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Nachrichten aus Region meets Business

Roboter als Hilfsmittel einsetzen und dabei Mitarbeiterzufriedenheit stärken

Es gibt viele spannende, interessante und authentische Geschichten von Menschen aus Baden, die hier richtig etwas bewegen. Das heutige Interview mit Stefan Marcial zählt dabei sicher zu einem besonderen Gespräch, denn der 68-Jährige zeigt mit seinem Start-up, wie man Baden und vielleicht bald schon das Elsass und die Schweiz „bewegen“ kann.

LuckiBot im Restaurant

Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn heute geht es um „Servicebot.Solutions“, ganz einfach um Service Roboter.
Stefan Marcial ist einer der beiden Geschäftsführer, neben Salvatore Gora der SBS GmbH in Freiburg-Munzingen. Zum Team gehört ebenso Marcel Rottler als Verantwortlicher für das Marketing und die Kommunikation.

Das Thema „Roboter“ hat Stefan Marcial schon öfter tangiert und fasziniert. „Die Digitalisierung in Deutschland ist spannend und ich beschäftige mich gerne damit“, erzählt er mir im Gespräch. Marcial hat Luft- und Raumfahrttechnik studiert und bei seiner letzten Tätigkeit in einer international agierenden Firma vor fünf Jahren erstmals direkten Kontakt zu Industrierobotern bekommen. Im Produktionsprozess zur Qualitätssicherung Industrieroboter einzusetzen, ist ein absolut spannendes Thema. Die anfänglichen Ängste vor Robotern, dass diese Arbeitskräfte ersetzen, ist in allen Fällen schnell verschwunden. „Wir müssen Prozesse neu überdenken und unsere wertvollen Mitarbeiter wertvolle Arbeit leisten lassen.

Alles, was in schlichter Monotonie einiger Handgriffe geschieht, können letztendlich Roboter übernehmen“, so Stefan Marcial, der Diplom-Ingenieur. Dabei komme es natürlich darauf an, wie man Prozesse gestalte, wie man Mitarbeiter entlaste von „Arbeits-Müll“, der aber durchaus notwendig ist. „Man sollte das wertvolle Potential seiner Mitarbeiter nicht verprassen“, ist sich Marcial sicher. Das Start-up „SBS GmbH Servicebot.Solutions“ wurde offiziell im Januar 2024 gegründet. Die SBS folgt einer internationalen Ausrichtung mit den Schwerpunkten Deutschland, Frankreich, Schweiz und Österreich. Selbst der regionale Markt mit Südbaden, Elsass und der Schweiz besitzt ein unglaubliches Potenzial. Anfragen aus Südfrankreich und der Schweiz liegen dem Freiburger Unternehmen bereits vor.

Stefan Marcial

Servicebot.Solutions hat sich auf die Beratung, den Verkauf, die Installation und die Wartung von Servicerobotern spezialisiert

 „Wir bieten unseren Kunden ein umfassendes Portfolio an Leistungen, um sie bei der Einführung und Nutzung von Servicerobotern optimal zu unterstützen“, erklärt Stefan Marcial. 30 Jahre hat Stefan Marcial als Berater immer über Prozesse nachgedacht, 10 Jahre zuletzt in einem internationalen Konzern gewirkt und sich dort mit Industrierobotern beschäftigt. Jetzt nimmt er das Heft selbst in die Hand.

Der optimale Einsatz intelligenter Serviceroboter

Transport-, Reinigungs-, Pflege- oder Kommunikationsroboter zählen zu der großen Auswahl an Servicerobotern. Denkt man einmal darüber nach, merkt man schnell, welche Erleichterungen beispielsweise ein Kommunikationsroboter, der bis zu 30 Sprachen spricht, in einem Migrationszentrum bringen kann.
Solche programmierten, auf den Kunden zugeschnittenen Lösungen gibt es beim Freiburger Start-up, da hat man das notwendige Know-how, um hier dem Markt Erleichterung verschaffen zu können.
Und noch ein weiteres Beispiel, das veranschaulicht, wie jeder von uns, von Servicerobotern profitieren kann. Man hat Geburtstag oder Hochzeitstag, möchte Essen gehen, aber in der Gastronomie fehlen Arbeitskräfte. Das führt dazu, dass immer mehr Restaurants geringere Öffnungszeiten haben und man kann an seinem Jubeltag keinen Tisch in seinem Lieblingslokal bekommen.

Oder im Gesundheitswesen, das durch den demografischen Wandel vor großen Herausforderungen steht. Dieser führt bekanntlich zu einem Anstieg der Zahl älterer Menschen, die auf medizinische Versorgung angewiesen sind. Gleichzeitig herrscht in vielen Bereichen des Gesundheitswesens ein Personalmangel. Die Folge ist eine hohe Belastung der Mitarbeiter, die zu Unzufriedenheit führen kann. Serviceroboter im Gesundheitswesen können dazu beitragen, diese Herausforderungen zu bewältigen. Sie können repetitive Aufgaben übernehmen, die bisher von Menschen erledigt wurden. Dadurch können die Mitarbeiter sich auf komplexere Aufgaben konzentrieren und ihre Arbeitsbelastung verringern

Serviceroboter als Lösung
Serviceroboter können dabei helfen, den Fachkräftemangel in der Gastronomie zu minimieren. Sie können Aufgaben übernehmen, die bisher von Menschen erledigt werden.
Sie helfen dabei das Servieren von Speisen und Getränken einfacher zu gestalten. Die langen Laufwege (teilweise läuft eine Servicefachkraft in einer Schicht zwischen 8 und 12 km!) werden kürzer. Das Abräumen von Tischen, der Transport von Speisen; die Begrüßung von Gästen wird effizienter. Darüber hinaus können Reinigungsroboter große Flächen oder Hallen eigenständig reinigen.

„Durch den Einsatz von Servicerobotern können Gastronomen die Arbeitsbelastung ihrer Mitarbeiter reduzieren und ihnen mehr Zeit für die Interaktion mit den Gästen geben. Dies kann dazu beitragen die Kundenbindung zu stärken und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern“, erklärt Stefan Marcial.

„Wir übernehmen die Installation und Integration der neuen Serviceroboter und stehen den Unternehmen oder Institutionen für einen reibungslosen Betrieb jederzeit kompetent, schnell und unbürokratisch zur Seite“, so Stefan Marcial weiter. Auch bei Wartung und Reparatur der Service Roboter ist das Unternehmen zuverlässiger Ansprechpartner.

Das Portfolio von Servicebot.Solutions

Individuelle Beratung: 
Servicebot.Solutions analysiert die Bedürfnisse des Kunden und entwickelt eine individuelle Lösung, die den jeweiligen Umständen und Anforderungen gerecht wird.
Erfahrung und Expertise: 
Servicebot.Solutions verfügt über ein breites Wissen über die verschiedenen Arten von Servicerobotern und deren Einsatzmöglichkeiten.
Umfassendes Portfolio: 
Servicebot.Solutions bietet seinen Kunden eine Auswahl an verschiedenen Servicerobotern renommierter Herstellern.

Kompetente Unterstützung: 
Servicebot.Solutions unterstützt den Kunden bei der Auswahl des richtigen Roboters und übernimmt die Lieferung und Inbetriebnahme.

„Ich weiß, gerade die Deutschen sind sehr skeptisch, was Neuerungen und Neues anbelangt“, schmunzelt mein Gegenüber. Das brauche nur eine Gewöhnungsphase zeigt sich Stefan Marcial sicher.
Nun sucht das Start-up auch neue Geldgeber, damit noch intensiver an den Servicerobotern und deren Technik gearbeitet werden kann. Der Aufwand im Vertrieb um eine hohe Marktpräsenz sicherzustellen, seien hoch im Vergleich zu anderen Produkten, weil hier ein immenser Erklärungsbedarf besteht.

„Für mich ist klar, dass wir überall Roboter einsetzen können, um Menschen die wertvollen Tätigkeiten zu überlassen“, sagt der Geschäftsführer.  „Man muss das Arbeitsleben für die Mitarbeitenden spannend machen, aber das ist eine längerfristige Entwicklung, die sich aber sicher auszahlt, gerade auch um Fachkräfte zu halten.“

Serviceroboter sind die Zukunft des modernen Arbeitsplatzes. Sie unterstützen in einer Vielzahl von Aufgaben und Branchen, von der Industrie über den Einzelhandel bis hin zur Gastronomie und dem Gesundheitswesen. Sie sind das Mittel, um dem Personalmangel entgegenzuwirken und mehr Freiraum für Mitarbeiter zu schaffen, wichtige, wertvolle Aufgaben erledigen zu können, während gleichzeitig die Kosten gesenkt werden.

Stefan Marcial von seiner ganz privaten Seite

Familie ist für mich… der Halt im Leben.

Erfolg ist für mich… das Salz in der Suppe.

Geld ist für mich…nice to have.

Meine Lebensphilosophie: Immer weitermachen und nicht aufhören. Ich habe viele Höhen und Tiefen erlebt, aber man darf sich nicht in die Ecke stellen, sonst hat man verloren.

Meine Hobbys: reisen, malen, fotografieren und ich bin Technik-affin.

Mein Lieblingsessen: Fisch mediterran.

Ich lese gerade: „Quest“ von Andreas Eschbach. Ansonsten viel Fachliteratur und bei meinen Autofahrten höre ich seit vielen Jahren nur noch Hörbücher.

Meine Musikrichtung: Ich bin 68 Jahre alt, demnach in der Zeit des Hard-Rocks aufgewachsen und somit ganz klar Queen, Deep Purple und so weiter.

Text: Heike Scheiding / Fotos: privat

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