Degenfechter Julius Ruppenthal bei der Junioren-WM in Saudi-Arabien
Waldkirch (hbl). Mit dem Mannschafts-Vizeeuropameistertitel im Rücken fliegen sie zur Junioren-Fechtweltmeisterschaft nach Riad (Saudi-Arabien). Unter den vier besten deutschen Junioren-Degenfechtern steht Julius Ruppenthal, der ehemalige Waldkircher SVW-Fechter, vervollständigt durch Ole Petersen (Fechtclub Leipzig), Jakob Stange (Fechtzentrum Solingen) und Matthew Bülau (Heidenheimer SB). Am Mittwoch steht der Teamwettkampf an.
Julius Ruppenthal vor Wechsel nach Heidelberg - Archivbild
„Träumen ist erlaubt“ meint der 18-jährige Julius Ruppenthal etwas schmunzelnd vor dem Abflug in Frankfurt in die Hauptstadt des Königreich Saudi-Arabien. „Wir wissen, dass wir mitfechten können“, tritt aber gleichzeitig auf die Euphoriebremse. Unter Nachwuchsbundestrainer Jörg Fiedler (Leipzig) würden alle vier wissen, dass sie immer über 100 % bringen müssen, um ganz vorne mitkämpfen zu können. Bei allen Träumen, das Erreichen der Top 16 sei für das deutsche Team am Mittwoch Pflicht, so der U20 Fechter.
Im Einzel ist für Ruppenthal bei 280 Teilnehmern die Top 100 Pflicht, mit dem Erreichen des 64-er Feldes sei er zufrieden, richtig zufrieden mit dem Vordringen in das 32er Tableau. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, kann viel passieren, zeigt sich der ehemalige deutsche B2-Jugend Meister aus dem Jahre 2019 demütig.
WM-Vorbereitung in Prag gibt Rückenwind
Zur WM-Vorbereitung ist die deutsche Junioren-Mannschaft nach Ostern zu einem Lehrgang und Turnier nach Prag gereist, Bei dem Turnier drang Ruppenthal bis ins Finale vor, unterlag dort seinem Mannschaftskollegen und EM-Dritten Matthew Bülau mit 11:15 und wurde Zweiter, was ihm durchaus für die WM-Teilnahme Mut mache. Intensiv habe er zuletzt an der Treffervorbereitung gearbeitet. Der jetzt für Heidelberg startende U20-Degenfechter feilte daran, geschmeidiger und wendiger zu werden, um den Treffer besser setzen zu können.
Nach dem anstrengenden Turnier in Prag waren dann ein wenige Tage Entspannung angesagt, als er zu seinen Eltern nach Freiburg reiste. Sein Vater Jörg Ruppenthal ist kein Geringerer als der einstige Waldkircher Vereins- und südbadischer Landestrainer. Doch jetzt heißt es, sich auf seine erste WM-Teilnahme zu konzentrieren und fokussieren