Sparkasse Pforzheim Calw schreibt Erfolgsgeschichte fort:
Wachstum, Nachhaltigkeit und soziales Engagement prägen das Geschäftsjahr 2024
Die Sparkasse Pforzheim Calw als größtes öffentlich-rechtliches Geldinstitut in Baden-Württemberg hat im Geschäftsjahr 2024 ihre Position als führende Bank in der Region weiter gefestigt.

Zufrieden mit den Finanzzahlen 2024 der Sparkasse Pforzheim Calw: Das Vorstandsgremium mit (von links) Sven Eisele und Hans Neuweiler (Vorsitzender) sowie Kerstin Gatzlaff und Dr. Georg Stickel.
Trotz eines wirtschaftlich herausfordernden Umfelds konnte die Bilanzsumme erhöht und das Kundenkreditvolumen gesteigert werden. Dabei überzeugte die Sparkasse mit ihren rund 1.900 Beschäftigten nicht nur mit soliden Finanzkennzahlen, sondern auch mit einem breiten Engagement für Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie für die Menschen in der Region, hieß es bei der jüngsten Bilanzpressekonferenz im Pforzheimer Sparkassen-Turm.
Vorstandsvorsitzender Hans Neuweiler wird Ende Juni 2025 in den Ruhestand verabschiedet. Zum bevorstehenden Ende seiner Amtszeit blickt Neuweiler auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurück. Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten konnte die Bilanzsumme um 0,4 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro gesteigert werden. Damit behauptet die Sparkasse Pforzheim Calw weiterhin ihre Spitzenposition als größtes öffentlich-rechtliches Geldinstitut in Baden-Württemberg. Auch das Kundenkreditvolumen wuchs um 3,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro. Besonders erfreulich ist die Steigerung der originären Kundeneinlagen um 7,5 Prozent. Der Jahresüberschuss beträgt wie im Vorjahr 15 Millionen Euro, und es konnten angemessene Rücklagen gebildet werden.
Beim Blick auf die Zulieferunternehmen der schwächelnden Automobil-Branche ziehen sich dunkle Wolken über der Region Nordschwarzwald zusammen. Wie Neuweiler sagte, ist etwa ein Drittel der Bevölkerung hier „mehr oder weniger von der Automobilindustrie abhängig“. Dem Vorstandsvorsitzenden zufolge reicht dies weit über die produzierenden Betriebe hinaus: Hotels und andere Dienstleister seien in der Folge ebenfalls von der Automotive-Branche abhängig. Neuweiler: „Das reicht bis hin zum Bäckereibetrieb.“

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Pforzheim Calw, Hans Neuweiler (links), stellte bei der Bilanzpressekonferenz seinen Nachfolger Sven Eisele vor, der ab 1. Juli 2025 das Amt übernimmt.
Bisher hätten bestehende Aufträge die Produktionen der Zulieferer gesichert. Allerdings fehle es inzwischen an weiteren Auftragseingängen. „Momentan sind einige Betriebe mehr darauf konzentriert, das betriebliche Überleben zu sichern, als sich mit der Transformation in der Automobilindustrie zu befassen“, sagte der Vorstandschef, dessen Geldinstitut über das Vorstandsmitglied Kerstin Gatzlaff im Transformationsbeirat des Transformationsnetzwerks (TraFoNetz) Nordschwarzwald vertreten ist.
Personelle Veränderungen
Der Verwaltungsrat der Sparkasse Pforzheim Calw hat Ende November 2024 Sven Eisele zum künftigen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Eisele ist seit Oktober 2022 als Vorstandsmitglied für das Privatkundengeschäft zuständig und seit Oktober 2023 stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Er wird die Nachfolge von Hans Neuweiler antreten, der zum 30. Juni 2025 in den Ruhestand geht. Zudem wurde Direktor Alexander Dippold, Leiter des Bereichs Unternehmenskunden Pforzheim, mit Wirkung vom 1. April 2024 zum stellvertretenden Vorstandsmitglied berufen.
Kreditgeschäft: Partner für Mittelstand und Existenzgründer
Die Sparkasse Pforzheim Calw ist ein wichtiger Partner für den Mittelstand und das Handwerk in der Region, machte Vorstandsmitglied Kerstin Gatzlaff deutlich. Das Kreditgeschäft ermögliche Investitionen und Wachstumsfinanzierungen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Gatzlaff zufolge stieg das Kundenkreditvolumen im Bereich gewerblicher Finanzierungen um 4,1 Prozent. Die Darlehenszusagen für gewerbliche Finanzierungen seien sogar um 15,1 Prozent auf rund 1,0 Milliarde Euro gestiegen. Trotz des wirtschaftlich herausfordernden Umfelds begleitete die Sparkasse im vergangenen Jahr 134 Existenzgründungen bzw. Unternehmensnachfolgen mit einem Finanzierungsvolumen von rund 27,4 Millionen Euro. „Damit wurden 542 Arbeitsplätze in der Region geschaffen“, so Kerstin Gatzlaff.

Stellte den neuen Fachbereich „Erneuerbare Energien“ der Sparkasse Pforzheim Calw vor: Vorstandsmitglied Kerstin Gatzlaff.
"Erneuerbare Energien": Kompetenzen für die Zukunft
Mit „Erneuerbare Energien" hat die Sparkasse Pforzheim Calw einen neuen Fachbereich gegründet. Damit bündele sie ihre Kompetenzen in diesem wichtigen Bereich und stärke ihre Rolle als Partner für nachhaltige Finanzierungslösungen, erklärte die Vorständin. Der Fokus liege auf dem Ausbau eines breiten Netzwerks, um innovative Projekte im Bereich erneuerbare Energien voranzutreiben und einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten.
Goldhandel: Kunden profitieren von hohen Kursen
Im Geschäftsjahr 2024 profitierten laut Kerstin Gatzlaff einige Kunden von den hohen Goldpreisen. Gleichzeitig bezeichnete sie die Nachfrage nach Anlagegold als stabil. Der Umsatz im Goldhandel ging im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück, was vor allem auf Gewinnmitnahmen einiger Kunden zurückzuführen sei.
Privatkundengeschäft: Wachstum in allen Bereichen
Auch im Privatkundengeschäft verzeichnete die Sparkasse Pforzheim Calw ein erfolgreiches Jahr, wie Sven Eisele mitteilte. Das Baufinanzierungsvolumen stieg demnach um knapp 60 Millionen auf 578,8 Millionen Euro. Auch bei Bausparverträgen gab es deutliche Zuwächse. Die ImmobilienSparkasse setzte ihren Erfolgskurs fort und steigerte die Anzahl der vermittelten Objekte um rund 25 Prozent. Eisele zufolge stieg das Volumen der vermittelten Objekte sogar um etwa 55 Prozent.
Im Wertpapiergeschäft gab es ebenfalls deutliche Zuwächse. Die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten und die steigende Nachfrage nach Wertpapieranlagen führten zu einem deutlichen Anstieg des Bruttoabsatzes in Fonds. Auch das Versicherungs- und Vorsorgegeschäft entwickelte sich positiv. Die Anzahl der vermittelten Sachversicherungsverträge lag über dem Niveau der Vorjahre, und die Bewertungssumme der vermittelten Lebensversicherungen stieg deutlich.

Knapp drei Viertel der Kundinnen und Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte online, erklärte Dr. Georg Stickel, Vorstandsmitglied der Sparkasse Pforzheim Calw.
Online-Banking und App auf dem Vormarsch
Laut Vorstandsmitglied Dr. Georg Stickel hat Sparkasse Pforzheim Calw 2024 die Digitalisierung weiter vorangetrieben. Die Online-Banking-Quote liegt demnach bei 74 Prozent, und die Anzahl der Nutzer der Sparkassen-App stieg um 9,3 Prozent. Stickel: „Die Sparkasse bietet ihren Kunden eine Vielzahl digitaler Kommunikationswege für ihre Bankgeschäfte.“
Verantwortung für zukünftige Generationen
Nachhaltigkeit ist für die Sparkasse Pforzheim Calw ein zentrales Thema, bekräftigt Vorstandsvorsitzender Hans Neuweiler. Einerseits würden die Kunden bei der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft durch nachhaltige Finanzierungen gefördert. Anderseits setze die Sparkasse auch intern auf Nachhaltigkeit. So wurde dem Vorstandschef zufolge beispielsweise der duale Studiengang "Bachelor of Science – Sustainable Management in Business" eingeführt.
Attraktive Perspektiven für Mitarbeitende
Die Sparkasse Pforzheim Calw präsentiert sich als Arbeitgeber mit besten Perspektiven für die Mitarbeitenden. Neuweiler spricht von einem partnerschaftlichen Arbeitsumfeld, guter Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie hervorragenden Weiterbildungs- und Entwicklungschancen. Erneut wurde das Geldinstitut von der Bewertungsplattform „kununu“ mit dem Siegel "Top Company 2025" ausgezeichnet.
Spenden, Sponsoring und Stiftungsarbeit
Das Engagement der Sparkasse Pforzheim Calw in der Region gestaltet sich auf vielfältige Weise. Sie fördert Projekte in den Bereichen Soziales, Sport, Kultur und Kunst. Erstmals wurde die Summe von drei Millionen Euro für Spenden- und Sponsoring-Maßnahmen überschritten, teilte Neuweiler mit. Die hauseigenen Stiftungen der Sparkasse förderten Projekte mit einem Volumen von knapp 1,75 Millionen Euro. Der Vorstandsvorsitzende hob hervor: „Die Sparkasse ist tief in der Region verwurzelt und engagiert sich für die Menschen, die hier leben und arbeiten. Sie ist mehr als nur eine Bank – sie ist ein Teil der Gemeinschaft.“


