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Nachrichten aus Schwarzwald

Freudenstadt rollt dänischer National-Mannschaft den grünen Teppich aus

Freudenstadt. Freudenstadt rollt der dänischen Fußball-Nationalmannschaft den grünen Teppich aus. Das Hermann-Saam-Stadion hat einen neuen Rasen bekommen.

Wie ein Uhrwerk arbeite das Team des Rasenproduzenten aus den Niederlanden im Freudenstädter Stadion zusammen, um den Rollrasen zu verlegen.

Rath/Stadtverwaltung

Der Austausch des Rasens erfolgte in Rekordzeit. Die Firma Garten-Moser aus Reutlingen fräste in den zurückliegenden Tagen den alten Rasen samt Humus bis auf die Drainageschicht ab und organisierte den Einbau eines neuen Rollrasens. Das Gras auf Dickschicht-Sode ist im Prinzip sofort bespielbar. Am Donnerstagmittag, 6. Juni, soll der Einbau abgeschlossen sein.

Die Pflege hat bereits direkt mit dem Verlegen begonnen. Bis nächste Woche soll der „Pitch“ dann auf Topniveau getrimmt werden. Die Firma Garten-Moser ist Instanz in Sachen Sportstätten-Bau und hat die Spielfläche in großen Bundesliga-Stadion geschaffen, etwa in Stuttgart und in München. Sie hat vor 16 Jahren auch das Spielfeld im Hermann-Saam-Stadion erneuert.

Die Geschwindigkeit und Präzision, mit der der Rollrasen verlegt wurde, beeindruckte die Freudenstädter Stadion-Mannschaft. „Das funktioniert scheinbar so mühelos und glatt wie beim Tapezieren“, so ein Beobachter. Kleiner Unterschied: Jede Rolle bringt zwei Tonnen auf die Waage. Am Mittwochmorgen standen um 7 Uhr bereits 20 Sattelzüge voll mit Rasenrollen sowie alle Sondermaschinen zur Verlegung bereit. Beim Einbau arbeitete die Kolonne der Herstellerfirma aus Holland wie ein Uhrwerk zusammen. Das Wetter mit kühler Luft und leichtem Regen spielte den Arbeitern diesmal in die Hände. Für Raseneinbau waren die Bedingungen optimal.

Das war in den zurückliegenden Monaten nicht der Fall. Ursprünglich hatte die Stadt vor, die bestehende Rasenfläche aufarbeiten zu lassen, um das Spielfeld auf UEFA-Standard zu bringen. Als die Wetterlage Mitte April immer noch keine Besserung erwarten ließ und das Risiko zu groß wurde, überhaupt ein tadelloses Spielfeld herstellen zu können, entschied sich die Stadtverwaltung mit Zustimmung des Gemeinderats und in Abstimmung mit den Verbänden für einen Austausch.

Dazu Oberbürgermeister Julian Osswald: „Die Kosten für den Rasentausch im Stadion belaufen sich auf einen niederen sechsstelligen Betrag. Die genaue Höhe kann aktuell nicht beziffert werden, weil der Vertrag mit der Firma Moser-Gartenbau auch die Pflege- und Wartung während des Turniers beinhaltet. Der Aufwand ist daher auch davon abhängig, wie weit die dänische Nationalmannschaft im Turnier kommt und wie sich das Wetter entwickelt. Die Stadt Freudenstadt hat hinsichtlich der Kostenteilung mit den Verbänden UEFA, DFB und DBU eine für alle Seiten gute und faire Lösung gefunden. Rückblickend können wir sagen, dass in Anbetracht des Wetters in den zurückliegenden Wochen und Monaten mit viel Regel, Kälte und einem langen Winter im Schwarzwald die Entscheidung, den Rasen auszutauschen, die einzig richtige war.“

Osswald dankt den beteiligten Partnern für die schnelle und professionelle Umsetzung des Projekts und den Verbänden für die finanzielle Unterstützung. Für die Stadt ist der neue Rasen eine Investition mit Nutzen über die EM-Zeit hinaus.  „Die Humusschicht unter dem Rasen war über die Jahre um rund acht Zentimeter angewachsen. Wir hätten uns also in absehbarer Zeit ohnehin das Spielfeld sanieren müssen“, so der OB. Jetzt verfüge die Stadt in Zusammenspiel mit dem Champions-Park und den beiden Kunstrasen-Spielfeldern direkt am Stadion über Top-Sportanlagen. „Wir sind damit eine gute und jetzt vor allem bekannte Adresse für große Vereine aus dem In- und Ausland sowie die Verbände“, so Osswald.

Wie berichtet, schlägt die dänische Fußball-Nationalmannschaft während der EM ihr „Team Base Camp“ in Freudenstadt auf. Der Image-Nutzen durch das enorme Medieninteresse aus dem In- und Ausland an Freudenstadt sei für den Wirtschafts- und Tourismusstandort von unschätzbarem Wert. Osswald dankte dem Gemeinderat für dessen klares Bekenntnis zum Projekt „Team Base Camp“ sowie der Stadt und allen Partnern für die intensive Zusammenarbeit in den zurückliegenden Monaten. „Das war für uns alle eine richtige Herausforderung und richtig viel Arbeit zusätzlich zum Tagesgeschäft. Aber es ist in höchstem Maße beeindruckend, wie schnell, entschlossen und leistungsstark wir das Großprojekt gemeinsam umgesetzt haben“, so Osswald.

Text/Bild: Stadtverwaltung Freudenstadt

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