HSG Konstanz mit klarem Derbysieg gegen Steißlingen
Dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit konnte sich die HSG Konstanz im Derby-Duell gegen den TuS Steißlingen klar mit 42:34 (21:18) durchsetzen und bleibt in der Vorbereitung weiter ungeschlagen.

Philipp Hlawatsch in Aktion
Viele Fehler in der ersten Halbzeit
In einer wahren Hitzeschlacht war dabei jedoch die erste Hälfte nicht das, was sich die Konstanzer vorgestellt hatten. Zu viele Fehler, kaum Zugriff in der Deckung, zu viele vergebene freie Chancen. Es harzte im Spiel der HSG, die ihren bislang schwächsten Auftritt in den Testspielen hinlegte. Ohne Kapitän Michel Stotz, Lars Michelberger, Tim Enninghorst, Jonas Hadlich und den Ex-Steißlinger Jannik Hohlweg scheiterten die Gelb-Blauen einige Male frei vor dem Ex-Konstanzer Leon Sieck im Tor der Gäste. Alleine die Quote vom Siebenmeterpunkt mit nur zwei verwandelten Versuchen aus sechs Anläufen spricht für sich. Nach dem frühen 6:3 kamen so die Hegauer dank der Mithilfe der Gastgeber immer besser ins Spiel. Sehenswert war dabei das Zusammenspiel zwischen Sieck und dem ehemaligen Konstanzer Samuel Wendel, der mit punktgenauen Anspielen spektakulär in den Gegenstoß geschickt wurde. Mit sieben Toren avancierte der ehemalige österreichische Nationalspieler zum besten Torschützen seiner Mannschaft. Dank seiner Kontertore drehte Steißlingen nach vielen Wechsel auf der Gegenseite und danach sprunghaft ansteigender Fehlerquote einen 9:12-Rückstand in eine 15:12-Führung.
„Mit dem Kopf nicht da“
Bis zum Pausenpfiff fing sich die HSG wieder etwas und nahm einen 21:18-Vorsprung, aber auch jede Menge Potenzial zur Verbesserung mit in die Kabine. „Heute war es ein ganz anderes Testspiel als wir das gewohnt sind“, fand Ralf Bader. „Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen. Einige Abläufe in der Abwehr haben einfach noch nicht gepasst.“ Vor allem die Wachheit fehlte dem HSG-Coach, der bemängelte: „Wir waren mit dem Kopf nicht da.“ Bemüht, aber eben nicht entschlossen und clever genug.
Reaktion nach der Pause
Angesichts der müden Beine nach intensiven letzten Wochen sowie der tropischen Temperaturen in der „Schänzle-Hölle“ war die Reaktion seiner Schützlinge nach dem Seitenwechsel umso bemerkenswerter. Mit frischem Elan hielt die HSG das Tempo hoch, während Steißlingen allmählich die Kräfte schwanden. Philipp Hlawatsch zeigte einmal mehr, welche Waffe er im Eins-gegen-Eins sein kann, Janne Pietrusky verwandelte die ihm aufgelegten Kontermöglichkeiten traumwandlerisch sicher und Jan Stotten setzte sich rechten Rückraum gut durch. Die Drei waren die prägenden Akteure, die mit je sechs Treffern die besten Konstanzer Torschützen wurden. Über 31:25 schraubte die HSG das Ergebnis auf 35:27 nach oben und konnte das Derby schließlich deutlich mit 42:34 für sich entscheiden. Aron Czako, in Vertretung von Michel Stotz als Kapitän im Einsatz, unterstrich: „Acht Tore Differenz sind okay, aber in der ersten Halbzeit waren wir alle nicht richtig da. Es war eine Ehre das Kapitänsamt von Michel übernehmen zu dürfen. Nicht nur deshalb wollte ich das Spiel unbedingt gewinnen.“ Mit dem Ergebnis und der Reaktion im zweiten Durchgang zeigte sich auch sein Trainer zufrieden und hofft nun darauf, dass sich der Kader für die kommende Woche wieder etwas füllt. Dann warten beim Drittliga-Konkurrenten HBW Balingen-Weilstetten II am Freitag sowie am Samstag in Allensbach gegen en Schweizer Zweitligisten HSG Baden Endingen noch einmal andere Prüfsteine.
HSG Konstanz: Oscar Mogg, Adam Studentkowski (beide Tor); Aron Czako (3/1), Philipp Hlawatsch (6), Sven Iberl (1), Luca Schwormstede (3), Jo Knipp (5), Maxim Pliuto (2/1), Jan Stotten (6), Lukas Dietrich (4), Xeno Müller (3), Janne Pietrusky (6).
Der Sommerfahrplan
14. August, 19 Uhr, Mey Generalbau Arena: HBW Balingen-Weilstetten II vs. HSG Konstanz
15. August, 19.30 Uhr, Riesenberghalle Kaltbrunn: HSG Konstanz vs. HSG Baden Endingen
19. August, 19.30 Uhr, Axa Arena: Pfadi Winterthur vs. HSG Konstanz
22. August, 15 Uhr, Schänzle-Sporthalle: HSG Konstanz vs. Bregenz Handball


