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Müde Beine, breites Grinsen, Platz fünf

Trotz zweier schwer verletzter Leistungsträger hat die FT 1844 Freiburg beim Ligacup ihre beste Platzierung überhaupt erreicht. Drei starke Spiele, zwei Siege und ein gutes Gefühl auf dem Weg zum Bundesligastart in Berlin.

FT 1844_Müde Beine, breites Grinsen, Platz fünf

Lochi Sportfotografie

Am Ende waren sie wieder ziemlich fertig. Drei Spiele in drei Tagen, schwere Beine, reichlich Reisekilometer. Als die Affenbande am Sonntag in den Zug nach Berlin stieg, war das breite Grinsen aus der Vorbereitung trotzdem noch da. Und es gab allen Grund dazu.

Mit Außenangreifer Takumi Kameyama und Mittelblocker Owen Rose fehlten zwei der auffälligsten Spieler der Vorbereitung, beide mit schweren Bänderverletzungen. Trotzdem lieferte Freiburg dem übermächtigen VfB Friedrichshafen zum Auftakt einen erstaunlich offenen Kampf. Drei Sätze lang war alles möglich, einen gewann die Affenbande, erst im vierten wurde es deutlich. Das 1:3 fühlte sich deshalb weniger nach Niederlage als nach einem gelungenen ersten Härtetest an.

„Die Mannschaft hat ein richtig gutes Gesicht gezeigt. Wir haben die Ausfälle sehr gut kompensiert und gesehen, wie viel in diesem Team steckt“, sagt Teammanager Florian Schneider.

Am nächsten Tag bestätigte sich der Eindruck. Gegen Königs Wusterhausen spielte Freiburg weitgehend in derselben Formation: Jonas Peter als Libero, Peer Lindemann und Charlie Figy im Mittelblock, Fabian Hosch im Zuspiel, Yvo Lunsing auf Diagonal sowie Anton Jung und Jannik Brentel über Außen. In einer engen Partie setzte sich die Affenbande mit 3:1 durch und hatte damit bereits ihre beste Ligacup-Platzierung sicher.

„Wir hatten schon gegen Friedrichshafen lange richtig gute Phasen. Und am nächsten Tag haben die Jungs das in derselben Formation bestätigt“, sagt Wolfgang Beck.

Am Sonntag folgte ein spektakuläres Derby gegen Ludwigsburg, bei dem beide Teams noch einmal allen Spielern Einsatzzeit gaben. Freiburg gewann auch dieses Spiel und belegte am Ende Platz fünf.

Es war der vorläufige Höhepunkt einer Woche, in der die Mannschaft auch abseits des Feldes zusammengewachsen war. Am Mittwoch hatten die Spieler Charlie Figy, Jonathan Schönhagen und Yannick Harms zu ihren Kapitänen gewählt. Am Sonntagabend stand die gemeinsame Zielsetzung auf dem Programm, am Montag folgten eine weitere Besprechung und sogar noch eine Einheit im Kraftraum. An Beschäftigung mangelte es nicht.

Und auch nicht an Freude. Die Freiburger haben die Verletzungen aufgefangen, sich gegenseitig Verantwortung abgenommen und gezeigt, dass ihre Spielfreude auch unter Wettkampfbedingungen trägt. Das Mannschaftsgefüge ist in diesen Tagen noch ein Stück enger geworden.

Statt nach Hause ging es direkt weiter nach Berlin, wo am Dienstag und Mittwoch gegen den VC Olympia Berlin und die BR Volleys die ersten Bundesligaspiele warten.

Im Zug saßen ziemlich erschöpfte Spieler. Aber eben auch solche, die nach einer intensiven Woche immer noch Lust auf mehr hatten. Zwei Siege, Platz fünf, schwere Beine. Und dieses breite Grinsen.

Text: Leonie Junginger

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