„Woche der Inklusion“ begeistert das Renchtal
Rund 5.000 Euro Spenden für den neugegründeten Verein „INKLUSION Renchtal e.V.“
Mit einer Vielzahl an Veranstaltungen und Aktionen hat die erste „Woche der Inklusion“ vom 5. bis 11. Mai in Oberkirch und Oppenau zahlreiche Menschen erreicht. Ziel der Aktionswoche war es, das Bewusstsein für die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung zu schärfen und den Weg hin zu einer inklusiven, vielfältigen und respektvollen Gesellschaft zu ebnen.
Gemeinsam freuen sich die Veranstalter und Unterstützer über ein erfolgreiches Benefiz-Fußball-Training zugunsten des neugegründeten Vereins "INKLUSION Renchtal".
Der neugegründete Verein „INKLUSION Renchtal e.V.“, die Städte Oberkirch und Oppenau sowie alle beteiligten Organisationen ziehen ein überaus positives Resümee: Insgesamt konnten rund 5.000 Euro für die Arbeit des Vereins gesammelt werden.
Benefizfußballtraining: Gemeinsam stark für Inklusion
Ein besonderes Highlight der Aktionswoche war das Benefizfußballtraining auf dem Sportplatz des FV Bottenau am Freitag, den 9. Mai. Organisiert von der Fußballschule Renchtal, bot die Aktion 180 Kindern an 16 Stationen die Möglichkeit, ihre fußballerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Jedes Kind leistete dabei eine Teilnahmegebühr in Höhe von 15 Euro, die direkt dem neugegründeten Verein „INKLUSION Renchtal e.V.“ zugutekam. Maßgeblich unterstützt wurde die Aktion von den Stadtwerken Oberkirch und der Peter Roth GmbH (Trendmarkt Roth), die als Hauptsponsoren einen wesentlichen Beitrag leisteten. Oberbürgermeister Gregor Bühler zeigte sich beeindruckt von der breiten Unterstützung: „Der heutige Tag zeigt, was möglich ist, wenn viele gemeinsam an einem Strang ziehen. Ich danke allen, die sich so tatkräftig eingebracht haben – gemeinsam können wir viel bewegen.“
Abschlussveranstaltung im Stadtgarten: Gemeinschaft und Vielfalt feiern
Den stimmungsvollen Abschluss der „Woche der Inklusion“ bildete ein ökumenischer Gottesdienst in leichter Sprache, der am Sonntag, 11. Mai, im Stadtgarten von Oberkirch stattfand. Rund 100 Besucherinnen und Besucher nahmen an der etwa 45-minütigen Andacht teil, die von dem katholischen Pfarrer Ralf Dickerhof und der evangelischen Pfarrerin Franziska Clemen geführt wurde. Gebärdendolmetscherin Theresa Engelhardt übersetzte das gesprochene Wort, sodass auch Menschen mit Hörbeeinträchtigungen uneingeschränkt teilnehmen konnten. Für einen feierlichen Auftakt sorgte David Blasen mit einem Musikstück zum Einzug, bevor die Organisatoren die Teilnehmenden begrüßten.
Spiel und Spaß für 180 Kinder beim Benefiz-Fußball-Training in Oberkirch-Bottenau
Liane Doll, Vorständin des Vereins „INKLUSION Renchtal“ betonte dabei die Zielsetzung der Inklusionswoche: „Wir wollen, dass alle Menschen im Renchtal gut zusammenleben – egal, ob mit oder ohne Behinderung, egal, wie alt sie sind oder welche Hautfarbe, Religion oder Größe sie haben. Jeder Mensch soll ohne Barrieren leben können.“ Im Verlauf des Gottesdienstes initiierten die Kirchen eine symbolische Puzzle-Aktion, die die Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen sichtbar machen sollte: Die Gäste konnten Puzzleteile mit ihren Namen und persönlichen Eigenschaften beschriften, die im Anschluss an einer Stellwand befestigt wurden und zum Lesen und Erweitern einluden.
Nach dem Gottesdienst waren alle Gäste dazu eingeladen, sich beim „Brunch in Bunt“ an der bunten Tafel voller selbstgemachter Speisen, Snacks und Getränke zu bedienen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Musikalisch umrahmt wurde der Brunch vom Musikverein Zusenhofen.
Gemeinsamer Aktionstag ist bereits in Planung
Insgesamt konnten im Rahmen der „Woche der Inklusion“ rund 5.000 Euro für die Arbeit des neugegründeten Vereins „INKLUSION Renchtal e.V.“ gesammelt werden. Neben den Einnahmen aus dem Benefizfußballtraining und der Kollekte des Abschlussgottesdienstes trug auch eine private Spendenaktion im Rahmen der Ulmer Bierwanderung mit 600 Euro zum Gesamterlös bei. „Wir sind dankbar, dass wir mit den großzügigen Spenden unserem Ziel eines inklusiven Miteinanders näher kommen können. Wir möchten mit dem Geld einen Aktionstag organisieren, an dem alle Menschen erleben können, wie es ist, mit einer Behinderung zu leben – zum Beispiel, indem sie mit einer Seheinschränkung einen Hindernisweg überwinden oder mit einem Rollstuhl Barrieren meistern“, so Manuel Wiegert, Vorstand des „INKLUSION Renchtal e.V.“.


