Marian Veith inspiriert und motiviert seine Mitmenschen
TEDxFreiburg 2026
Schon als Jugendlicher war Marian Veith aus Denzlingen Dauergast auf dem Feldberg. Skifahren war sein Leben. Doch 2022 ändert sich alles: Eine Lawine begräbt ihn. Marian überlebt nur knapp. Der Unfall kostet ihn sein Bein, aber nicht seine Lebenslust.

Marian Veith inspiriert und motiviert seine Mitmenschen
Der 35-Jährige Rechtsanwalt lebt heute in München. Dass er ein Handicap hat, sehe man ihm nicht an, sagt er im Interview, seit drei Jahren ist er nicht mehr auf einen Rollstuhl angewiesen,
sondern trägt eine Prothese. „Heute gehe ich meisten als gesunder Mensch durch“, lacht er.
In diesem Talk auf der Freiburger Bühne erzählt Marian Veith seine außergewöhnliche Geschichte – eine Geschichte über das Umgehen mit Widrigkeiten, das Akzeptieren tiefgreifender Veränderungen und darüber, wie man auch in den schwersten Momenten motiviert bleibt. Offen, ehrlich und inspirierend zeigt er, wie aus einem scheinbaren Ende ein neuer Anfang entstehen kann.
Marian Veith umschreibt die Ängste und Sorgen von vor vier Jahren, ein Pflegefall zu bleiben. Die Frage, ob er irgendwann wieder ein selbstbestimmtes Leben führen kann, trieb ihn um. Er kämpfte sich zurück in ein Leben, in dem er heute inspirierend für andere Menschen mit Handicap ist. Seine unglaublich optimistische und positive Art, reißt einen mit und verdeutlicht, dass eine Tür, die sich schließt, nicht geschlossen bleiben muss. Marian Veith war stets offen für Neues. Kein Wunder, dass er jetzt bei einer Modellagentur unter Vertrag steht oder Öffentlichkeitsarbeit für einen Hersteller von Prothesen macht.

Getragen von seinem Leitspruch „Man kann vielleicht nicht jede Herausforderung im Leben meistern, aber man kann Wege finden, sie zu umgehen.“ wird deutlich: Marians Weg ist nicht nur seine eigene Erfolgsgeschichte, sondern eine Einladung, den Mut zu finden, weiterzugehen und andere dabei zu inspirieren.
Für den nötigen Ausgleich von der Schreibtischarbeit, sorgt er mit Snowboard- und Skateboardfahren und mit Calisthenics - einer Form des Trainings bei dem ausschließlich Eigengewichtsübungen
durchgeführt werden, und ohne Equipment trainiert wird. Und dann beantwortet Marin Veith exklusiv für „Region im Blick“ folgende Fragen:

Was bedeutet es für sie als Speaker allgemein zu wirken, zu arbeiten?
„Ich bin neu im Speaker-Business deswegen kann ich die Frage gar nicht so einfach beantworten. Einerseits hoffe ich, eine Inspiration für Menschen zu sein, die einen ähnlichen Schicksalsschlag wie ich erlitten haben. Andererseits steht wahrscheinlich jeder früher oder später im Leben vor Herausforderungen, denen er sich körperlich oder mental nicht gewappnet fühlt. So ging es auch mir, aber ich habe gelernt, diese Herausforderung Schritt für Schritt zu meistern. Gerade die mentale Komponente ist dabei besonders wichtig. In dieser Hinsicht kann sicher der ein oder andere, der gerade in einer ähnlichen Situation steckt, für sich selbst etwas aus meiner Story mitnehmen.“
Wie ziehen Sie Ihr Publikum in den Bann? Welche Mittel nutzen Sie dabei?
„Meine Geschichte ist ja in gewisser Weise von sich aus filmreif. Es ist eine Mischung aus Katastrophen-Film und Comeback-Story, die für sich alleine spricht und die Zuhörer hoffentlich in ihren Bann zieht, deswegen halte ich mich einfach an die Fakten.“
Was versprechen Sie sich von Ihrem Auftritt in Freiburg zum 10-Jährigen?
„Ich habe keine Erwartungen. Damit bin ich immer gut gefahren. Für mich ist es in erster Linie eine interessante Erfahrung. Da ich in der Nähe von Freiburg aufgewachsen und zur Schule gegangen bin, passt es natürlich wie die Faust aufs Auge, dass ich gerade hierhin eingeladen worden bin. Hoffentlich sehe ich einige bekannte Gesichter von früher. Das würde mich riesig freuen.“
Was hat Sie so stark gemacht?
„Das frage ich mich auch manchmal. Zu einem Teil verdanke ich das sicher meinen Eltern, die mir das vorgelebt haben. Sport spielt dabei auch eine große Rolle, denn dadurch habe ich gelernt, nach Rückschlägen wieder aufzustehen und weiterzumachen, auch wenn es wehtut. Und vielleicht am wichtigsten: ich habe immer versucht locker zu bleiben und lösungsorientiert zu denken, anstatt in Selbstmitleid zu verfallen.“
Und persönlich, was ist Ihr Lebensmotto?
„Ich zitiere hier einfach mal Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“


