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Nachrichten aus Region meets Business

Alpirsbacher rüstet sich für die Zukunft

10 Millionen Euro in neue Mehrweg-Abfüllanlage investiert Nachhaltigkeit der Brauerei deutlich gestärkt

Alpirsbach, 5. März 2024. Mit der Investition von 10 Millionen Euro in eine neue Mehrwegflaschen- und Fassabfüllung setzt Alpirsbacher Klosterbräu seinen Weg zu einer energieautarken und CO2-neutralen Brauerei fort. Insgesamt werden mit den neuen Anlagen 13 Prozent Energie und damit 610 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Außerdem reduziert sich der Wasserverbrauch der Brauerei um 18 Prozent.

Beim Richtfest am 1. März (v.l.n.r.): Markus Schlör, Carl Glauner, Ralf Heinzelmann, Sebastian Kummer, David Maier, Jürgen Isemann, Florian Diesler, Moritz Glauner und Berthold Bader

Bereits seit November 2023 sind die Bauarbeiten für die neue Abfüllhalle in Alpirsbach voll im Gange. Dabei wird die bestehende Lagerhalle mit einer Holzkonstruktion aufgestockt, der jetzige Flaschenkeller soll später für die Logistik genutzt werden. Ende Januar hob ein Kran die 18 Meter langen Holzaufleger aufs Dach der Lagerhalle, Zimmerleute setzten sie zusammen und verschraubten sie. Im Februar wurde die Fassade fertiggestellt, am 1. März war Richtfest.

„Wir haben uns wegen der Nachhaltigkeit und des Gewichts für den Werkstoff Holz und nicht für Beton entschieden“, sagt Moritz Glauner, Leiter Unternehmensstrategie und -entwicklung. Holz sei ein nachwachsender Rohstoff, der CO2 speichere und in der Region nahezu unbegrenzt verfügbar sei. „Wir reduzieren damit unseren ökologischen Fußabdruck und schonen die Umwelt“, so Glauner. Außerdem passe eine Halle aus heimischem Holz sehr gut zu einer Brauerei aus dem Schwarzwald.

Doch nicht nur durch den Baustoff Holz unterstreicht Alpirsbacher Klosterbräu den Nachhaltigkeitsgedanken. Künftig wird über das Hallendach ein großer Teil des Strombedarfs gewonnen. „Auf das komplette Dach der Halle installieren wir eine Photovoltaik-Anlage, mit der wir zehn Prozent unseres Stromverbrauchs erzeugen können. Damit setzen wir unseren Weg zu einer energieautarken und CO2-neutralen Brauerei fort“, erklärt Moritz Glauner.

Die Bauarbeiten für die Halle verlaufen voll im Zeitplan. Das ist auch dringend notwendig, denn die Anlieferung der neuen Füller und der neuen Flaschenwaschmaschine müssen schon jetzt genau terminiert sein, da die notwendigen Schwertransporte lange im Voraus beantragt werden müssen. In der zweiten Augustwoche beginnt der Einbau der Anlagen, Ende September soll die neue Mehrweg-Flaschenabfüllung starten, Anfang Oktober die Fassfüllung.

Durch die Investition in die neue Abfüllung wird die Nachhaltigkeit der Brauerei deutlich gestärkt: „Wir sparen 60 Prozent Wasser im Vergleich zum alten Flaschenkeller ein“, sagt Berthold Bader, technischer Betriebsleiter der Alpirsbacher Klosterbräu. „Bezogen auf unseren gesamten Wasserverbrauch sind das knapp 15 Prozent. Mit der Einsparung aus der KEG-Fass-Linie sind wir sogar bei insgesamt 18 Prozent weniger Wasserverbrauch als bisher.“ Bader geht außerdem von Energieeinsparungen von 13 Prozent aus. „Insgesamt sparen wir mit beiden Abfüll-Linien 610 Tonnen CO2 pro Jahr ein.“

Weitere Vorteile der neuen Anlagen: Es werden weniger Reinigungsmittel verbraucht und sie können mit weniger Personal betrieben werden. „Auch der Sortenwechsel beim Füllen wird deutlich schneller gehen“, sagt Bader.

Mit der Investition steigert Alpirsbacher Klosterbräu die Energieeffizienz deutlich und unterstreicht die Nachhaltigkeitsstrategie. Inhaber und Geschäftsführer Carl Glauner: „Bereits 2023 haben wir mit der Inbetriebnahme unserer Vorklärung einen großen Schritt gemacht und produzieren über die verbundene Biogasanlage 800.000 Kilowattstunden Grünstrom. Die neue Abfüllung ist ein weiterer großer Meilenstein in der Gesamtstrategie.“

Über Alpirsbacher Klosterbräu

Die Alpirsbacher Klosterbrauerei wird in vierter Generation von Carl Glauner geleitet. Er ist der Urenkel des Brauerei-Gründers Johann Gottfried Glauner, der 1877 das Unternehmen kaufte und damit die Benediktiner-Klosterbrauerei aus dem elften Jahrhundert reaktivierte. 1880 ging die Firma an Carl Albert Glauner über. 1906 erfolgte die Umfirmierung in Alpirsbacher Klosterbräu. Geschäftsführer sind der Inhaber Carl Glauner und Markus Schlör. Das Unternehmen im oberen Kinzigtal beschäftigt rund 135 Mitarbeiter.

Alpirsbacher Biere werden regelmäßig bei den internationalen Bierwettbewerben World Beer Award und European Beer Star ausgezeichnet. Das Familienunternehmen ist Mitglied beim Verbund „Die Freien Brauer“. Die Alpirsbacher Klosterbrauerei Glauner GmbH wurde 2019 von der baden-württembergischen Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut mit der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

 

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