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Affenbande holt mit Energieleistung drei Punkte

Einen wichtigen 3:1-Erfolg (25:16, 21:25, 25:20,30:28) landen die Volleyballer der FT 1844 Freiburg am Samstag im Heimspiel der Bundesliga gegen den SV Warnemünde.

FT 1844_Affenbande holt mit Energieleistung drei Punkte

FT 1844 Freiburg

Die Affenbande lässt damit im Rennen um einen Platz für die Playoffs (Ränge eins bis acht) nicht locker. 1240 Zuschauer fiebern in der Act-Now-Halle vor allem im vierten Satz mit ihren Dschungel-Jungs mit, ehe der vierte Matchball die Entscheidung bringt.     

Die Dramaturgie der drei Sätze:

Bei den Gastgebern stand Fabian Hosch nach zwei Spielen Pause wegen Rückenbeschwerden wieder in der Startformation. Und der Zuspieler sorgte mit zwei Assen sogleich für die ersten beiden Highlights. Als dem Warnemünder Gabriel Tyws ein Angriff zum 5:1 aus FT-Sicht verrutschte, sah sich Gästetrainer Maurizio Forte bereits zur ersten Auszeit gezwungen. Die Affenbande bereitete Punkte immer wieder durch druckvolle Aufschläge vor. Oft konnten die Freiburger die über das Netz fliegenden gegnerischen Annahmen umgehend verwerten. Kontinuierlich bauten die Gastgeber ihren Vorsprung aus. Nur noch einmal kam Warnemünde durch eine erfolgreiche Challenge auf vier Punkte heran (15:11). Kontrolliert brachte Diagonalangreifer Brendan Mills im zweiten Anlauf den ersten Satzgewinn ins Ziel (25:16).

Im zweiten Satz startete die FT zwar ebenfalls stark (3:0), nun aber wachten die Ostseestädter auf. Vor allem ihr Block griff zu, sodass sie selbst erstmals in Führung gehen konnten (4:5). Gästecoach Forte hatte nun fast sein gesamtes Team ausgetauscht. Gefährlich servierte ihr weiter auf dem Feld stehender Diagonalangreifer Jan-Philipp Knebel, der auch im Angriff das Spiel des Aufsteigers über weite Strecken trug. Zudem kam nach seiner Einwechslung Außenangreifer Lukasz Dydzik auf Touren. Ein Dydzik-Ass zum 12:15 aus Freiburger Sicht zwang FT-Coach Jakob Schönhagen zu einer Auszeit. Eine tolle Abwehraktion von McIntosh leitete den 15:15-Ausgleich durch Mills ein, dann aber wurde der Freiburger Diagonale zweimal longline von Sören Schröder geblockt (16:19). Damit wurde die Freiburger Aufholjagd im zweiten Satz gestoppt. Über 18:23 ging der Durchgang aus FT-Sicht mit 21:25 verloren.

Völlig ausgeglichen schaukelte sich der dritte Satz in die Crunchtime. Freiburgs große Konstante an diesem Abend: Mittelangreifer Charles Figy, der nahezu jeden schnellen Ball verwertete (am Ende 15 Punkte aus 16 Angriffen) und auch im Block herzhaft zupackte. Bis zum 18:19 lief Freiburg einem Rückstand hinterher. Dann trat Anton Jung zur Aufgabe – und servierte bis zum 24:19 durch. Mit zwei Assen nahm er zunächst Dydzik aus dem Spiel, dann blockte Figy erst Mehlberg und dann Knebel. Mit einem fulminanten Endspurt krallten sich die Freiburger den dritten Satz (25:20.).

Im vierten Satz holte die Affenbande auch emotional nochmal alles aus sich heraus. Selbst Trainer Schönhagen, der sonst eher stoisch dem Treiben aus der Coachingzone folgt, feierte gestenreich Punktgewinne und Breaks. Auch das Publikum war nun voll da -- das musste es auch, denn Warnemünde gab sich so hartnäckig und zäh wie eine steife Ostseebrise im stürmischen Winter. Als Aufschlagjoker Fredrik Frisch die FT 1844 mit 18:15 nach vorn brachte, schien sich der dritte Freiburger Satzgewinn anzubahnen. Hosch legte ein Ass gegen Dydzik zum 20:16 obenauf. Doch die Gäste pirschten sich wieder heran und stellten mit einem Diagonalangriff des überragenden Knebel zum 22:22 den Ausgleich wieder her. Nun entwickelte sich endgültig ein Volleyballkrimi. Freiburg blieb am Drücker, und die Partie wurde nun endgültig zu einem Duell zwischen der FT 1844 und Knebel. Matchball FT (insgesamt vier) – Satzball Warnemünde (insgesamt zwei). Und dann geriet beim Stand von 29:28 tatsächlich mal ein Ball von Knebel ein paar Zentimeter zu lang. Auch die SVW-Challenge auf Blockberührung war erfolglos. Enthusiastisch feierte das Publikum den Viersatz-Erfolg.

Freiburg bleibt mit den drei Tabellenpunkten im Bundesliga-Klassement zwar auf Rang neun, hält aber ungerührt Tuchfühlung zu den vor ihnen liegenden Teams aus Herrsching, Königs Wusterhausen und Ludwigsburg. Am kommenden Samstag gastiert die Affenbande bei den Grizzlys Giesen, ehe am Samstag, 7.März (nach dem Pokalfinal-Wochenende) der aktuelle Tabellenführer SVG Lüneburg in der Act-Now-Halle gastiert (20 Uhr). Dies ist bereits das vorletzte Heimspiel der Hauptrunde für die Schönhagen-Crew.

Stimmen zum Spiel:

Fabian Hosch, MVP des Spiels: „Wir haben es zum Schluss stark als Team gelöst. Jeder hat noch mal alles reingeworfen. Nach dem zweiten Satz war wieder Feuer und Energie da. Warnemünde hat nicht lockergelassen, ihren Diagonalangreifer haben wir zum Schluss nicht wirklich in den Griff bekommen.“  

Jakob Schönhagen, Trainer der FT 1844: „Dass wir den zweiten Satz verloren haben, hat viel mit uns zu tun, weil wir stumpf harte Lösungen gesucht haben, statt unserer Spielidee zu folgen. Wenn wir es schaffen, über das gesamte Spiel unser Herz zu zeigen, den besseren Plan haben und uns an diesen Plan halten, können wir fast allen Mannschaften der Liga gefährlich werden.“  

Text/Bild: FT 1844 Freiburg

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