Freiburg erobert trotzt Unterzahl mit 2:1 gegen Schalke die Tabellenführung zurück.
Der SC Freiburg hat den FC Schalke 04 mit 2:1 besiegt und sich damit die Tabellenführung zurückgeholt.

Großer Jubel im Breisgau: Keisuke Goto schießt Freiburg zum 2:1
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen in der 10. Minute in Führung. Nach einer Ecke parierte Schalkes Torhüter Karius zunächst einen Kopfball, gegen den Nachschuss von Maximilian Eggestein zum 1:0 war er jedoch machtlos.
Freiburg bestimmte die Anfangsphase, verzeichnete mehr Ballbesitz und die besseren Chancen. Schalke arbeitete sich nach und nach in die Partie und kam in der 30. Minute zum Ausgleich. Nach einer Ecke wehrte Freiburgs Torhüter Backhaus den Ball vor die Füße von Bundesliga-Debütant Adrian Gantenbein ab, der aus kurzer Distanz zum 1:1 einschoss.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung ausgeglichen. Schalke setzte offensiv immer wieder Akzente, Freiburg hielt dagegen. Die größte Schalker Möglichkeit entstand in der 60. Minute, als nach einer Ecke ein Kopfball von Maximilian Wöber verlängert wurde und Igor Matanovic den Ball an die eigene Latte köpfte.
Eine entscheidende Szene folgte in der 64. Minute. Freiburg musste nach einer Gelb-Roten Karte gegen Yuito Suzuki die verbleibende Spielzeit in Unterzahl bestreiten.
Trotz des personellen Nachteils blieb die Partie offen. Julian Schuster reagierte mit mehreren Wechseln und brachte unter anderem Keisuke Goto und Vincenzo Grifo. Die beiden Joker Spieler sorgten fünf Minuten vor dem Ende für die Entscheidung: Grifo flankte von der linken Seite präzise in den Strafraum, wo Goto am Fünfmeterraum zum 2:1 einköpfte.
In der Schlussphase versuchte Schalke noch einmal zurückzukommen, Freiburg ließ jedoch kaum gefährliche Aktionen zu. Die Breisgauer brachten den Vorsprung über die Zeit und sicherten sich durch den Treffer der beiden Einwechselspieler den 2:1-Heimsieg.

Stimmen zum Spiel
Spiel Igor Matanović lobte nach der Partie die geschlossene Mannschaftsleistung. Besonders in der ersten Halbzeit habe Freiburg spielerisch überzeugt und Schalke nur wenige Möglichkeiten zugelassen. Nach dem Ausgleich und einer schwächeren Phase nach der Pause sei das Team nach der Gelb-Roten Karte wieder fokussierter aufgetreten. Die Einwechselspieler hätten entscheidenden Anteil am Erfolg gehabt. Mit Blick auf die Tabellenführung sprach Matanović von einer verdienten Belohnung für die tägliche Arbeit der Mannschaft, betonte aber zugleich, dass nun die nächste Aufgabe in Leverkusen im Fokus stehe.
Lucas Höler zeigte sich stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. Trotz Unterzahl habe Freiburg mutig nach vorne gespielt und sich den Sieg verdient. Die taktischen Anpassungen nach dem Platzverweis hätten hervorragend funktioniert. Die Tabellenführung bezeichnete er als schöne Momentaufnahme nach sieben Siegen aus acht Pflichtspielen.
Maximilian Eggestein, der den Führungstreffer erzielte, sah Freiburg insbesondere in der ersten Halbzeit klar überlegen. Nach dem Seitenwechsel habe Schalke zwar zwischenzeitlich mehr Kontrolle gehabt, doch auch in Unterzahl sei die Mannschaft offensiv geblieben. Entscheidend seien letztlich die Impulse der Einwechselspieler gewesen. Zudem richtete Eggestein den Blick bereits auf das bevorstehende Heimspiel in der Conference League.
Schalke-Trainer Miron Muslic gratulierte Freiburg zum Sieg und lobte die starke Anfangsphase der Gastgeber. Die Gelb-Rote Karte gegen Freiburg bezeichnete er als harte Entscheidung. Seine anschließende taktische Umstellung in Überzahl wertete er selbstkritisch als Fehler, da Schalke dadurch die Kontrolle über das Spiel verloren habe. Die Verantwortung für die Niederlage übernahm Muslic ausdrücklich selbst.
Julian Schuster zeigte sich nicht nur zufrieden mit dem Sieg, sondern auch beeindruckt von der offenen Selbstkritik seines Trainerkollegen. Freiburg habe das Spiel zunächst kontrolliert, es aber versäumt, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Nach dem Platzverweis sei die Mannschaft besonders gefordert gewesen. Durch großen Einsatz, die Unterstützung der Fans und eine geschlossene Teamleistung habe sein Team die Unterzahl jedoch erfolgreich kompensiert. Die Partie bezeichnete Schuster als „sehr wichtige Erfahrung“ für die weitere Entwicklung seiner Mannschaft.


















