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Zoi DVV-Pokal: Rote Raben Vilsbiburg und BERLIN RECYCLING Volleys ziehen ins Viertelfinale ein

Elf der 16 Achtelfinalpartien der Frauen und Männer im Zoi DVV-Pokal sind absolviert. Nach den Auftaktbegegnungen am Donnerstag standen am Samstag weitere neun Duelle auf dem Programm. Während die Roten Raben Vilsbiburg als Aufsteiger für die Überraschung des Abends sorgten, gewannen die BR Volleys auch das dritte Saisonduell mit den Helios GRIZZLYS Giesen. Die Entscheidungen über die letzten fünf Viertelfinaltickets fallen am Sonntag.

Die Roten Raben Vilsbiburg freuen sich über das Erreichen des Viertelfinales im Zoi DVV-Pokal.

Panagiota Gazani

Bereits am Donnerstag hielt der Zoi DVV-Pokal etwas Unerwartetes bereit. Der VC Wiesbaden bestätigte seine starke Form aus dem Ligabetrieb und nahm in einem Fünf-Satz-Krimi den DVV-Pokalsieger 2025, den Dresdner SC, aus dem Rennen um das Premierenfinale in der LANXESS arena Köln. Auch für den damaligen Dresdner Finalgegner aus Münster ist die Pokalreise zu Ende. Am Samstagabend besiegte der Erstliga-Rückkehrer Rote Raben Vilsbiburg den USC nach vier umkämpften Sätzen.

Bei den Männern löste Liga-Tabellenführer BERLIN RECYCLING Volleys seine Achtelfinalaufgabe gegen die Helios GRIZZLYS Giesen letztlich souverän. Der PSV Neustrelitz aus der 2. Bundesliga Männer Nord schnupperte an der Sensation, doch am Ende eines Spiels über die volle Distanz hatte der SV Warnemünde die größeren Reserven.


Vier klare Angelegenheiten und eine Revanche bei den Frauen

Die Überraschung des Pokalsamstags ereignete sich in Niederbayern. Die Roten Raben Vilsbiburg legten direkt mit dem ersten Satzgewinn gegen den USC Münster in der Ballsporthalle vor. Die Green Kalinen von Headcoach Matthias Pack kamen stark zurück, holten sich Durchgang zwei und egalisierten im dritten Satz einen Fünf-Punkte-Rückstand. In einer engen Crunchtime mit Satzbällen auf beiden Seiten konnten sich jedoch die Raben den vielleicht entscheidenden dritten Durchgang sichern. MVP Emma Ellis und Außenangreiferin Alice Clemente, die in den kritischen Phasen immer wieder Verantwortung übernahm, führten ihr Team mit leichtem Vorsprung in die Crunchtime des vierten Satzes. Mit dem Matchball zum 25:20 machte die Portugiesin Clemente den Viertelfinaleinzug der Roten Raben perfekt, die sich damit auch für die 1:3-Niederlage gegen die Unabhängigen in der DEKRA 1. Bundesliga Frauen revanchierten. „Zusammenhalten, Energie, Leidenschaft und das Wissen, dass wir für die Frau direkt neben uns auf dem Feld kämpfen“, antwortete MVP Emma Ellis auf die Frage nach dem Schlüssel zum Sieg. „Es ist großartig. Wir wussten, dass wir eine Chance haben über den Kampf, wenn wir alles geben und immer dranbleiben. Am Ende ist es so gekommen, wie wir es wollten“, ergänzt die Vilsbiburger Diagonalangreiferin, die 19 Punkte zum dritten Pflichtspielsieg in Folge beisteuerte.

Im Duell mit Liga-Unterschied konnten die Sparkassen Wildcats Stralsund aus der Sparda 2. Liga Pro die Überraschung aus dem Vorjahr nicht wiederholen und mussten sich Schwarz-Weiß Erfurt in drei Sätzen geschlagen geben. Die Norddeutschen boten in den ersten beiden Sätzen ein Match auf Augenhöhe, aber der Erstligist aus Thüringen war immer wieder sicherer in der Feldabwehr und zwingender in Angriff und Block. Die Erfurter MVP Lina-Marie Lieb zeigte sich entsprechend erleichtert: „Es war gut für uns, dass wir wieder mal ein Spiel auf unserem Niveau abgeliefert haben. Wir hatten eine nicht ganz so einfache Woche. Deswegen fühlt sich das heute besonders gut an, dass wir einfach ein klares Spiel durchziehen konnten.“

Auch die Neuseenland Volleys Markkleeberg aus der Sparda 2. Liga Pro verpassten einen Pokal-Coup. Erstligist Ladies in Black Aachen präsentierte sich in allen Belangen überlegen und konnte einen glatten Drei-Satz-Sieg verbuchen. Titelverteidiger VfB Suhl LOTTO Thüringen wurde der Favoritenrolle gerecht und erreichte mit einem klaren 3:0-Sieg über die ETV Hamburger Volksbank Volleys das Viertelfinale. Auch Ligaprimus SSC Palmberg Schwerin ließ mit einem 3:0 gegen die Binder Blaubären TSV Flacht keinerlei Zweifel aufkommen. Im ersten Durchgang legte Gastgeber Flacht allerdings mit 10:5 vor, und Schwerin musste sich den Weg ins Spiel erst erkämpfen. In den folgenden Durchgängen zeigte sich das Team von Cheftrainer Felix Koslowski dann souveräner und löste in nur 66 Minuten verdient das Viertelfinalticket.


Berlin verhindert Giesener Comeback, Pokalderbys sorgen für Spannung

Bei den Männern trat Bundesliga-Tabellenführer BR Volleys im bereits dritten Aufeinandertreffen dieser Spielzeit bei den Helios GRIZZLYS Giesen an. Schon beim Ligacup entpuppte sich die Hildesheimer Sparkassen-Arena als unangenehmes Pflaster, als das Team von Andrea Anastasi erst in einem knappen Tie-Break den Titel gegen die Giesener Gastgeber verteidigen konnte. Diese starteten auch am Samstagabend mit drei Punkten in Folge ins Match, konnten die Führung jedoch nur bis zu Satzmitte halten und mussten den ersten Berliner Satzgewinn mitansehen. In Durchgang zwei lief das Team von Markus Steuerwald schnell einem Rückstand hinterher, den es schrittweise bis zur Crunchtime schmelzen ließ. Mit gutem Timing gelang Giesen zum Satzende eine Drei-Punkte-Serie und der Ausgleich in Sätzen. Steuerwald setzte nun von Beginn an auf Zuspieler Jan Röling, aber Berlin spielte jetzt kompromisslos und antwortete auf den Satzverlust mit dem 25:15 in Satz drei. Die Machtdemonstration zeigte Wirkung, denn auch im vierten Satz legte der amtierende Meister vor. Giesen kam zwar noch einmal zurück, aber der Berliner Spielgestalter und MVP Joshua Tuaniga setzte seine Angreifer immer wieder effizient in Szene. Allen voran Mittelblocker Florian Krage-Brewitz drückte dadurch dem Spiel mit 16 Punkten und einer Angriffsquote von starken 75 % seinen Stempel auf. „Es war das erwartet harte Match. Wir haben uns im zweiten Satz in Probleme gebracht, aber wir kamen aus der Pause mit der richtigen Attitude“, so Berlins Trainer Andrea Anastasi. „Meiner Meinung nach haben wir das Spiel heute über andere Komponenten gewonnen als zuletzt. Diesmal waren Block und Abwehr der Schlüssel. Das hat mir gefallen und wir sind froh, weiter im Pokal dabei zu sein.“

BR Volleys-Libero Erik Shoji triumphiert mit seinem Team nach Ligacup und Bundesliga auch im Zoi DVV-Pokal über die Helios GRIZZLYS Giesen.

Elisabeth Kloth

Im waschechten Pokalderby lag in der Strelitzhalle ein Underdog-Sieg in der Luft. Im umkämpften Nord-Duell gegen den SV Warnemünde konnte Gastgeber PSV Neustrelitz den ersten Satzgewinn für sich beanspruchen und profitierte von einer leidenschaftlichen Kulisse. Durchgang zwei ging in die Verlängerung und mit 29:27 am Ende an die Gäste, auch dank des kaum zu stoppenden Warnemünder Diagonalangreifers Jan-Philipp Krabel. Neustrelitz steckte jedoch nicht auf und mit der 2:1-Satzführung war die Überraschung zum Greifen nahe. Aber der Liga-Unterschied beider Teams wurde nun in Konstanz und Kondition sichtbar. Die Rostocker Erstligisten spielten das Match von vorne weg und trafen nach klarem Satzgewinn im Tie-Break auf wenig Neustrelitzer Gegenwehr und machten am Ende den Viertelfinaleinzug perfekt.

Die cerebricks VOLLEY GOATS Mitteldeutschland leisteten sich gegen den VV Humann Essen nur im vierten Satz einen kleinen Ausrutscher, gewannen ihr Achtelfinale am Ende aber ungefährdet 3:1. Deutlich umkämpfter ging es für die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe beim Süd-West-Derby in der lauten Lina-Radke-Halle zu. Dort konnten die Gäste aus Freiburg den ersten Satz knapp gewinnen und lieferten der Mannschaft von Guido Görtzen auch in den Folgesätzen eine regelrechte Schlacht. Mit 28:26, 25:22 und 25:23 konnte Karlsruhe die FT 1844 Freiburg in einer emotionalen Atmosphäre niederringen und schließt mit dem Viertelfinaleinzug im Zoi DVV-Pokal an den guten Saisonstart in der 1. Liga an.

„Ich bin auf jeden Fall sehr stolz auf die Mannschaft. Es hat auch unfassbar viel Spaß gemacht, auch wenn wir es im vierten Satz nochmal spannend machen. Aber das gehört auch zum Pokal dazu. Deswegen bin ich jetzt einfach sehr stolz, dass wir ins Viertelfinale eingezogen sind“, sagte Karlsruhes MVP Denir Hadzic mit heiserer Stimme am Dyn-Mikrofon.
 

Fünf Viertelfinaltickets am Sonntag noch zu vergeben

Am Sonntag werden die letzten fünf Achtelfinalpartien ausgetragen. Bei den Frauen treffen der TV Dingolfing auf Allianz MTV Stuttgart und die SCU Emlichheim auf die Skurios Volleys Borken. Bei den Männern stehen die Begegnungen ASV Dachau gegen Barock Volleys MTV Ludwigsburg, Blue Volleys Gotha gegen Energiequelle Netzhoppers KW sowie das Pokalfinal-Rematch zwischen dem VfB Friedrichshafen und der SVG Lüneburg auf dem Programm.
 

Viertelfinal-Auslosung live bei Dyn und auf YouTube

Unmittelbar im Anschluss an die letzte Achtelfinalpartie zwischen dem VfB Friedrichshafen und der SVG Lüneburg werden am Sonntag die Viertelfinalpaarungen ausgelost. Die Ziehung findet in der SPACETECH ARENA statt und wird live im Stream der Partie bei VBL-Medienpartner Dyn übertragen. Als Losfee ist die Friedrichshafener DVV-Pokallegende Max Günthör im Einsatz, moderiert wird die Auslosung von Fabian Feiri. Auch auf YouTube ist die Ziehung frei empfangbar zu sehen.

Der Link zur Übertragung: www.youtube.com/live/p4xWWCYoe3U

Die Viertelfinalspiele der Frauen sind für den 21. und 22. November 2026 angesetzt, die Männer spielen am 24. und 25. November 2026 um den Einzug ins Halbfinale. Die Halbfinals folgen im Dezember, ehe am 27. Februar 2027 das Zoi DVV-Pokalfinale erstmals in der Kölner LANXESS arena ausgetragen wird.

Tickets für das Zoi DVV-Pokalfinale mit beiden Endspielen gibt es hier.
 

Alle Spiele live bei Dyn

Sämtliche Begegnungen des Achtelfinals werden live bei Dyn übertragen. Spiele mit gastgebenden Zweitligisten sind zudem kostenfrei im YouTube-Kanal Dyn Volleyball zu sehen.
 

Die Ergebnisse der bisher ausgetragenen Achtelfinals im Zoi DVV-Pokal

Die Achtelfinals der Frauen

  •      VC Wiesbaden vs. Dresdner SC 3:2 (25:20, 21:25, 23:25, 25:19, 15:8)
  •      Sparkassen Wildcats Stralsund vs. Schwarz-Weiß Erfurt 0:3 (22:25, 19:25, 14:25)
  •      Neuseenland Volleys Markkleeberg vs. Ladies in Black Aachen 0:3 (16:25, 15:25, 13:25)
  •      VfB Suhl LOTTO Thüringen vs. ETV Hamburger Volksbank Volleys 3:0 (25:12, 25:12, 25:13)
  •      Rote Raben Vilsbiburg vs. USC Münster 3:1 (25:21, 20:25, 27:25, 25:20)
  •      Binder Blaubären TSV Flacht vs. SSC Palmberg Schwerin 0:3 (21:25, 7:25, 11:25)
  •      So, 08.11.26, 15:00            TV Dingolfing vs. Allianz MTV Stuttgart    
  •      So, 08.11.26, 16:00            SCU Emlichheim vs. Skurios Volleys Borken        

Die Achtelfinals der Männer

  •      SWD powervolleys Düren vs. WWK Volleys München 3:0 (25:16, 25:21, 25:15)
  •      PSV Neustrelitz vs. SV Warnemünde 2:3 (25:21, 27:29, 25:22, 17:25, 8:15)               
  •      Helios GRIZZLYS Giesen vs. BERLIN RECYCLING Volleys 1:3 (21:25, 25:23, 15:25, 21:25)
  •      VV Humann Essen vs. cerebricks VOLLEY GOATS Mitteldeutschland 1:3 (19:25, 20:25, 25:19, 21:25)
  •      BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe vs. FT 1844 Freiburg 3:1 (23:25, 28:26, 25:22, 25:23)
  •      So, 08.11.26, 13:00            ASV Dachau vs. Barock Volleys MTV Ludwigsburg              
  •      So, 08.11.26, 16:00            Blue Volleys Gotha vs. Energiequelle Netzhoppers KW                          
  •      So, 08.11.26, 19:00            VfB Friedrichshafen vs. SVG Lüneburg
Text/Bilder: Volleyball Bundesliga GmbH

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