Nachrichten aus Baden schmeckt

Regionaler Genuss beim Naturpark-Brunch

Wertschätzung für heimische Lebensmittel

Rührei, Gemüseburger und -waffeln, Fleisch-, Wurst- und Käsespezialitäten, Hefezopf und Beerenquark – das regionale Büfett mit Produkten direkt vom Hof oder von Erzeugerinnen und Erzeugern aus der Region ist für die Gäste des Naturpark-Brunchs am Sonntag (7. August) ein besonderes kulinarisches Erlebnis gewesen. Neun Höfe im nördlichen und mittleren Schwarzwald machten beim Brunch auf dem Bauernhof vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord mit.

Beim NaturparkBrunch auf dem Biolandhof Reiser in Straubenhardt bot Familie Reiser bei einem gemütlichen Miteinander, Livemusik und dem Geruch von getrocknetem Heu eine große Vielfalt an regionalen Leckerbissen an.

Gundi Woll/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Dabei war auch der Biolandhof der Familie Reiser in Straubenhardt (Enzkreis). Der Hof ist seit 1991 Demonstrationsbetrieb im ökologischen Landbau. Für seine Tierhaltung erhielt der Biolandhof den Tierschutzpreis Baden-Württemberg. Schon beim ersten Naturpark-Brunch 2008 nahm Familie Reiser mit einem vielfältigen Büfett und Rahmenprogramm teil. „Von der Region für die Region“ ist das Motto beim Brunch auf dem Bauernhof. „Denn indem wir regionale und saisonale Lebensmittel kaufen, unterstützen wir unsere Landwirtinnen und Landwirte und erhalten die heimische Kulturlandschaft“, erklärt der Vorsitzende des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord und Landrat des Landkreises Rastatt, Dr. Christian Dusch, beim Brunch auf dem Biolandhof Reiser. Neben dem reichhaltigen Brunch-Büfett führten die Landwirtinnen und Landwirte die Gäste über ihre Höfe. Dabei erklärten sie, wie sie Landwirtschaft betreiben, wie sie ihre Tiere halten und regionale Produkte herstellen. Für Kinder gab es auf einigen Höfen einen Streichelzoo, Strohhüpfburgen, ein Bauernhof-Quiz, Ponyreiten, Bastel-Aktionen oder Traktor- und Kutschfahrten.

Lebensmittel direkt vom Hof oder aus der Region kommen beim Naturpark-Brunch auf den Teller. Für Kinder gab es auf dem Biolandhof Reiser in Straubenhardt außerdem eine Hüpfburg aus Heu, Fahrten im Traktoranhänger und Ponyreiten

Gundi Woll/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Wertschätzung regionaler Lebensmittel

Der Brunch auf dem Bauernhof soll Einheimische wie Gäste dafür sensibilisieren, wie wertvoll heimische Lebensmittel sind. „Dabei geht es darum, für bäuerliche Traditionen und faire Preise für heimische Produkte zu werben. Denn die bäuerlichen Strukturen prägen das Landschaftsbild im nördlichen und mittleren Schwarzwald“, sagt Karl-Heinz Dunker, Geschäftsführer des Naturparks. Beim Brunch auf dem Bauernhof bringt der Naturpark Erzeugerinnen und Erzeuger sowie Verbraucherinnen und Verbraucher zusammen. Die Veranstaltung findet seit 2008 zeitgleich in allen sieben Naturparken in Baden-Württemberg statt – immer am ersten Augustwochenende. „Es müssen nicht immer Bio-Produkte sein“, betont Horst Reiser, SeniorChef auf dem Biolandhof in Straubenhardt. „Es reicht, sich bewusst mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln zu ernähren.“ Ob das eine Frage des Geldbeutels ist? „Nein“, sagt Reiser. „Das ist keine Frage des Geldes. Die Frage ist, welchen Wert ich der Ernährung beimesse.“ Kurzum: Beim Brunch auf dem Bauernhof geht um Wertschätzung für die Arbeit, die Landwirtinnen und Landwirte leisten – für die Kulturlandschaft, eine nachhaltige Lebensweise und eine gesunde Ernährung.

Horst Reiser und seine Schwiegertochter Katharina sprechen beim Talk beim Naturpark-Brunch auf ihrem Hof in Straubenhardt mit Moderator Uwe Baumann über BioLebensmittel und ihre Leidenschaft für die Landwirtschaft

Gundi Woll/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Früh sensibilisieren Das Prinzip der Nachhaltigkeit kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Es besagt, dass nie mehr Bäume gefällt werden dürfen, als auch nachwachsen können. Der Landesforstpräsident von Baden-Württemberg, Martin Strittmatter, kennt sich insofern gut aus mit nachhaltigen Konzepten. Er weist darauf hin, dass Projekte zum Klimaschutz und im Bildungsbereich für die zukünftige Lebensgestaltung maßgeblich sind. „Mit dem Humusprojekt und den Bildungsprojekten etwa mit den NaturparkKindergärten und Naturpark-Schulen macht der Naturpark sehr gute  Angebote, um den Leuten das Thema Nachhaltigkeit und regionale Lebensmittel anschaulich näherzubringen“, sagt Strittmatter. Mit Blick in die Zukunft ergänzt der Landrat des Enzkreises, Bastian Rosenau: „Ich würde mir wünschen, dass es auch weiterhin so viele tolle und engagierte landwirtschaftliche Betriebe gibt wie den von Familie Reiser.“

Quelle: Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e.V

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