen Veranstaltung 21 Unternehmen aus Freiburg sowie den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald geehrt. Landrat Hanno Hurth überreichte gemeinsam mit Finanzbürgermeisterin Dr. Carolin Jenkner und Landrat Dr. Christian Ante die Urkunden und Trophäen.
Aus dem Landkreis Emmendingen wurden in diesem Jahr ausschließlich Unternehmen rezertifiziert, die das Mobilsiegel bereits vor drei Jahren erhalten hatten. „Hinter jeder Auszeichnung stehen engagierte Menschen, die Ideen entwickeln, Maßnahmen umsetzen und das Thema Mobilität im Unternehmen voranbringen“, sagte Landrat Hanno Hurth. „Die zahlreichen Rezertifizierungen zeigen, dass nachhaltige betriebliche Mobilität längst kein kurzfristiges Projekt mehr ist. Viele Unternehmen verfolgen ihre Maßnahmen über Jahre hinweg und entwickeln diese kontinuierlich weiter.“
Das Mobilsiegel wird in Stufen von drei bis zu fünf Blättern vergeben. Mit vier Blättern ausgezeichnet wurden in diesem Jahr: Erich Burger GmbH aus Winden, Becherer Möbelwerkstätten – Innenausbau GmbH aus Elzach, Freyler Unternehmensgruppe aus Kenzingen, plc2 Design GmbH aus Endingen sowie Sutter Medizintechnik GmbH aus Emmendingen. Die höchste Kategorie mit fünf Blättern erreichte die SICK AG aus Waldkirch. Das Unternehmen überzeugte die Jury unter anderem mit jährlichen Fahrradinspektionen und Besonders hochwertigen und sicheren Fahrradabstellanlagen auf dem Betriebsgelände.
Auch die übrigen Betriebe setzen seit Jahren auf ein breites Maßnahmenbündel: Bspw. mit Zuschüssen zum Deutschlandticket, Dienstradleasing, Ladepunkte für E-Autos und Pedelecs, Fahrgemeinschaftsplattformen, flexible Arbeitszeiten abgestimmt auf den ÖPNV oder elektrifizierte Dienstwägen.
Der Landkreis Emmendingen ist von sehr unterschiedlichen Standorten und Pendelwegen geprägt. Umso wichtiger sind Unternehmen, die sich mit den Mobilitätsbedürfnissen ihrer Beschäftigten auseinandersetzen und passende Angebote schaffen. Angesichts der deutlichen Preissteigerungen bei Brenn- und Treibstoffen bietet eine betriebliche Mobilität, die auf Alternativen zum Verbrennerfahrzeug setzt, wirtschaftliche Vorteile sowohl für die Betriebe wie auch für die pendelnden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Der Landkreis unterstützt die Unternehmen zudem mit einem flächendeckenden Stundentakt im öffentlichen Nahverkehr und halbstündlichen Verdichtungen in den Hauptverkehrszeiten. „In Zeiten knapper Kassen, benötigen wir jeden Fahrgast“, so Landrat Hurth, der die Betriebe einlud weitere Mitarbeitende für das ÖPNV-Angebot zu begeistern.
Einen weiteren Baustein bietet das Fahrradvermietsystem Frelo, das im März dieses Jahres im Landkreis eingeweiht wurde und insbesondere die „letzte Meile“ vom bisherigen ÖPNV-Angebot zum Zielort überbrückt. Die Nutzung ist in Kombination mit dem RVF- Deutschladticket oder der Regiokarte für die ersten 30 Minuten kostenfrei.
Ein besonderes Merkmal der Auszeichnung sind die Trophäen, die wie in jedem Jahr von den Auszubildenden der Freiburger Verkehrs AG aus Reststücken ausgedienter Straßenbahnschienen gefertigt werden und damit für Ressourcenschonung und Weiterverwendung stehen.
Hintergrund: Was ist das „Mobilsiegel“?
Das Mobilsiegel wird von der Freiburger Verkehrs AG im Auftrag der Stadt Freiburg und in Kooperation mit den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald sowie dem Regio Verkehrsverbund vergeben. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen betrieblichen Mobilität umgesetzt haben. Dazu zählen beispielsweise Angebote zur Verbesserung der Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes, die Förderung aktiver Mobilität, Maßnahmen im betrieblichen Mobilitätsmanagement oder die Unterstützung emissionsärmerer Verkehrsformen für Dienst- und Arbeitswege.
Die Auszeichnung wird für einen Zeitraum von drei Jahren vergeben. Danach können sich Unternehmen erneut einer Bewertung stellen und durch eine Rezertifizierung ihr fortgesetztes Engagement nachweisen.
Mehr Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten unter: www.mobil-siegel.de


