Konstanz-Keeper Adam Studentkowski: „Die Motivation ist groß, an alte Erfolge der HSG anzuknüpfen“
Am Samstag startet die HSG Konstanz um 19.30 Uhr beim letztjährigen Drittliga-Meister SV Salamander Kornwestheim in die neue Saison. Mit dabei ist Torwart Adam Studentkowski, der in der Vorbereitung einen starken Eindruck hinterlassen konnte.

Adam Studentkowski
Im Interview spricht der gebürtige Bitburger, der zuletzt acht Jahre das Trikot der SG Pforzheim/Eutingen trug, über die ersten Wochen im neuen Team, sein Selbstvertrauen und seine Emotionen, Ambitionen und den schweren Auftakt in der 3. Liga. Außerdem gibt er einen Einblick in seine Leidenschaft für Musik und was ihn an der Herausforderung bei der HSG Konstanz reizt.
Studentkowski (27) wurde unter anderem im Nachwuchs der Rhein-Neckar Löwen ausgebildet, ist 1,90 Meter groß und gelernter Medien- und Kommunikationsmanager. In den letzten Jahren galt er als einer der besten Torhüter der 3. Liga und konnte dies auch mit Paraden-Statistiken untermauern.
Adam, nach acht Jahren in Pforzheim hast du in Konstanz ein neues Kapitel aufgeschlagen. Wie waren die ersten Wochen für dich?
Der erste Eindruck ist überaus positiv. Ich bin richtig glücklich mit der Vorbereitung und dem Team. Das ist eine super Mannschaft, ich wurde toll aufgenommen. Die Stadt ist tatsächlich noch schöner, als ich sie mir vorgestellt habe, sodass ich trotz viel Training auch den Sommer genießen konnte.
Wie zufrieden bist du mit dem sportlichen Verlauf der Vorbereitung?
Wir können sehr zufrieden sein. Alle treten mit hoher Motivation auf und als Einheit. Die Ergebnisse in den Testspielen waren gut, aber es ist auch viel Neues. Die Intensität und der Aufwand, den wir betreiben, sind hoch. In der Zusammenarbeit mit Torwart-Trainer Maximilian Wolf möchte ich noch mehr aus mir herausholen. Außerdem muss ich sagen, dass mir die Abwehr einen guten Start ermöglicht und vieles abgenommen hat. Was durchkommt, ist mein Job.
Nach neun Testspielen: Seid ihr bereit für die 3. Liga und den schweren Start bei Meister Kornwestheim sowie zwei weiteren Auswärtsspielen?
Wir sind bereit. Wir wollen eine Schippe drauflegen. Die Motivation ist groß, an alte Erfolge der HSG anzuknüpfen und am Ende der Saison das Maximum herauszuholen. Wir wollen gerne oben mitspielen, wissen aber, dass die Liga sehr stark und ausgeglichen ist. Kornwestheim ist direkt ein harter Prüfstein, ich denke aber, dass in dieser Liga wieder Jeder Jeden schlagen kann. Wenn wir in den ersten Auswärtsspielen erfolgreich sind, können wir auch eine Euphorie entfachen und uns dann auf die Schänzle-Hölle freuen. Die entfesselt natürlich noch einmal mehr Energie.
Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben und was ist dir als Mensch wichtig?
(Überlegt) Kommunikativ, kreativ und anpassungsfähig. Ich bin eigentlich ein einfacher Mensch. Wenn mir Dinge Spaß machen, kann ich schnell eine Leidenschaft dafür entwickeln. Außerdem teile ich Freude gerne mit Menschen, und habe immer in Teams gespielt, immer gerne andere Menschen um mich gehabt. Die Dinge und Erfolge gemeinsam zu erleben, ist das Schönste.

Bleibt abseits des Handballs noch Raum für weitere Leidenschaften?
Ich treibe insgesamt gerne Sport wie Basketball und Padel, auch wenn dazu wenig Zeit zur Verfügung steht. Ich unternehme gerne auch gerne etwas mit Freunden und bin ein großer Musikliebhaber. Platten und Oldies wie die 80er haben es mir angetan.
Nach acht Jahren – einer sehr langen Zeit im Sport – hast du bei der HSG ein neues Abenteuer gesucht. Was sind deine Ziele?
Ich habe in Pforzheim viele tolle Menschen kennengelernt und drei Jahre Vollzeit gearbeitet. In mir kam der Wunsch auf, nun noch einmal etwas Neues erleben, eine neue Stadt kennenlernen zu wollen. Ich möchte in Konstanz noch einmal einen Schritt nach vorne machen, sportlich wie menschlich. Die HSG ist die perfekte Lösung, ich möchte sehen, was sportlich noch drin ist und habe hier viele Möglichkeiten in der Region. Dazu ein familiäres Umfeld und ein ambitioniertes Team.
Als Torwart nimmt man innerhalb des Teams immer eine gewisse Sonderrolle ein, ist vielleicht auch etwas Team im Team. Was hilft dir dabei, dieses Selbstvertrauen, diese Energie und positiven Emotionen auszustrahlen, die wir in der Vorbereitung schon erleben durften?
Die Emotionalität kommt einfach aus mir heraus. Ich kann nicht ohne und muss meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Der Austausch mit dem Torwart-Trainer und meinen Torwart-Kollegen hilft sehr. Dazu kommt sicher ein wenig Erfahrung – und auch etwas Glück gehört dazu. Ein guter Start, man bekommt beispielsweise den Ball an den Fuß, hilft direkt, die richtigen Emotionen zu entfachen und das Selbstvertrauen noch größer zu machen.
Fragen: Andreas Joas
Die ersten Drittliga-Spiele
5. September, 19.30 Uhr, Kornwestheim vs. HSG Konstanz
12. September, 19.30 Uhr: TV Bittenfeld II vs. HSG Konstanz
19. September, 16 Uhr: SG Regensburg vs. HSG Konstanz
26. September, 20 Uhr: HSG Konstanz vs. TSB Schwäbisch Gmünd
3. Oktober, 20 Uhr: HSG Albstadt vs. HSG Konstanz
9. Oktober, 20 Uhr: HSG Konstanz vs. HBW Balingen-Weilstetten
25. Oktober, 17 Uhr: HSG Konstanz vs. VfL Pfullingen


