Alte Wache Freiburg – Geschäftsjahr 2022
Umsatzrekord im Jubiläumsjahr – höhere Kosten beeinflussen jedoch das Ergebnis
Zufrieden und dennoch beunruhigt blickt Geschäftsführerin Alixe Winter auf das Geschäftsjahr 2022. Im 25. Jahr seit Gründung der Alten Wache Freiburg – Haus der badischen Weine GmbH konnte sie gemeinsam mit ihrem Team mit 2,2 Millionen Euro den bisher höchsten Umsatz erwirtschaften.

Dagegen stehen jedoch gestiegene Kosten für Personal, ein größerer Personalbedarf, hohe Energiepreise sowie die Folgekosten des aufwendigen Umbaus. „Wir haben hohe Investitionen in den Umbau der Alten Wache und die Entwicklung der Marke getätigt, das war ein Risiko – insbesondere, weil mit der Neueröffnung die zweijährigen Einschränkungen durch Corona begannen. Aber die Entscheidung war absolut richtig und zukunftssichernd“, ist Alixe Winter überzeugt. Und die gute positive Umsatzentwicklung gibt ihr recht. „Ich bin mit dem Jahresergebnis zufrieden. Es hat trotz aller Schwierigkeiten unsere Erwartungen übertroffen, wenngleich die Kostenentwicklungen in vielen Bereichen eine besondere Herausforderung ist.“
Das Jahr 2022 begann unter coronabedingten Auflagen, die auch in der Alten Wache dazu führten, dass Kurzarbeit angemeldet werden musste und in den ersten Monaten des Jahres der Geschäftsbetrieb nur eingeschränkt möglich war. Darüber hinaus waren die Eventplanungen zum Jahresanfang noch mit vielen Fragezeichen versehen.
Ab April sorgten die stabil warmen Wetterverhältnisse sowie der Nachholbedarf der Menschen nach den langen Beschränkungen für einen sehr erfolgreichen Start der Saison. Der Sommer brachte dem wieder stattfindenden Freiburger Weinfest und der Alten Wache einen Besucherrekord. Dem schloss sich der Freiburger Weinsommer mit einem ebenfalls erfreulichen Ergebnis an. Vom sehr warmen Sommer 2022 profitierte vor allem der Absatz der hauseigenen „Kalten Sofie“. Nicht nur in der Alten Wache, auch bei Festivals und erstmalig in Basel sorgten Liebhaber:innen des Kaltgetränkes für einen Spitzenabsatz.

Alixe Winter
Zwei neu eingeführte weinfachliche Eventformate fanden auf Anhieb großen Anklang beim Publikum: Die „Wein-Duelle“ in der Vinothek waren regelmäßig ausgebucht. Die „Brot-Wein-Zeit“-Abende in Kooperation mit der BZ-Card und der Bäckerei Dick (Denzlingen) waren ebenfalls ein großer Erfolg.
Beim Ergebnis des Weihnachtsmarktes knüpfte die Alte Wache an die Jahre 2018 und 2019 an und erreichte somit die Zahlen der Jahre vor Corona. Erfreulich stabil blieb der Flaschenverkauf der „Winter Marie“, dem Heißgetränk der Alten Wache. Im „Coronawinter“ 2021 verdoppelte sich der Flaschenverkauf auf rund 10.000 Flaschen. 2022 waren es trotz dem offenen Ausschank auf dem Weihnachtsmarkt mit etwas über 8.000 verkauften Flaschen nur 16 Prozent weniger als im bisher stärksten Jahr 2021.
Mit Blick auf das Jahr 2023 ist Alixe Winter mit der bisherigen Entwicklung zufrieden. Als eine der großen Herausforderungen sieht sie – wie viele andere Unternehmen auch – den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Der Betrieb der Alten Wache ist ein personalintensiver Bereich. Umso dankbarer ist sie ihrem Team – einige Mitarbeitende sind schon seit vielen Jahren dabei –, das mit großem Engagement und Know-how alle Aufgaben stemmt.
„Die Alte Wache steht als Institution für badischen Wein in Freiburg und wir sind dankbar für die zahlreichen zufriedenen und treuen Kundinnen und Kunden. Unsere Qualität bei Weinen, Service und Beratung zu halten ist für uns Anspruch und Aufgabe zugleich. Wir sind stolz auf das Erreichte, hüten uns aber stets davor, uns auf unserem Erfolg auszuruhen.“


