Zum Hauptinhalt springen
Nachrichten aus Region meets Business

Ein erfolgreiches Jahr des Übergangs

Wir sind keine Bank. Wir sind die Sparkasse

Das Jahr 2023 war für uns ein Jahr des Erfolges und der Veränderungen - in einem herausfordernden wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Umfeld, bilanziert Daniel Zeiler

v.l.n.r. Lars Hopp, Bernd Rigl, Daniel Zeiler

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

„Wir sind keine Bank. Wir sind die Sparkasse.“ Dieser Satz war ab Spätherbst überall im Geschäftsgebiet auf Plakaten zu lesen. Er wird auch im Jahr 2024 präsent sein. Warum? Er ist die zentrale Aussage unserer neuen Recruiting Kampagne, mit der die Sparkasse gezielt um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirbt. Fünf unserer 86 Auszubildenden haben sich dafür bereit erklärt, die Gesichter dieser Kampagne zu sein. Das Ergebnis spricht für sich: Authentisch, freundlich und sympathisch. Das Besondere:

Sie erzählen in eigenen Worten, was sie an der Sparkasse begeistert und was sie antreibt bei uns zu arbeiten. Einen Satz hört man bei allen immer wieder: „Bei der Sparkasse kann ich wirklich was bewegen! „Die Sparkasse gehört zu den größten und beliebtesten Arbeitgebern in der Region. Der Fach- und Arbeitskräftemangel ist aber auch für uns eine zentrale Zukunftsfrage. Deshalb haben wir 2023 unsere Arbeitgebermarke weiter ausgebaut, ein Quereinsteiger-Programm aufgelegt sowie Recruiting Kampagnen für Fachkräfte, Quereinsteiger und Nachwuchs entwickelt. Dass die bisherigen Bemühungen im Personalmanagement Früchte tragen, zeigen die Erfolge im Jahr 2023: Wir stellten 51 neue Fach- und Führungskräfte ein, übernahmen 19 Auszubildende in ein festes Arbeitsverhältnis und gewannen 39 neue Azubis und DH-Studierende. Insgesamt stieg die Anzahl der Beschäftigten von 956 im Vorjahr auf 964, die der Auszubildenden von 72 auf 86. Damit setzt sich der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fort.

Attraktiver Arbeitgeber – mit Auszeichnung

Für insgesamt knapp 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Sparkasse ein sicherer, verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber. Belegt ist dies auch durch externe Auszeichnungen: So wurde die Sparkasse im Dezember 2022 als besonders familienbewusster Arbeitgeber ausgezeichnet. Nach einem mehrstufigen Verfahren wurde sie durch das "audit berufundfamilie" zertifiziert. Die Auszeichnung erhalten Arbeitgeber, die sich in besonderer Weise um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben kümmern, es gilt für die Jahre 2023 bis 2025.Für unser Engagement im Bereich klimafreundliche Mobilität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir 2023 das „MobilSiegel – klimafreundlich zur Arbeit“ erhalten. Dahinter stecken gerne angenommene und immer mehr genutzte Angebote wie geförderte Jobräder, subventionierte Jobtickets oder die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten.

Drei statt vier Vorstände

Mit dem Ausscheiden von Erich Greil zum 30. Juni 2023 wurde das Vorstandsteam der Sparkasse von vier auf drei Mitglieder reduziert. Das neue Dreiergremium wird unter dem Vorsitz von Daniel Zeiler geführt. Neben der Gesamtbanksteuerung, dem Vertriebsmanagement, dem Bereich Personal und dem Vorstandsstab verantwortet er auch das wichtige Zukunftsthema Nachhaltigkeit.

„Für die Herausforderungen der Zukunft haben wir neue, schlankere Unternehmens-strukturen geschaffen. „Daniel Zeiler, Vorstandsvorsitzend

Bernd Rigl trägt unverändert die Verantwortung für das gesamte Firmenkundengeschäft der Sparkasse und hat zusätzlich das Geschäftsfeld Private Banking übernommen. Lars Hopp zeichnet für das stationäre und digitale Privatkundengeschäft sowie den Bereich Baufinanzierungen verantwortlich. Zugleich ist er zuständig für die Bereiche Marktfolge und IT. Zusätzlich haben wir die Aufbauorganisation der 3 neuen Ressorts verschlankt. Die Bündelung dieser Verantwortungsbereiche ermöglicht eine noch zielgerichtetere Ausrichtung aller Prozesse auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden.

Geschäftsentwicklung 2023

„Das erfolgreiche Jahr 2023 unterstreicht: Unsere Kundinnen und Kunden können sich in allen Geldfragen auf uns verlassen, „versichert Vorstandsvorsitzender Daniel Zeiler.

Bilanzsumme steigt auf 8,3 Mrd. Euro

Die Bilanzsumme der Sparkasse erhöhte sich im zurückliegenden Geschäftsjahr um 1,4 % bzw. 110 Mio. Euro auf 8.236 Mio. Euro (VJ: 8.126 Mio. Euro). Im deutschlandweiten Sparkassenranking liegen wir damit auf Platz 39 von 353, in Baden-Württemberg auf Platz 9 von 50.Betreutes Kundenvolumen zum ersten Mal über 15 Mrd. Euro. Die Sparkasse betreut inzwischen ein Kundenvolumen von über 15 Mrd. Euro. Das Kundenvolumen setzt sich aus Kundenkrediten, Kundeneinlagen und den außerbilanziellen Wertpapieranlagen von Kunden zusammen. Es wuchs 2023 um 2,5 % bzw. 366 Mio. Euro auf insgesamt 15.078 Mio. Euro (VJ: 14.712 Mio. Euro). Der Anstieg liegt vor allem an der positiven Entwicklung bei den Kundenwertpapieren.

Kreditgeschäft

Leicht rückläufiger Kreditbestand

Der Kreditbestand ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Er sank um 1,3 % bzw. 79 Mio. Euro auf insgesamt 5.931 Mio. Euro (VJ: 6.010 Mio. Euro). Im Vergleich dazu, lag das durchschnittliche Kreditwachstum in den fünf Jahren davor bei jeweils 5 % pro Jahr. Die Zinswende bei der Europäischen Zentralbank und die damit verbundenen deutlichen Zinssteigerungen sowie die anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind die wesentlichen Gründe für diese Entwicklung im Jahr 2023.

„Zukunftsvertrauen ist und bleibt unerlässlich für eine positive Entwicklung des Kreditgeschäfts. „so Bernd Rigl, stv. Vorstandsvorsitzende.

Zinsanstieg dämpft die Kreditnachfrage

Insgesamt wurden im Jahr 2023 mit privaten und gewerblichen Kunden neue Kreditverträge in Höhe von 975 Mio. Euro abgeschlossen (VJ: 1.472 Mio. Euro). Das entspricht einem Rückgang von 33,8 % bzw. 497 Mio. Euro. Insbesondere der deutliche Zinsanstieg hat damit seine Spuren hinterlassen. Aber auch die höhere Inflation, konjunkturelle Sorgen und die Herausforderungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft wirkten dämpfend auf die Kreditnachfrage.

Das Jahr 2023 war für uns ein Jahr des Erfolges und der Veränderungen - in einem herausfordernden wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Umfeld, bilanziert Daniel Zeiler Vorstandsvorsitzender

Weniger Baukredite

Der bundesweite Einbruch im Bausektor und die weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen am Immobilienmarkt sorgten im vergangenen Jahr auch bei der Sparkasse für einen Nachfra-gerückgang bei den Wohnbaudarlehen. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 282 Mio. Euro für neue Darlehen zum Kauf, Bau oder zur Modernisierung von Wohnimmobilien zugesagt (VJ: 492 Mio. Euro).

Neben den deutlichen Baukosten- und Zinssteigerungen, die die Finanzierung von Projekten verteuern, waren auch die gestiegenen Lebenshaltungskosten und die Unsicherheiten beim Thema Heizen ursächlich für die insgesamt schwache Kreditnachfrage. Gleichzeitig bleibt jedoch die Nachfrage nach Wohnraum unverändert hoch. Denn dem Einbruch beim Neubau steht eine weiterhin wachsende Bevölkerung gegenüber.

Starkes Wachstum im Förderkreditgeschäft.

Die Sparkasse verfügt über langjährige Expertise im Bereich der Förderkreditberatung und prüft bei jeder Finanzierungsberatung auch die Möglichkeiten staatlicher Unterstützung und Förderung. Entgegen dem allgemeinen Trend im Kreditgeschäft entwickelte sich die Förderkreditberatung sehr erfreulich. Im Jahr 2023 konnte die Sparkasse ihren Kunden öffentlich geförderte Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 210 Mio. Euro zur Verfügung stellen. Das sind 18,0 % bzw. 32 Mio. Euro mehr als im Jahr zuvor und zugleich das beste Vermittlungsergebnis außerhalb der Corona-Jahre 2020 und 2021. Auf den Bereich Umwelt und (erneuerbare) Energien entfielen dabei 115 Mio. Euro. Für die Förderung von Unternehmensgründungen wurden 46 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Mehr als zwei Drittel der Förderkredite flossen an gewerbliche Kunden und stärkten damit die regionale Wirtschaft. Die Sparkasse gehört seit Jahren zu den aktivsten und erfolgreichsten Instituten in Baden-Württemberg. Mit ihrem Vermittlungsvolumen belegte die Sparkasse im Jahr 2023 Rang 2 aller baden-württembergischen Sparkassen und betreut mittlerweile einen Förderkreditbestand von rund 1,1 Mrd. Euro.

Regionale Wirtschaft in guter Verfassung

Trotz geopolitischer Unsicherheiten und wirtschaftlicher Herausforderungen (Zinswende, Ukrainekrieg, Nahostkonflikt, Energiekrise, Inflation) zeigt sich die regionale Wirtschaft weiterhin in guter Verfassung. Es gibt derzeit keine Anzeichen für eine auffällige Insolvenzwelle. Der regionale Mittelstand verfügt im. Durchschnitt über eine ausreichende Eigenkapitalausstattung. Von Einzelfällen abgesehen, bewegt sich das Kreditausfallrisiko weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Unabhängig davon konnte die Sparkasse in den vergangenen Jahren ausreichend Risikovorsorge bilden, um ihren Kunden auch in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner sein zu können.

Einlagen- und Wertpapiergeschäft

Kunden schichten in verzinsliche Anlagen um

Der Bestand an Kundeneinlagen hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Zum Jahresende betreut die Sparkasse Einlagen ihrer Kunden in Höhe von 6.131 Mio. Euro (VJ: 6.132 Mio. Euro). Die Tages- und Festgeldanlagen haben im Jahresverlauf um rund 600 Mio. Euro zugenommen, während die unverzinslichen Sichteinlagen in ähnlichem Umfang zurückgingen. Die Kunden nutzen, somit verstärkt das verzinsliche Produktangebot der Sparkasse und reduzieren wieder die Bestände an unverzinslichen Einlagen auf den Girokonten. Die Sparkasse zählte zu den ersten Kreditinstituten in der Region, die nach der Zinswende wieder verzinsliche Anlagemöglichkeiten in ihr Angebot aufgenommen haben. Die Angebotspalette wird ständig erweitert und an die Marktentwicklungen angepasst. Denn die Kundeneinlagen sind für die Sparkasse von großer Bedeutung. Sie bilden die Grundlage für das umfangreiche Kreditgeschäft der Sparkasse und fließen in Form von Krediten wieder zurück in die Region. Dafür steht das Geschäftsmodell der Sparkasse seit rund 200 Jahren.

Nachfrage nach Wertpapieranlagen hat deutlich zugenommen

Anlagevolumen zum ersten Mal über 3 Mrd. Euro

Wertpapiere sind ein wesentlicher Bestandteil einer ausgewogenen und langfristigen Anlagestrategie und finden deshalb in der Anlageberatung der Sparkasse Berücksichtigung. Vor dem Hintergrund gestiegener Zinsen und hoher Inflationsraten haben sich im vergangenen Jahr deutlich mehr Kunden für eine Wertpapieranlage entschieden als in den Jahren davor. Der Gesamtbestand an Kundenwertpapieren stieg um 17,4 % bzw. 446 Mio. Euro auf über 3.016 Mio. Euro und hat damit zum ersten Mal die 3-Milliarden-Marke überschritten. Die reine Vermögensbildung in Wertpapieren hat noch deutlicher zugelegt. Der Nettoabsatz (Käufe minus Verkäufe) stieg um 77,9 % bzw.115 Mio. Euro auf 263 Mio. Euro. Der Wertpapierumsatz lag bei 1,1 Mrd. Euro (+ 65,5 %).

„Als Sparkasse können wir in der Breite wirksam werden - durch Orientierung und Expertise. Vor allem aber mit der passenden Finanzierung. „erklärt Bernd Rigl, stv. Vorstandsvorsitzende.

Erfolgsrechnung

Zinswende stärkt regionales Geschäftsmodell der Sparkasse

Die Zinswende der Europäischen Zentralbank und die damit verbundene spürbare Anhebung des Zinsniveaus stärkt das traditionelle Geschäftsmodell der Sparkasse. Auch der Zinsüberschuss, die traditionell wichtigste Ertragsquelle der Sparkasse, konnte sich dadurch im vergangenen Jahr weiter erholen und lag in der Summe bei 170 Mio. Euro (VJ: 118 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss und die sonstigen Erträge blieben im Vergleich zum Vorjahr mit 56 Mio. Euro stabil. Auf der Aufwandsseite sind sowohl die Personal- als auch die Sachaufwendungen gestiegen. Vor dem Hintergrund tariflicher Gehaltserhöhungen und einer hohen Inflation war diese Entwicklung zu erwarten. Der Personalaufwand belief sich auf 65 Mio. Euro (VJ: 60 Mio. Euro) und der Sachaufwand auf 39 Mio. Euro (VJ:37 Mio. Euro).

„Die Zinsen sind zurück und damit auch unser bewährtes Geschäftsmodell: Wir sammeln Geld in der Region ein und geben es als Kredite wieder raus. „Daniel Zeiler Vorstandsvorsitzender.

Operatives Ergebnis und Wirtschaftlichkeit

Unter Berücksichtigung der Erträge und Aufwendungen kann ein operatives Ergebnis vor Bewertungsmaßnahmen in Höhe von 123 Mio. Euro ausgewiesen werden (VJ: 77 Mio. Euro). In Relation zur Durchschnittsbilanzsumme liegt dieses Ergebnis bei 1,51 % (VJ: 0,95 %). Die Cost-Income-Ratio lag 2023 bei 45,0 % und damit noch einmal deutlich unter dem Vorjahreswert (54,9 %). Um einen Euro zu verdienen, muss die Sparkasse somit nur 45 Cent aufwenden. Dieser sehr gute Wert dokumentiert die hohe Wirtschaftlichkeit der Sparkasse. 

Bewertungsergebnis Wertpapier und Kredit

Nach gesunkenen Kurswerten bei den eigenen Wertpapieren aufgrund der starken Zinssteigerungen im Jahr 2022, konnten 2023 erwartungsgemäß wieder Wertzuschreibungen vorgenommen werden. Im Kundenkreditgeschäft zeigte sich entgegen den Vorjahren eine höhere Wertberichtigung. Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmendaten ist keine außergewöhnliche Entwicklung zu erkennen. Das Einschätzen und Tragen von Kreditrisiken gehört seit jeher zu den Aufgaben einer Sparkasse.

Gewinnabhängige Steuern und Jahresüberschuss steigen

Nach Berücksichtigung sämtlicher Bewertungs- und Vorsorgemaßnahmen wird die Sparkasse gewinnabhängige Steuern in Höhe von 27 Mio. Euro abführen (VJ: 10 Mio. Euro). Rund 13 Mio. Euro entfallen davon auf die regionale Gewerbesteuer und kommen somit den Kommunen im Geschäftsgebiet zugute. Nach Abzug der Steuern weist die Sparkasse einen Jahresüberschuss von 8 Mio. Euro aus (VJ: 5 Mio. Euro).

„13 Millionen Euro Gewerbesteuer fließen in die Kassen unserer Kommunen: Wir wirtschaften zum Wohle der Region! „Daniel Zeiler, Vorstandsvorsitzender

Bilanzielle Eigenmittel der Sparkasse weiter gestärkt

Die Sparkasse verfügt nach Zuführung zu den Reserven und des Jahresüberschusses (+ 51 Mio. Euro) über bilanzielle Eigenmittel in Höhe von 772 Mio. Euro. Die Gesamtkapitalquote beläuft sich auf 19,0 % (VJ: 18,0 %). Die kontinuierliche Stärkung der Eigenmittel ist zwingend notwendig, um weiterhin den Kreditbedarf der Region – auch bei steigenden Risiken – vollumfänglich bedienen zu können. Gleichzeitig rüstet sich die Sparkasse damit für die stetig steigenden Anforderungen der Aufsicht an die Eigenmittelausstattung (Basel IV). Die Sparkasse konnte aufgrund ihrer guten Eigenkapitalausstattung allen vertretbaren Kreditwünschen ihrer Kunden uneingeschränkt nachkommen und bleibt auch zukünftig ein verlässlicher und leistungsstarker Finanzpartner für die Menschen und Unternehmen in der Region.

Leistungsbilanz 2023

Gesellschaftliches Engagement der Sparkasse

Wir fördern die Gemeinschaft

Jeden Tag eine gute Tat! Weil uns das nicht genügt, haben wir 2023 an jedem Werktag im Schnitt vier gute Taten für die Entwicklung der Region und das Wohl der Menschen vor Ort vollbracht. Mit insgesamt 1.025 Einzelmaßnahmen im Jahr 2023 förderte die Sparkasse gezielt Projekte aus Kultur, Sport, Wissenschaft und Sozialem. Insgesamt wurden mit 1,9 Mio. Euro (VJ: 1,7 Mio. Euro) viele gemeinnützige Einrichtungen, Institutionen und Vereine im Geschäftsgebiet der Sparkasse unterstützt. Dieser Einsatz ist ein wichtiger Teil des über zwei Jahrhunderte gewachsenen Geschäftsmodells und Ausdruck des öffentlichen Auftrags der Sparkasse.

„Unser gesellschaftliches Engagement ist ein wichtiger Teil des über zwei Jahrhunderte gewachsenen Geschäftsmodells der Sparkasse. „Daniel Zeiler, Vorstandsvorsitzender

Förderung des demokratischen Miteinanders

Die Sparkasse steht nicht nur für die wirtschaftliche, sondern auch für die gesellschaftliche Stabilität unserer Region. Wir stehen für eine vielfältige, tolerante und weltoffene Gesellschaft –schließlich ist die Grundidee der Sparkassen, allen Menschen die Teilhabe am wirtschaftlichen und damit sozialen Leben zu ermöglichen, sie einzubinden und in ihren Möglichkeiten zu stärken. Mit dieser Grundidee stehen wir fest auf dem Boden des Grundgesetzes und vertreten eine aufgeklärte, freiheitliche Werteordnung.

Deshalb betonen wir: Demokratie und Menschenrechte sind nicht diskutierbar! Unser gesellschaftliches Engagement als Sparkasse steht auf diesem Fundament. Das bedeutet, dass wir auch Initiativen und Vereine fördern, die sich für politische Bildung gegen Rechtsextremismus einsetzen. Im Juli vergangenen Jahres unterstützten wir den „Schulaktionstag gegen Rechtsextremismus – für Vielfalt und Demokratie der Staudinger Gesamtschule“ mit einem Betrag von 2.000 Euro. Im Oktober überreichten wir im Namen der zur Sparkasse gehörenden Dr. Rolf-Böhme-Stiftung 20.000 Euro an den Förderverein für das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus in Freiburg. Im Januar 2024 spendeten wir 5.000 Euro an die Landeszentrale für politische Bildung.

#inFreiburgzuhause / Kulturförderung der Sparkasse

Über 15.000 Menschen folgten im vorigen Jahr den insgesamt 26 Live-Übertragungen von #inFreiburgzuhause, der Kulturförder- und Livestream-Plattform der Sparkasse. 37.000 Euro an Sponsoringbeträgen von #inFreiburgzuhause flossen 2023 damit in Kulturprojekte. Die Sendungen wurden bis heute von knapp 200.000 (erfassten) Endgeräten gestreamt.

Nachhaltigkeit zentraler Bestandteil der Geschäftsstrategie

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Sparkasse ihr Engagement für Nachhaltigkeit weiter verstärkt. Als regional orientiertes und öffentlich-rechtliches Kreditinstitut verfügt die Sparkasse über einen großen Hebel, um gesellschaftliche Veränderungen mitzugestalten. Es geht jetzt darum, alle auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen und die nötigen Investitionen zu finanzieren. Die Sparkasse begleitet ihre Kundinnen und Kunden auf dem Weg Richtung Nachhaltigkeit. Dafür wurde Expertise auch im Bereich Beratung nochmals ausgebaut. 2023 wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Begleitung von nachhaltigen Transformationsprozessen unserer gewerblichen Kundinnen und Kunden geschult. Die Beratungsqualität beim Thema Nachhaltigkeit wurde dabei auch extern durch das Institut für Vermögensaufbau zertifiziert. Der 2023 absolvierte KEFF-Check der regionalen Kompetenz-stelle Ressourceneffizienz des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg bestätigt offiziell, dass wir unsere Maßnahmen zu einer nachhaltigen Geschäfts-ausrichtung weiterentwickeln. Fortschritte gibt es auch im Bereich betrieblicher Mobilität und Energieversorgung: Immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigen auf Jobrad und/oder Jobticket um. Mobiles Arbeiten wird ausgeweitet und Dienstreisen zunehmend per Zug absolviert. Durch Umstellung der Fahrzeugflotte auf E-Mobile und Plug-in-Hybride konnten die CO2-Emissionen um 46 Tonnen gesenkt werden. Der gesamte Stromverbrauch der Sparkasse beträgt jährlich 2.460.000 kWh, dieser stammt zu 100 % aus regenerativen Quellen (Ökostrom) – und wir produzieren selbst immer mehr grünen Strom für den Eigenbedarf: Die PV-Anlage auf dem Dach des Emmendinger FinanzZentrums produzierte 2023 37.000 kWh, sie wird im Zuge des für 2024 geplanten Umbaus

des FinanzZentrums nochmals erweitert. Die PV-Anlage auf dem Gebäude Quartier Unterlinden in Freiburg kommt auf jährlich 26.000 kWh, auch diese Anlage soll dieses Jahr nochmals erweitert werden.

„Die Nachhaltigkeitsprobleme werden sich weiter zuspitzen, wenn wir sie nicht lösen! Wir als Sparkasse können das Thema Nachhaltigkeit in die Mitte der Gesellschaft tragen.“ Daniel Zeiler, Vorstandsvorsitzender

Sparkassen-Beteiligungsgesellschaft

Sparkassen-Beteiligungsgesellschaft mit gutem Ergebnis

Die Sparkassen-Beteiligungsgesellschaft (SBG) ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Sparkasse und stellt mittelständischen Unternehmen Beteiligungskapital zur Verfügung. Zum Jahresende 2023 hält die SBG 47 Beteiligungen an insgesamt 34 mittelständischen Unternehmensgruppen, die rund 3.300 Arbeitsplätze in unserer Region anbieten. Das Jahr 2023 war für die SBG sowie für ihre Beteiligungsnehmer aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Einflüsse herausfordernd. Die SBG 2023 erzielte ein positives Jahresergebnis in Höhe von 0,4 Mio. Euro. Um das weitere Wachstum der SBG zu unterstützen, wurde das von der Sparkasse bereits zur Verfügung gestellte Eigenkapital im Jahr 2023 von 2,5 auf 5 Mio. Euro verdoppelt. Damit soll unter anderem das Geschäftsfeld Start-Up-Beteiligungen gestärkt werden. Die Sparkasse leistet somit über ihre Tochter SBG einen wichtigen Beitrag für die sich immer dynamischer entwickelnde Start-Up-Szene der Region. Dieses Geschäftsfeld ergänzt die weiteren Beteiligungsphasen Wachstum und Nachfolgeregelung innerhalb der SBG.

Von links: Bernd Rigl (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender), Daniel Zeiler (Vorstandsvorsitzender) und Lars Hopp (Vorstand).

Immer nah am Menschen

Nahbar und vor Ort

Wir sind da für Menschen und Unternehmen in der Region. Deshalb hat die Sparkasse von allen Finanzinstituten die höchste Vor-Ort-Präsenz in ihrem Geschäftsgebiet. Mit über 200.000 Privatkundinnen und -kunden sowie nahezu 20.000 gewerblichen Kunden ist die Sparkasse das größte selbstständige Kreditinstitut in der Region. Drei FinanzZentren in Freiburg, in Emmendingen und in Waldkirch sowie 25 weitere Geschäftsstellen sorgen für eine flächendeckende Versorgung mit Finanzdienstleistungen und -beratung, ergänzt durch 30 SB-Standorte.

Die Bargeldversorgung in der Fläche gewährleisten

Unsere Strategie, ein dichtes Netz an Geldautomaten und Filialen zu unterhalten, entspricht den Bedürfnissen der Menschen in unserer Region. Insgesamt stehen im Geschäftsgebiet 97 Geldausgabe- bzw. Ein-/Auszahlungsautomaten zur Verfügung. Hinzu kommen 51 Multifunktionsterminals zur Selbstbedienung. Dort können beispielsweise Überweisungen eingescannt, Termine vereinbart, Adressdaten geändert oder Daueraufträge und Lastschriften bearbeitet werden. Weil diese Funktionen immer mehr genutzt werden, wird der Bestand in den nächsten Monaten weiter aufgestockt. Untermauert wird unser hoher Serviceanspruch auch durch eine aktuelle Studie, die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband zusammen mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt hat. Die Studienergebnisse zeigen, dass es vor allem die Sparkassen mit ihren Geldautomatenstandorten sind, die eine ausreichende Bargeldversorgung in allen Regionen Deutschlands gewährleisten. Konkret für unsere Region hat die Studie ergeben, dass der nächste Geldautomat im Durchschnitt für

unsere Kundinnen und Kunden innerhalb von 3-4 Minuten zu erreichen ist. Dies unterstreicht die wichtige Rolle der Sparkasse für die Bargeldversorgung in der Region.

Die Sparkasse der Zukunft:

Da sein, wo die Menschen uns brauchen! Kundenbedürfnisse werden digitaler. Viele Bankgeschäfte erledigen die Menschen heute online oder an den Sparkassen-Automaten. Gleichzeitig wird die Sparkasse jedoch flächendeckend mit persönlicher Beratung im Geschäftsgebiet präsent bleiben. Die Sparkassenfiliale der Zukunft ist keine Bankschalterhalle mehr, sondern ein Ort der Begegnung mit Räumen für individuelle Beratungen und ausgestattet mit modernster Digitaltechnik, damit sich Menschen vernetzen können. Hier verbindet die Sparkasse die regionale Welt mit der digitalen. Umgebaut und neu gestaltet wurden bislang das FinanzZentrum Freiburg sowie die BeratungsCenter Elzach, Haslach, Zähringen, Littenweiler, Merzhausen. Der Umbau des FinanzZentrum Emmendingen startet im Herbst 2024 mit einem innovativen und nachhaltigen Gebäudekonzept. Das FinanzZentrum wird dafür komplett entkernt, energetisch von Grund auf neu aufgebaut und auf einen zukunftsfähigen Stand gebracht. Das FinanzZentrum Waldkirch folgt voraussichtlich im Jahr 2025. Im BeratungsCenter Endingen ist der erste Bauabschnitt bereits abgeschlossen, bis 2025 soll der Umbau über die Bühne gegangen sein. In Freiburg bauen wir derzeit die Kassenhalle im FinanzZentrum in der Kaiser-Joseph-Straße um, die Eröffnung ist im April geplant. In der neu gestalteten Kassenhalle wird zukünftig die Information und Beratung zum Thema Edelmetall stärker in den Fokus rücken. Begleitend wird es eine eigens für uns konzipierte Ausstellung „Faszination Gold“ geben.

„Filialen sind kein Auslaufmodell, sondern vielmehr ein zentraler Baustein der Sparkasse der Zukunft. Unser neues Filialkonzept steht für noch mehr Kundennähe und Kundenbindung. Lars Hopp, Vorstand

Digitalisierung und Filialgeschäft sind eng verzahnt

Die Digitalisierung der Bankgeschäfte schreitet auch bei unserer Sparkasse erfolgreich voran. Unser Ziel: Die Menschen sollen jeden Tag wählen können, auf welchem Weg sie mit der Sparkasse in Kontakt treten. Wir sind für die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden da, vor Ort ebenso wie in der Internet-Filiale oder auf unseren mobilen Dienstleistungsangeboten. Die überwiegende Mehrheit der Menschen wünscht sich persönliche Beratung und einen Ausbau des digitalen Angebots. Das Zeigen auch die Zahlen: Das Onlinebanking hat sich daher zum stärksten frequentierten Kontaktpunkt entwickelt. Die Nutzungszahlen steigen seit Jahren an: Die Internetfiliale der Sparkasse wurde 2023 fast 9 Mio. Mal besucht. Zunahmen gibt es auch bei Zahlungen per Kreditkarte um fast 300.000 Transaktionen auf knapp 2,5 Mio. und per Girocard von 16,7 auf 19,5 Mio. Transaktionen.

„Unsere Kundinnen und Kunden entscheiden, wie und wann sie mit uns in Kontakt treten wollen. Ob persönlich, per Telefon oder über das Internet.“ Lars Hopp, Vorstand

Sparkassen-App immer beliebter

Auch die Nutzungszahlen der mehrfach ausgezeichneten Sparkassen-App stiegen erneut an. Mittlerweile wird sie von rund 74.000 Kundinnen und Kunden genutzt. 10.000 mehr als im Jahr zuvor. Die Sparkasse-App ist sicher, komfortabel und gleichzeitig einfach zu bedienen. Das überzeugt nicht nur die Nutzerinnen und Nutzer: Sie ist von der Wirtschaftszeitschrift Capital im Sommer 2023 zum wiederholten Mal als beste Finanz-App ausgezeichnet worden. Auch im chip-Magazin errang sie den Testsieg. Bereits in den vergangenen Jahren konnte die Sparkassen-App in einem von der Stiftung-Warentest durchgeführten Test überzeugen.

Bargeldlose Geschäftsstellen

Bargeld bleibt den Menschen wichtig, verliert aber weiter an Bedeutung. Knapp vier Millionen Auszahlungen an Geldautomaten stehen rund 175.000 Auszahlungen am Schalter gegenüber. Ein klarer Trend. In zwei Geschäftsstellen wurde daher das Konzept der bargeldlosen Geschäftsstelle umgesetzt: In Gundelfingen gibt es Bargeld seit zwei Jahren ausschließlich an den Geldausgabeautomaten, in der Geschäftsstelle in der Wiehre seit Januar 2024. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort können sich verstärkt der Beratung widmen.

Ausgezeichnete Beratung bei der Sparkasse

Die Sparkasse konnte sich erneut über mehrere begehrte Auszeichnungen für die sehr gute Service- und Beratungsqualität freuen. Die aktuellen Auszeichnungen und Platzierungen im Detail:

  • Platz 1: Focus Money City Contest 2023 in der Baufinanzierungsberatung (Emmendingen) mit der Note 1,72
  • Platz 1: Beste Bank vor Ort 2023 in der Privatkundenbetreuung (Freiburg) mit der Note 1,51
  • Platz 1: Beste Bank vor Ort 2023 in der Baufinanzierungsberatung (Freiburg) mit der Note 1,48
  • ESG-Zertifikat 2023 des Instituts für Vermögensaufbau für nachhaltige Vermögensverwaltung.

Seit vielen Jahren ist es das Ziel der Sparkasse, die hohe Qualität der Service- und Beratungsleistungen zu sichern und weiter zu verbessern. Die persönliche und individuelle Kundenansprache, eine qualifizierte, ganzheitliche Beratung und eine hohe Kompetenz in den digitalen und telefonischen Kontaktwegen sind dabei die zentralen Erfolgsfaktoren.

Fazit 2023: Ein erfolgreiches Jahr des Übergangs

„Das Jahr 2023 war für uns ein Jahr des Erfolgs und der Veränderungen – in einem herausfordernden wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Umfeld“, bilanziert Zeiler. Es war geprägt von Zinswende, geopolitischen Krisen und dem Klimawandel. Hinzu kamen: Die höchste Inflation seit den 1950er-Jahren, Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung sowie der Fachkräftemangel.

In diesem spannungsreichen Umfeld konnten wir ein erfolgreiches Geschäftsergebnis erzielen und unser Eigenkapital weiter stärken. „Wir können Reserven bilden und haben damit die Voraussetzung geschaffen, um auch in wirtschaftlich schwierigen Jahren unseren öffentlichen Auftrag, insbesondere die Versorgung des privaten und gewerblichen Mittelestands mit Krediten, zu erfüllen“, so Zeiler.

Für die Gemeinschaft in der Region haben wir zudem durch unser gesellschaftliches Engagement 1,9 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Und auch unseren Trägerkommunen kommt der Erfolg zugute, denn insgesamt zahlt die Sparkasse für 2023 rund 13 Mio. Euro an Gewerbesteuern in kommunale Kassen ein. Daneben passen wir unsere internen Strukturen in erheblichem Umfang an die Herausforderungen der Zukunft an. Deshalb gilt unser besonderer Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Auszubildenden. Sie prägen das Erscheinungsbild und damit die Wahrnehmung unserer Sparkasse Tag für Tag. Sowohl im direkten Kundenkontakt aber auch in den Stabs-, Betriebs- und Produktionsbereichen.

Das Jahr 2024 wird weiter anspruchsvoll bleiben. Wir rechnen mit einem auskömmlichen Geschäftsergebnis und einer weiteren moderaten Risikovorsorge.

Auch interessant:

Anzeige

Anzeige