Schon längst angekommen: Phillip Seils wird fester Teil der Affenbande
Wenn morgens die Türen der Halle aufgehen, ist Phillip Seils oft schon da. Noch bevor viele Teamkollegen eintreffen. Zuspieltraining. Pässe. Wieder und wieder dieselben Abläufe. Danach Athletik. Später weitere Einzelarbeit mit Jakob Schönhagen oder Wolfgang Beck. Zusätzliche Einheiten. Zusätzliche Fragen. Zusätzliche Wiederholungen.

Phillip Seils wird fester Teil der Affenbande
Seit April lebt der 19-Jährige bereits im Breisgau. Und wer ihn in diesen Wochen beobachtet, versteht schnell, warum die Verantwortlichen der FT 1844 Freiburg große Stücke auf ihn halten.
Seils gilt als wissbegierig. Fleißig. Einer, der nach dem Training selten als Erster geht. Der jüngste Spieler im Kader. Und gleichzeitig einer, der wirken möchte, als wäre er schon viel länger Teil der Mannschaft.
Eigentlich fühlt sich seine Verpflichtung deshalb auch gar nicht wie ein klassischer Neuzugang an.
Denn der 1,90 Meter große Zuspieler ist rund um die Affenbande längst kein Unbekannter mehr. Bereits seit 2024 trainierte er immer wieder wochenweise in Freiburg, lernte die Abläufe kennen, arbeitete mit den Trainern und sammelte erste Eindrücke vom Bundesliga-Alltag. Während der vergangenen Saison kam er sogar bereits in vier Spielen für Freiburg zum Einsatz.
Jetzt folgt der nächste Schritt. Dauerhaft.
Der Weg dorthin führte über seinen Heimatverein ETV Hamburg, später zu den Volleyball Juniors Frankfurt und schließlich zum VCO Berlin, dem wichtigsten deutschen Nachwuchsprojekt. Dort spielte Seils in der vergangenen Saison regelmäßig auf Erstliganiveau und zeigte für sein Alter eine bemerkenswert stabile Runde gegen deutlich erfahrenere Gegner.
Auch abseits des Feldes befindet sich der junge Zuspieler gerade mitten in einer besonderen Phase. Im Spielerhaus ist es aktuell noch ungewohnt ruhig. Derzeit wohnen dort lediglich Karl-Lennart Klehm und Marco Frohberg. Drei weitere Wohnungen stehen leer. Neue Gesichter kommen langsam dazu. Neue Routinen entstehen. Seils gehört zu den Spielern, die dieser nächsten Generation der Affenbande ihr Gesicht geben sollen.
FT-Manager Florian Schneider verfolgt seine Entwicklung bereits seit längerer Zeit:
„Bei Phillip sieht man dieses Leuchten in den Augen. Er bringt eine große Motivation mit, ist ein echtes Zuspieltalent und besitzt eine starke Athletik. Dazu hat er einen sehr guten Sprungaufschlag.“
Tatsächlich fällt genau diese Mischung auf. Die Ruhe eines Zuspielers. Gleichzeitig die Dynamik eines modernen Athleten. Schnelle Beine. Hohe Sprungkraft. Der Mut, Verantwortung zu übernehmen. Und die Bereitschaft, ständig dazuzulernen.
Noch ist Phillip Seils der Jüngste im Freiburger Kader. Einer, der zuhört, beobachtet und aufsaugt.
Doch wer ihn aktuell in den Hallen der FT erlebt, bekommt schnell das Gefühl, dass seine Geschichte im Breisgau längst begonnen hat. Nicht erst mit dieser Verpflichtung.


