Kunstturner aus Herbolzheim behaupten sich unter starker internationaler Konkurrenz
Der 17. Future Cup in Linz (Österreich) war mit Mannschaften aus 18 Nationen, darunter auch Kanada, Australien und England stark besetzt. Somit waren sogar einige Junioren-Nationalteams mit am Start. Elias Reichenbach (TV Ichenheim) und Andrei Mihai (TV Lahr) gingen bei ihrem ersten internationalen Wettkampf gemeinsam mit Shimon Aoki (KTG Heidelberg) für Baden – Deutschland an die Turngeräte.

vorne v.l.: Elias Reichenbach und Andrei Mihai / hinten: Shimon Aoki
Zum ersten aufgerufen zu werden als Vertreter einer Nation ließ die Nervosität der beiden am Startgerät Sprung sichtlich steigen. Elias musste leider einen Sturz in Kauf nehmen und auch Andrei konnte keinen optimalen Sprung präsentieren. Trotzdem ließen sich die beiden davon nicht verunsichern und konnten am Barren sehr starke Übungen zeigen und sich sogar für das Gerätefinale am darauffolgenden Tag qualifizieren. Vor allem der 18.-jährige Shimon konnte mit seiner Erfahrung die beiden jungen Talente (Elias 13 und Andrei 12 Jahre) unterstützen. Auch am Reck und Boden waren die Übungen der drei Badner sehr sauber. Somit konnte Elias von Gerät zu Gerät immer weiter Plätze gut machen, während Andrei nach Boden sogar auf Platz 2 lag. Leider musste letzterer am Pferd zwei Stürze verkraften und auch an den Ringen musste er einiges an Punkten liegen lassen. Elias durfte sich nach einer sehr gelungenen Übung an den Ringen auf ein zweites Finale freuen.
Am Ende des Wettkampfes konnte Elias sich über Rang 7 im Mehrkampf freuen und Andrei kann auch als einer der Jüngsten mit dem 15. Platz zufrieden sein. Ein internationaler Top-Ten Platz für Elias – trotz Sturz am Sprung – ließ die Motivation bei Turner und Trainer Manuel Rothmann auf kommende Aufgaben und Herausforderungen wachsen. Die Mannschaft der Badner erreichte währenddessen Platz 12 – auch das ist ein hoch anzurechnendes Ergebnis, da alle Übungen der drei Jungs in die Wertung kamen (fast alle Mannschaften waren zu fünft) und die Badner im Vergleich jung waren.
Am darauffolgenden Tag im Gerätefinale hatte Elias an den Ringen leider einen Fehler. Dafür konnte er am Barren eine nahezu perfekte Übung turnen, wodurch er als vierter knapp die Medaillenplätze verfehlte. Für Andrei, der hier sicherlich Chancen auf Edelmetall hatte, war der Druck eines internationalen Finals doch noch etwas zu hoch, wodurch ihm ein Fehler unterlief. Doch in diesen hochkarätig besetzen Gerätefinals überhaupt teilzunehmen, war für die beiden schon ein Highlight.


