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Nachrichten aus Baden schmeckt

Der „Rappen“ am Münsterplatz: eine Kombination von Tradition und Moderne

Badische Klassiker und besondere Steak-Spezialitäten auf der Speisekarte

Toni Schlegel, ein Name in der Freiburger Gastronomie Szene und heute an dieser Stelle mit dem „Rappen“ am Münsterplatz vorgestellt. Mit der Schlegel Gastronomie führt er sieben Betriebe und als Volkswirt kann er bestens mit Zahlen jonglieren. 

Der „Rappen“ am Münsterplatz

Seit Jahren belebt er die Freiburger Gastronomie-Szene neu und das sehr erfolgreich. Seine Philosophie gilt für alle seine Unternehmen: „Ich sehe mich der Stadt Freiburg, ihren Einwohnern und den vielen Touristen aus aller Herren Länder verpflichtet und möchte mit meinem Team, dazu beitragen, dass sich Freiburger ebenso wie alle Gäste hier wohlfühlen.“

Der „Rappen“ auf der Nordseite des Münsterplatzes wurde rundum saniert und modernisiert und konnte Ende 2019 wieder eröffnet werden. Gemeinsam mit Betriebsleiterin Isabell Kesselheim und Küchenchef Ibi Kane knüpft es dabei an die früheren Glanzzeiten an und entwickelt sich schon längst zu einem Wohlfühlort für Freiburger und Touristen.

Das schicke Boutique-Hotel in den Stockwerken über dem Restaurant glänzt durch eine Ausstattung in stilsicherem Mix aus Elementen der 60er Jahre und modernem Design. Nächtigen und sich wohlfühlen kann man als Gast dabei in 16 Zimmern, darunter drei Suiten, sowie einem Ferienapartment mit sieben Betten - insgesamt stehen 40 bequemen Boxspringbetten zur Verfügung. Aus den Fenstern der Zimmer hat man einen wunderbaren Blick auf das bunte Treiben des Münsterplatzes und das Münster selbst. Dieser obere Teil des Gebäudes wurde dazu komplett entkernt und in das schicke Boutique-Hotel verwandelt. Die Tapeten, Möbel, Sessel habe er selbst ausgesucht, berichtet Toni Schlegel. Die Zimmer sollten dabei chic und klassisch-modern gehalten werden, was überaus gelungen ist.

Der „Rappen“ am Münsterplatz: eine Kombination von Tradition und Moderne

Das Restaurant

„Wir wollten das Alte bewahren, zudem aber auch neue Elemente reinbringen und dabei das Biedere rausnehmen“, sagt Toni Schlegel hinsichtlich des Restaurants im „Rappen“. Ein erster Blick in die Gaststube zeigt: Das ist rundum gelungen. Unterschiedliche Bestuhlung, spacige Lampen, das Ambiente ist erfrischend mit viel Pep und kommt bei den Gästen überaus gut an. „Das hat unsere Erwartungen übertroffen“, freut sich Schlegel. Die alten Holzstühle wurden mit grünem Samt bezogen und durch moderne Sessel ergänzt. Die Theke in der Mitte des Gastraumes bietet Platz für ein geselliges Zusammensitzen und eine offene Kommunikation zwischen Gästen und Personal. Das neu gestaltete Kaminzimmer überzeugt durch eine Mischung aus Butzenscheiben und Sixties-Charme. Der Nebenraum bietet Platz für Gruppen-, Firmen- und Familienfeiern für bis zu 45 Personen. Zum „Rappen“ gehört auch eine wunderbare Außengastronomie. Hier kann man es sich als Gast auf einem der 120 Sitzmöglichkeiten mit Blick auf das Münster gutgehen lassen.

Restaurant

Die Speisekarte lockt mit Klassikern und Neuem

Wer sich im „Rappen“ kulinarisch verwöhnen lassen mag, der hat die Qual der Wahl zwischen Klassikern der badischen Küche und die besondere Spezialität von hochwertigen Steaks vom 800 Grad Grill - dry aged.

Klassisch Badisch finden sich von der „Kalbsbratwurst mit Bratkartoffeln und Zwiebelschmelze“, über „Schäufele mit Sauerkraut und Kartoffelsalat“, auch der „Tafelspitz“, die „Badische Rinderkraftbrühe mit Ochsenfleisch und feinen Nudeln“ oder der „Wurstsalat“. Und für Steakliebhaber liest sich die Karte wie eine Hommage an die Liebe zu diesem Gaumenschmaus. Rinderfilet-Grain Fed mit Sauce Béarnaise, grünem Spargel, getrüffeltem Parmesan-Kartoffel-Gratin. Das zarteste Stück aus der Lende. Die feine und gleichmäßige Marmorierung verleiht dem Filet seinen edlen und zarten Geschmack. Ein Traum! Oder das Rumpsteak - Grain Fed mit Pfeffer-Sauce, Speckbohnen und Kroketten.

„Grain fed“ ist ein Qualitätskriterium für Rindfleisch aus Südamerika. Dabei wird dem Rind Getreide zugefüttert, wodurch das Fleisch eine stärkere Marmorierung bekommt. Es schmilzt auf der Zunge und behält trotzdem seinen herzhaften Geschmack, wie Toni Schlegel erklärt.

Ebenso das Rib-Eye - vom 800 Grad Grill mit BBQ-Sauce, Grillgemüse, Ofenkartoffel nach Rappen Art. Hierbei handelt es sich um Fleisch von der Hochrippe, das als das Steak der Kenner gilt, marmoriert, fett-durchwachsen, saftig und geschmackvoll. Vollendet wird dieser Part der Karte vom „Surf & Turf“: Grain Fed Rinderfilet, Paprika-Chili-Garnelen, Hummersoße, Steakhouse Fries.

Und Toni Schlegel selbst, liebt hier im „Rappen“ immer wieder aufs Neue, sozusagen als sein Leibgericht, das Kalbs-Geschnetzelte und zwar mit Brägele. Zur Neueröffnung Ende 2019 har Toni Schlegel die Karte konzipiert, als Besonderheit der Schwerpunkt Steaks.

Kaminzimmer

Die Geschichte zum „Rappen“

Und woher hat der „Rappen“ nun seinen Namen? Von der Familie, die das Haus Anfang der 1960er-Jahre erbaute: den Kempters. Das Vorgängergebäude war, wie auch die anderen auf der Nordseite des Münsterplatzes, während des Luftangriffs der Alliierten auf Freiburg am 27. November 1944 total zerstört worden. Es war das erste Gebäude, das nach dem Luftangriff wieder errichtet wurde und galt lange Zeit als erste Adresse am Münsterplatz. Metzger und Pferdeliebhaber Willy Kempter – „ein Freiburger Urgestein“, so Schlegel – war der Erste, der dann auf den Trümmergrundstücken baute: sowohl das Kornhaus als auch das Gebäude, in dem er Restaurant samt Hotel eröffnete. Die Namenswahl geht wohl auf die Pferdeleidenschaft des Erbauers zurück.

Text: Heike Scheiding / Fotos: Schlegel Gastronomie

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