Sepp Mack-Fechtturnier: Gute sportliche Bilanz mit zwei Siegen und weiteren acht Medaillen
Auch Turnierorganisation und Ablauf brachte sehr gutes Fazit – Zufriedene Gesichter nach dem zweitägigen Turnier in der Kastelberghalle

Spannender Fechtsport beim Sepp Mack-Turnier in der Waldkircher Kastelberghalle
Waldkirch (hbl). Das zweitägige Sepp Mack-Fechtturnier zog Vereine aus ganz Baden-Württemberg an, wobei Böblingen mit drei Siegen der erfolgreichste Verein stellte. Dicht dahinter folgte die Waldkircher Fechtabteilung mit zwei Siegen, konnte aber mit zehn Medaillen die meisten Podiumsplätze erringen. So konnte Vereinstrainer Langenbacher als auch der SVW-Abteilungsleiter Andreas Kaltenbach mit dem Turnier insgesamt eine sehr gute Bilanz ziehen.
Es war eine Standortbestimmung zu Beginn der Fechtsaison. Die letztjährige Aufwertung der U11 bis U15 zu einem baden-württembergischen Ranglistenturnier machte sich durch die Teilnahme der zwei anderen Landesverbände bemerkbar. Aus Böblingen, Tauberbischofsheim, Mannheim, Laupheim, Ditzingen, Reutlingen, Heidelberg und selbst aus Augsburg nahmen sie die weite Anreise auf sich. Waldkirchs Vereinstrainer Andy Langenbacher sah das Sepp Mack-Turnier als Vorbereitung für die anstehenden großen Turniere in den nächsten Wochen und Monaten, an dessen Ende die Qualifizierung zu den Deutschen Meisterschaften stehen. Dennoch konnte er mit der Form seiner Schützlinge durchaus zufrieden sein Vor allem die noch U15 Startberechtigten zeigten, dass sie durchaus in der älteren U17 Altersklasse schon mithalten können, wie der 15:12 Finalsieg von Mila Masinde gegen Mia Strittmatter (Rheinfelden) zeigte. Die Bronzemedaille holte sich Nike Pflugfelder (Waldkirch) und Victoria Waldmann (Augsburg). Die weiteren Waldkircher Platzierungen: Carla Graeve (5.), Helena Drayer (6.), Laura Hellmann (10.) und Jialu Zhong (11.). Lisa Huberich von FT Freiburg belegte Rang 9. Im Herrendegen der U17 setzte sich aus Lahr Moritz Gabel durch, der im Finalgefecht den Waldkircher Karoly Karlovich mit 15:12 Treffern bezwingen konnte. Gemeinsame Dritte wurden David Diangamo und Kristof Karlovich (beide Waldkirch).

Erfolgreiche Waldkircher Medaillenplätze beim Sepp Mack-Turnier mit Altoberbürgermeister Richard Leibinger mit (stehend von rechts) Carla Graeve. Helena Drayer, David Diangamo, Mila Masinde und Nike Pflugfelder; (knieend von rechts): Vereinstrainer Andy Langenbacher, Kristof Karlovich und Karoly Karlovich.
In der U15 siegte bei den Buben Moritz Failenschmid (Böblingen) vor Erik Schmid (Tauberbischofsheim), Philipp Plötz (Mannheim) und Jan-Luca Schielke (Böblingen). Der noch eine Altersklasse darunter startberechtigte Waldkircher Marc Jäger belegte Platz 7 und Lucas Trampenau Platz 17
Bei den Mädchen musste sich die SVW-Degenfechterin Mila Masinde im Finale knapp mit 8:10 Kristina Schwahn aus Ditzingen beugen, gefolgt von Annemarie Zwicker (Konstanz) und Luana Eltarov (Laupheim). Die weiteren Waldkircher holten sich folgende Plätze: Helena Drayer (5.), Laura Hellmann (8.), Nike Pflugfelder, Jialu Zhong und Carla Graeve (9.-11).
Ein großes Teilnehmerfeld stellte auch die U13 im Herrendegen, wobei die SVW-Fechter Marc Jäger mit Platz 5, Aaron Yufa und Marvin Zimmermann nicht ganz vorne mitmischen konnten. Das Turnier gewann Leander Kammerer (Hardheim-Höpfingen) vor Alexander Urban (Böblingen), Lucas Jacob (Hardheim-Höpfingen) und Nico Weber (Lahr).
Die U13 Mädchendisziplin lag fest in württembergischer Hand. Es siegte Luana Eltarov (Laupheim) vor Irene Lusceac (Böblingen), Anna Ferigo (Reutlingen) und Marie-Lou Bossert (Backnang). Für die vier Waldkircher Mädels Nayla Martin (Platz 9), Norina Celikel (11.), Florine Boll (13.) und Lotta Wehrle (14.) ging es nur darum, dabei zu sein und Erfahrung sammeln. Denn für alle vier war es das erste Turnier überhaupt, da sie erst seit einem halben Jahr im Training sind.

Aufregend war es, aber voller Stolz und glücklich nach ihrem ersten Turnier (von links) Nayla Martin, Lotta Wehrle, Florine Boll und Norina Celikel, zusammen mit Vereinstrainer Andy Langenbacher (rechts) und Bertalan Arkosi.
In der jüngsten AK der U11 machten sich Böblingen (Anton Erbele), Heidelberg (Luca Parzer), Böblingen (David Gördeler) und Tauberbischofsheim (Clemens Rüdinger) unter sich die vorderen Plätze aus. Aus Südbaden war niemand am Start.
Bei den U11-Mädchen unterlag die Lokalmatadorin Eleni Fahrländer mit 6:10 Treffern der Böblingerin Zola Efremkina, konnte sich aber die Silbermedaille umhängen lassen. Dritte und Bronze holte sich Zuzanna Kijanowska eine weitere Waldkircherin.
Ohne Ranglistenpunkte kämpften in einem rein südbadischen Mix-Turnier Degenfechterinnen und Fechter der Senioren um den Turniersieg. Den konnte sich David Diangamo (Waldkirch) durch einen 10:7 gegenüber Yiftah Hellermann-Carmel (Lahr) sichern. Im Duell um Platz 3 konnte sich Iris Folz (Waldkirch) mit 10:6 gegen Rainer Volk (Rastatt) durchsetzen. Jochem Huberich von der FT Freiburg belegte Platz 5.
Reibungsloser Turnierverlauf durch den SV Waldkirch
Abteilungsleiter Andreas Kaltenbach konnte für die SVW-Fechtfamilie neben der sportlichen eine äußerst positive Bilanz ziehen. In erster Linie hatte er mit Jochem Huberich einen sehr erfahrenen Turnierleiter, der mit Unterstützung von Christian Fahrländer und Carsten Pflugfelder sicher und souverän durch die zwei Turniertage führte. Wichtig bei solch einem Wettkampf ist die Mithilfe der Eltern, die sowohl beim Auf- und Abbau der zehn Fechtbahnen, der Technik mit den Meldern mitzogen und auch den Kioskbetrieb in der Kastelberghalle unterstützten. Dafür zeichnete das erfahrene Team des Fördervereins Fechten mit den Vorsitzenden Andreas Haasis-Berner, Thomas Fink und Kassierer Carsten Pflugfelder verantwortlich. Der Umsatz stimmte, so dass auch für die Vereinskasse etwas liegen bleibt. Für die Unkosten ist die Unterstützung der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, der Stadtwerke Waldkirch, der Fa. Hummel und de Europa-Park eine sehr wertvolle Hilfe. Erfreut zeigten sich Andreas Kaltenbach und Andreas Haasis-Berner über den Besuch vom ehemaligen Oberbürgermeister Richard Leibinger, der zu Weltcup-Zeiten eine wichtige Stütze war genauso wie der frühere Vereins- und Landestrainer Aubert Sirjean. Einmal mehr ließ es sich Christel Sturm nicht nehmen, an beiden Tagen das Sepp Mack-Turnier zu besuchen. Die Tochter von Sepp Mack, der 1956 die Fechtabteilung gründete und viele Jahre in mehreren Funktionen führte, nimmt gerne Anteil am Fechtgeschehen und freut sich immer noch über die vielen Erfolge, die sich im Status als südbadischer Stützpunkt und Landesleistungsstützpunkt Degen widerspiegeln. Im nächsten Jahr wird die SVW-Fechtabteilung auch wieder Gastgeber einer Deutschen Meisterschaft sein, wenn sie am 30. Mai und 1. Juni die DM der U15 ausrichten wird.


