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Freiburgs Jahresabschluss und Deutschlands stärkster Jahrgang

Es ist der Abschluss einer aufregenden ersten Hälfte der Saison. Die FT 1844 Freiburg empfängt am Sonnabend, dem 27. Dezember, 20 Uhr, den ASV Dachau. Die Bayern fanden schwer in die Saison, ließen zuletzt aber mit Punktgewinnen gegen Friedrichshafen und Düren aufhorchen.

FT 1844_Freiburgs Jahresabschluss und Deutschlands stärkster Jahrgang

Stephan Tapken

Aber auch Freiburgs Außenangreifer Anton Jung sieht das eigene Team auf dem aufsteigenden Ast. „Wir hatten zum Saisonbeginn doch länger gebraucht, um Abstimmung und Spielrhythmus zu finden“, sagt Jung. Das Team habe aber immer zusammengehalten auch nach „frustrierenden Punktverlusten“. Spätestens der Sieg gegen Giesen habe in der Mannschaft ein „Feuer entfacht“, das Freiburg für jeden wieder zum gefürchteten Gegner macht.

Beim Spiel gegen Dachau freut sich Jung auch auf ein Wiedersehen mit Severin Brand. Beide gehörten zum Natio-Jahrgang 2003/04. „Wir haben so viel zusammen erlebt und uns seit frühester Jugend bei Meisterschaften Duelle geliefert, das verbindet“, sagt Jung. Das gelte nicht nur für die beiden. Bis auf wenige Ausnahmen gebe es regelmäßige Kontakte der Spieler, die erst bei den Youngstars in Friedrichshafen und dann beim VCO in Berlin ihre sportliche Entwicklung vorantrieben.  

Der Jahrgang 2003/04 ist aktuell der stärkste deutsche Jahrgang in der Bundesliga, sofern man den VCO außer Acht lässt, der mit Sonderspielrecht in der 1. Bundesliga auflaufen darf. In Freiburg prägen aus diesem Jahrgang neben Anton Jung auch Fabian Hosch und Karl-Lennart Klehm das Spiel, in Lüneburg sorgt Joscha Kunstmann für Furore, in Friedrichshafen Simon Kohn, in KW sind es Lovis Homberger und Carl Möller, in Herrsching sind es Laurenz Welsch und Jannis Wiesner und in Ludwigsburg Philipp Herrmann und Ben-Simon Bonin.

In der Corona-Zeit fand das zwar nur wenig öffentliche Beachtung, als bei der U19-WM 2021 ein 8. Platz erreicht wurde. Bis heute war kein männlicher Jahrgang bei einer Weltmeisterschaft besser. Auch das unterstreicht, welches Potenzial in der Breite in dem Jahrgang steckt.

„Wenn wir uns in der Halle treffen, haben alle immer erst mal ein fettes Grinsen im Gesicht. Das werde nie vergehen“, sagt Jung. Zum Anpfiff des Spiels gegen Dachau werden die Freundschaften kurzzeitig beendet und verbissen fürs eigene Team gekämpft. „Wir verfolgen trotzdem die Entwicklung der anderen, schreiben uns Nachrichten, beglückwünschen den anderen für gute Leistungen“, sagt Jung. Das ist Sportsgeist, wie er vorbildlicher kaum sein kann.

Zeit zum Ausruhen bleibt dem Freiburger Team nicht. Die enge Taktung der Spiele setzt sich im neuen Jahr nahtlos fort. Gleich am ersten Sonnabend des neuen Jahres, dem 3. Januar, geht mit dem Heimspiel gegen Karlsruhe ab 20 Uhr die Rückrunde los. Die Baden Volleys sind ein ebenbürtiger Mitkonkurrent um die Playoff-Plätze. Der Sieg aus der Hinrunde soll in der heimischen Act-Now-Halle unbedingt wiederholt werden.

Text: Leonie Junginger

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