Mehr als 300 Fans trotzen dem Wetter - Mannschaftsvorstellung des Bahlinger SC
Der Bahlinger SC befindet sich nach dem Abstieg aus der Regionalliga auf einem guten Weg - und trotzt sogar dem Wetter.

Von li. BSC-Pressesprecher Stefan Ummenhofer, die Neuzugänge Robert Geller, Fynn Lienert und Silas Drumm sowie der Stadionsprecher des Bahlinger SC Thomas Seiter.
Dieses Fazit erlaubt die Mannschaftsvorstellung des Neu-Oberligisten am Mittwochabend in der Bahlinger Ortsmitte. 20 Minuten vor Beginn sorgten noch heftige Wolkenbrüche für skeptische Mienen, doch Petrus hatte ein Einsehen und statt des Regens fluteten mehr als 300 BSC-Anhänger den Bereich vor der Winzergenossenschaft.
Los ging´s mit einer Europameisterin: Die beim SC Freiburg spielende Bahlingerin Laura Ernst wurde vom Verein sowie von Bürgermeister Harald Lotis für den U 17-Titel mit dem deutschen Nationalteam geehrt und verriet Moderator Manfred Schäfer beim Interview einiges über ihren Trainingsaufwand und ihre Anfänge beim BSC unter Jugendtrainer Thomas Männer.
Danach interviewten BSC-Pressesprecher Stefan Ummenhofer und Stadionsprecher Thomas Seiter nicht nur die zahlreichen Neuzugänge, sondern auch die Verantwortlichen. Vertrauen in die eigene Stärke, aber Demut und Bescheidenheit nach außen, scheint das Motto zu sein. Cheftrainer Marco Schneider zeigte sich mit dem Stand der Vorbereitungen durchaus zufrieden, machte aber wie etliche seine Spieler deutlich, dass man statt vollmundiger Ankündigungen Tag für Tag hart arbeiten wolle.

Die Neuzugänge des Bahlinger SC sowie das Trainerteam.
"Die Mischung aus Professionalität und familiärem Umfeld", machten wie der Zweitliga-erfahrene Robert Geller (22, zuletzt FC Homburg) etliche Neuzugänge als Hauptgrund für den Wechsel an den Kaiserstuhl geltend. Und das Klima im Team scheint zu stimmen. Auch Ashley Ketterer (21, SC Freiburg II) betonte, wie gut er aufgenommen worden sei und dass es Spaß mache beim BSC. Und Nikita Ebel (23), einer von vier Denzlinger Neuzugängen, konnte klären, dass er entgegen der Angaben in offiziellen Portalen, die ihn als Doppelstaatler von Estland und Kasachstan auswiesen, "weder die eine noch die andere Staatsbürgerschaft, sondern nur die deutsche" habe...
Die kurzweiligen Gespräche waren Sympathiewerbung für die Neuen, den Verein und das Konzept des Bahlinger SC, nach dem Abstieg primär auf Akteure mit einer regionalen Verankerung zu setzen.
Natürlich war auch das am 23. August anstehende DFB-Pokal-Spiel gegen den Zweitligisten 1. FC Magdeburg Thema.Vorstandsvorsitzender Dieter Bühler zeigte sich überzeugt davon, dass das Kaiserstuhlstadion dann mit 4.000 Zuschauern ausverkauft sein werde. Und sein Vize August Zügel schaute noch weiter nach vorne: "Spätestens bis zum 100-jährigen Vereinsjubiläum 2029", so Zügel, wolle man die umfangreichen Ausbaumaßnahmen im Stadion abgeschlossen haben.
Mit folgenden Neuen geht der Bahlinger SC in die am 5. August mit dem Erstrundenspiel im Südbadischen Pokal (die Partie wurde vorverlegt) beginnende Runde: Robert Geller (FC Homburg), Fynn Lienert (SV Sandhausen), Silas Drumm (FC Teningen), Marin Stefotic (SV Oberachern), Philipp Sonn und Simon Heering (Karlsruher SC II), Ashley Ketterer (SC Freiburg II), Julde Riggenmann, Nicolas Garcia Stein, Christian Cernenchi und Nikita Ebel (alle FC Denzlingen). Aus dem eigenen Nachwuchs sind fest Teil des Oberligateams: Logan Bouebari, Luca Schröder, Luca Volk und als "Junger Alter" Fabian Schmid.



