Neue Sport- und Freizeitanlage im Enzauenpark eingeweiht
Vor vier Jahren wurde durch den Beschluss des Pforzheimer Gemeinderats bereits der Grundstein gelegt – heute wurde die neue Sport- und Freizeitanlage im Enzauenpark feierlich eingeweiht.

BU: Oberbürgermeister Peter Boch (Dritter von links), Bürgermeister Frank Fillbrunn (Zweiter von rechts) sowie Bürgermeister Tobias Volle (Dritter von rechts) und der Vorsitzende des Jugendgemeinderats, Leon Meyer (Zweiter von links), weihten die neue Sport- und Freizeitanlage im Enzauenpark mit weiteren Vertretern des Jugendgemeinderats ein.
„Es war mir von Anfang an eine Herzensangelegenheit, das Bestmögliche aus dem Projekt „Skateanlage“ herauszuholen. Ich freue mich deshalb umso mehr, heute hier mit meinen Bürgermeisterkollegen, aber auch mit allen anwesenden Sportbegeisterten zu stehen und das Band zu unserer neuen Sport- und Freizeitanlage im Enzauenpark durchzuschneiden“, freut sich Oberbürgermeister Peter Boch. Vier Jahre haben die Planungen samt Bau in Anspruch genommen. „Auch mich als zuständigen Dezernenten für Jugend und Sport freut es sehr, dass wir hier ein tolles, breites Angebot an urbanen Sportarten zentralisieren konnten“, betont Bürgermeister Frank Fillbrunn. „Ich bedanke mich deshalb auch im Namen meiner Bürgermeisterkollegen ausdrücklich bei unserem Jugendgemeinderat, der sich immer wieder für das Projekt stark gemacht und es vorangetrieben hat.“ Neben der ohnehin geplanten Skateanlage und dem Pumptrack, bietet die Anlage nun auch die Möglichkeit, sich auf dem Basketballcourt auszutoben oder sich beim Fußballspielen auf dem Kunstrasenfeld zu verausgaben. Wer sich lieber in Balance üben möchte, hat außerdem die Möglichkeit, sich an der Slackline auszuprobieren. Nach der sportlichen Betätigung lädt ein Trinkwasserbrunnen zur Erfrischung und eine Vielzahl verschiedener Sitzelemente zum Verweilen ein. „Uns ist es gelungen, diese 3.350 Quadratmeter zu einem attraktiven Treffpunkt zu gestalten“, ist auch Baubürgermeister Tobias Volle begeistert. „Dabei ist uns die Bedeutung gerade für die Jugendlichen unserer Stadt durchaus bewusst. In der Beteiligungsphase der Öffentlichkeit war es nämlich vor allem ihre Stimme, die dem Projekt die Richtung gegeben hat.“
Nach den einleitenden und rückblickenden Worten von Oberbürgermeister Peter Boch sowie den Bürgermeistern Fillbrunn und Volle durchschnitten die Verantwortlichen dann das Band zur Eröffnung. Anschließend folgten sowohl auf der Skateanlage, den Kleinspielfeldern als auch auf dem Pumptrack jeweils kleine Vorführungen. Den Ausklang der Eröffnung fand die Veranstaltung dann bei Musik durch die DJs Edita Chérie und Finn S. bei gemütlichem bis sportlichem Beisammensein mit erfrischenden Getränken. Vor Ort gab es außerdem verschiedene Info-Stände zum Thema Radverkehr, zur Arbeit des Jugendgemeinderats sowie zu einer möglichen Landesgartenschau.
Historie
Den Auftakt des Projekts machte die erste Veranstaltung am 14. September 2021 an der ehemaligen Skateanlage im Arlinger. Ziel war es herauszufinden, „Wie sieht eine ideale Skateanlage aus“ und “Wo ist der optimale Standort“. Entscheidend bei der Standortfrage war dabei vor allem das Thema Lärmschutz. So kristallisierte sich bei einer Vielzahl an Standortvorschlägen recht schnell der Enzauenpark als Option heraus. „Diese Favorisierung hat schließlich nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch im Gemeinderat eine große Mehrheit gefunden“, so OB Peter Boch, der den Vorschlag ebenfalls befürwortete. Nachdem die Standortfrage geklärt und die Finanzierung durch den Gemeinderat mit eindeutiger Mehrheit beschlossen wurde, begannen die ersten Beteiligungsveranstaltungen. Die erste von drei Bürgerbeteiligungsveranstaltungen, die alle gemeinsam mit dem Planungsbüro Maier Landschaftsarchitektur aus Köln stattfanden, startete schließlich im Jahr 2023 in der alten Stadtgärtnerei auf dem Gelände des Enzauenparks. Im letzten der drei Workshops stellte das Planungsbüro, dessen Vertreter bei der Einweihung ebenfalls vor Ort waren, dann drei Entwürfe mit verschiedenen Elementen vor, aus denen am Ende die finalen Planungen hervorgingen. Diese wurden in der Gemeinderatsitzung am 7. Mai 2024 schließlich festgezurrt und der Baubeschluss verabschiedet. „Anschließend galt es neben dem Erlangen der Baugenehmigung und der Genehmigung der Fortfinanzierung, die Vergabe voranzutreiben“, so Baubürgermeister Tobias Volle, der zu diesem Zeitpunkt neu ins Amt gewählt worden war. Im Oktober vergangenen Jahres konnte das Grünflächen- und Tiefbauamt schließlich die ersten Bauaufträge vergeben. „Am 17. November durften wir dann den ersten Spatenstich setzen“, ergänzt Oberbürgermeister Peter Boch. „Rund 1,9 Millionen Euro hat uns der Neubau der Sport- und Freizeitanlage gekostet – aber die haben sich gelohnt.“ Auch Sozialdezernent Fillbrunn pflichtet bei: „Es ist ein wunderbarer Ort für die Jugend entstanden, für den sich der weite Weg gelohnt hat. Aber am schönsten daran ist: Er wurde gemeinsam mit den Jugendlichen und Aktiven der Sportszene erschaffen.“


