Affenbande heiß auf zünftigen Fasnachtsball gegen Warnemünde
Norddeutsche haben es bekanntlich nicht so mit der fünften Jahreszeit. Könnte es sein, dass deshalb auch Volleyballer von der Ostsee mitten in die Hochphase der Fasnacht etwas fremdeln? Am Fasnets Samschdig (Samstag, 14. Februar) erlebt der SV Warnemünde in seiner Bundesliga-Debütsaison sein allererstes Dschungel-Abenteuer.
FT 1844_Affenbande heiß auf zünftigen Fasnachtsball gegen Warnemünde
Um 20 Uhr will die gastgebende FT 1844 Freiburg in der Act-Now-Halle gegen den Aufsteiger wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs einfahren.
Doch Vorsicht vor den wackeren Gästen aus Mecklenburg-Vorpommern: Warnemünde galt zwar vor dem Bundesligastart bei vielen Experten als erster Anwärter auf den einzigen Abstiegsplatz, inzwischen aber hat sich die Mannschaft des italienischen Trainer Maurizio Forte durch Siege gegen Karlsruhe, Mitteldeutschland, Haching München und den VC Olympia Berlin viel Respekt erarbeitet. Selbst den Spitzenteams BR Berlin und Lüneburg knöpfte der SVW in diesem Frühjahr jeweils einen Satz ab. „Warnemünde ist in der Liga angekommen und stellt eine ausgeglichene Mannschaft, die durchaus einen Lauf bekommen kann“, hat der Freiburger Assistenztrainer Wolfgang Beck festgestellt.
In der Hinrunde gewann die FT im Rostocker Teilort zwar mit 3:1, wäre aber um ein Haar im Tiebreak gelandet (32:30 im vierten Satz). Überragend damals auf Warnemünder Seite: Diagonalangreifer Jan-Philipp Knebel, der auf 29 Punkte kam. „Sie schlagen gut auf und geben sich nicht geschlagen, auch wenn sie einen Satz mal hoch verlieren“, beschreibt Beck die starke Mentalität des kommenden Gegners. Mit 13 Punkten steht Warnemünde zwar weiterhin als 14. auf dem ersten Abstiegsplatz, Mitteldeutschland (15) und Dachau (19) liegen aber in Reichweite. Der Aufsteiger wird also alles daransetzen, um in Freiburg Punkte gegen den Abstieg einzufahren.
Umgekehrt sind die Freiburger heiß auf den nächsten Heimsieg. Durch die Niederlagen gegen Friedrichshafen und Düren sind sie auf Platz neun abgerutscht. „Im Kampf um die Playoffs zählt jeder Punkt“, verdeutlicht Beck. Die FT 1844 hat diesbezüglich also gar nichts zu verschenken. „Wir müssen unseren Spielstil pflegen, wieder schnell und clever agieren“, fordert Beck. Die Saison biegt langsam auf die Zielgerade ein. Es ist bereits das drittletzte Heimspiel der Hauptrunde für die Breisgauer.
Personell schaut‘s voraussichtlich ganz gut aus bei der Mannschaft von Cheftrainer Jakob Schönhagen: Zuspieler Fabian Hosch kehrt wieder ins Team zurück. Und Mittelangreifer Liam Kristjanson hat nach überstandenem Bänderriss bereits beim 1:3 in Düren gezeigt, dass er seine Kollegen wieder mit starken Aktionen mitreißen kann. Freiburg will also alles dafür tun, um am Samstag mit seinen begeisterungsfähigen Fans einen zünftigen Fasnachtsball der Marke Affenbande zu feiern.