Rossini in Wildbad - Festival 2026 eröffnet
Außergewöhnliche Musik an außergewöhnlichen Orten
Ein sonniger Sommerabend im Nordschwarzwald, Gäste aus nah und fern und die Vorfreude auf hochkarätigen Belcanto: Auf dem Sommerberg stimmte Bürgermeister Marco Gauger die geladenen Gäste auf die 37. Ausgabe von „ROSSINI IN WILDBAD“ ein. Als traditionelle Auftaktveranstaltung stand das Waldkonzert am Donnerstag sinnbildlich für das, was das Festival seit vielen Jahren prägt: „Außergewöhnliche Musik an außergewöhnlichen Orte“, wie Gauger in seiner Ansprache betonte.

Auftakt für ein internationales Festival:(v.l.n.r.) Marco Gauger, BM Bad Wildbad, Calws Landrat Helmut Riegger, der französische Generalkonsul Gaël de Maisonneuve und Intendant Jochen Schönleber,sowie Klaus Mack stimmten sich auf dem Sommerberg auf das Rossini-Festival 2026 ein.
Das Festival sei längst weit mehr als eine reine Opernreihe. „Es ist ein Markenzeichen unserer Stadt und trägt den Namen Bad Wildbads weit über die Grenzen Baden-Württembergs und Deutschlands hinaus“, so das Stadtoberhaupt. Mit großer Freude kündigte Gauger zudem für das Festival ein Stück gelebte Geschichte an: Die Rückkehr der Opernaufführungen in den historischen Kursaal des Kurhauses, der schon zur Blütezeit unter König Wilhelm II. von Württemberg ein bedeutender Treffpunkt der europäischen High Society war. „Ein Ort, der über Generationen hinweg für Kultur, Begegnung und Gastlichkeit stand, erhält damit seine ursprüngliche Bestimmung zurück.“
Anerkennung und Bekenntnis vom Landkreis Calw
Unter den Ehrengästen zeigte sich Calws Landrat Helmut Riegger als bekennender Fan und verlässlicher Unterstützer des kulturellen Highlights. Riegger zitierte Rossini, der einst schrieb, „alle Genres seien gut, außer den langweiligen“ und betonte in seiner Ansprache:
„Ein besseres Motto hätte man sich für den heutigen Auftakt gar nicht wünschen können. Wir erleben hier keine klassische Bühne und keinen Orchestergraben, sondern Natur pur mitten auf dem Sommerberg. Dass Intendant Jochen Schönleber das Festival mit solcher Beharrlichkeit immer wieder neu erfindet und nach Europa trägt, ist eine herausragende Leistung.“
Darüber hinaus unterstrich Riegger die Bedeutung für die gesamte Region. Künstlerische Zentren dieser Strahlkraft entstünden keineswegs nur in großen Metropolen. „Wir als Landkreis sind unglaublich stolz darauf, ein solches Festival in unseren Reihen zu haben. Der jährliche Zustrom zeigt, wie sehr diese Kultur gebraucht wird. Deshalb gibt es vom Landkreis ein 100-prozentiges Bekenntnis zur weiteren Finanzierung und Unterstützung.“
Europäische Strahlkraft und französische Schirmherrschaft
Eine besondere Ehre wird dem Festival in diesem Jahr durch die Schirmherrschaft des französischen Generalkonsuls in Stuttgart, Gaël de Maisonneuve, zuteil. Dies unterstreicht das internationale Profil der Festspiele und schlägt eine Brücke zur enge historische Verbindung Rossinis zu Frankreich sowie zur Städtepartnerschaft Bad Wildbads mit Cogolin.
In seiner Grußbotschaft verweist Generalkonsul de Maisonneuve auf Rossinis zweite Heimat Frankreich, wo dieser 24 Jahre seines Lebens verbrachte und nun das Festival mit den neuen Zyklus ‚Belcanto auf Französisch‘ eröffnet wird.
„Musikliebhaber reisen aus ganz Europa nach Bad Wildbad, um genau dort Musik zu hören, wo der Meister einst kurte. Die Badekultur der europäischen Elite des 19. Jahrhunderts hat sich hier zu einer einzigartigen Verbindung von Kultur, Natur und Genuss gemausert.“
Einzigartige Naturkulisse als „bester Konzertsaal der Welt“
Dass die Eröffnung Open Air in der freien Natur stattfindet, ist die Idee von Intendant Jochen Schönleber, der dieses Format vor zehn Jahren auf dem Baumwipfelpfad erfolgreich ins Leben gerufen hat. Mit einem Augenzwinkern blickt Schönleber auf diese Tradition zurück: „Damals, als wir vor zehn Jahren zum ersten Mal auf dem Baumwipfelpfad gespielt haben, war das der Startschuss für eine wunderschöne Tradition. Wir haben hier im Grunde den schönsten Konzertsaal der Welt bekommen – zeitgleich mit der Elbphilharmonie in Hamburg. Nur dass diese dreistellige Millionenbeträge gekostet hat und unser Natursaal fast gar nichts Und das bei einer mindestens genauso warmen und einzigartigen Akustik!“
Insbesondere die Naturkulisse am „Grillplatz“ biete ein unvergleichliches Klang- und Naturerlebnis. Musikalisch verspricht die aktuelle Saison unter der Kuratierung des renommierten „Rossini-Papstes“ Reto Müller echte Raritäten und präsentierte zum Waldkonzert unter anderem zwei Erstaufführungen von Werken mit Harfenbegleitung, die in dieser Form noch nie zu hören waren.


