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Nachrichten aus Region meets Business

„Ich habe in kürzerer Zeit als gedacht mehr gelernt als gedacht“

Der 19-Jährige Filip Boskamp beendet mit einem weinenden und einem lachenden Auge sein FJN an der Hochschule Offenburg.

Zum Abschied durfte Filip Boskamp sogar einmal im Schluckspecht Urban Concept Platz nehmen. Die pepperMINT-Verantwortliche Miriam Bartels (links) und Mitarbeitende von Studierenden-Projekten freuten sich mit ihm.

Eigentlich wäre sein Freiwilliges Soziales Jahr in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit – kurz FJN –noch bis Ende August gegangen, doch nun verlässt Filip Boskamp die pepperMINT-Stiftung der Hochschule Offenburg bereits im Mai. Der Grund dafür: Ab 1. Juni absolviert der 19-Jährige ein achtwöchiges Praktikum beim Raumfahrtunternehmen ArianeGroup in Lampoldshausen. Das braucht er für sein zum Wintersemester 2026/27 beginnendes Luft- und Raumfahrttechnik-Studium in München.

Nach der erfolglosen Bewerbung zum vergangenen Wintersemester freut sich der Offenburger nun natürlich sehr, dass es mit dem Traumstudienplatz doch noch geklappt hat. Die Zeit bis dahin mit einem FJN zu überbrücken, war aus seiner Sicht das Beste was ihm passieren konnte und er hätte gern noch weiter gemacht. „Ich habe in kürzer Zeit als gedacht mehr gelernt als gedacht“, lautet Filip Boskamps Fazit. Bei der Organisation des Seminarkurs-Abschlusses, des Girls‘Days oder des pepperMINT-Wettbewerbs habe er erfahren wie viel Arbeit im Vorfeld und Bürokratie hinter solchen Aktionen steckt. Und auch auf den Umgang mit Pannen und Dingen außerhalb seines Kontrollbereichs sei er nun besser vorbereitet. „Denn auch wenn eigentlich immer etwas schief gegangen ist, am Ende wurde doch alles gut“, sagt der 19-Jährige und nennt als Beispiel wichtige Plakate für den trinationalen Schülerkongress, die einen Tag vor der Veranstaltung schließlich doch noch geliefert wurden. Gegen Ende seines FJNs habe er sogar an der Konzeption neuer pepperMINT-Angebote wie MINT-Schulstunden und eintägiger Crashkurse an der Hochschule zur Vorbereitung auf das Abitur mitwirken dürfen. Besonders gut haben Filip Boskamp auch die Praktika in den verschiedenen Laboren und Forschungsinstituten der Hochschule gefallen. „Zwei Dinge haben mich am meisten beeindruckt: Zum einen, was Studierende beim Schluckspecht auf die Beine stellen. Das Energieeffienzfahrzeug ist wirklich auf dem neusten Stand der Technik, die Karosserie und alles ist sehr modern. Zum zweiten die Forschung von Doktoranden zu Industrierobotern im Work-Life Robotics Institut der Hochschule“, sprudelt es aus ihm heraus. Und auch die sogenannten Seminartage, an denen er sich mit anderen FJNler*innen an verschiedenen Orten in ganz Deutschland treffen und sein Leben reflektieren konnte, waren eine echte Bereicherung für den 19-Jährigen. „Einerseits waren die angebotenen Ausflüge zum Beispiel in ein Planetarium, als wäre man noch einmal auf einer Klassenfahrt – nur jetzt mit allen Freiheiten eines Erwachsenen. Andererseits hat mir die Auseinandersetzung mit Themen wie ,Was sind eigentlich meine Ziele‘, ,Wie zahle ich meine Miete‘ oder auch einfach nur ,Wie koche ich‘ geholfen, tatsächlich erwachsen zu werden“, ist er überzeugt.

Dass er tatsächlich erwachsen ist, zeigt seine sehr konkrete Lebensplanung. „Ich werde mich jetzt voll darauf konzentrieren mein Bachelor-Studium Luft- und Raumfahrttechnik mit vertieftem Praxisunterricht beim Raumfahrtunternehmen OHB System AG in Oberpfaffenhofen besser als 2.0 abzuschließen, damit ich danach zum Master zugelassen werde“, verkündete Filip Boskamp bei seinem Abschied. Alle seine Hochschulkolleginnen und -kollegen drücken ihm die Daumen dafür.

pepperMINT-Stiftung

Die pepperMINT Stiftung ist eine Initiative der Hochschule Offenburg, die seit November 2023 den MINT-Nachwuchs fördert. Zusammen mit den Bildungs- und Stiftungspartnern organisiert pepperMINT Projekte, die junge Menschen neugierig auf Technik machen. Die Bewerbungsphase für das nächste FJN ab September läuft noch. Interessierte können ihre Unterlagen einfach per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. senden.

Text/Bild: Hochschule Offenburg

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