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Nachrichten aus Ortenau

Transport der Windflügel zum Windpark Kallenwald

Nach witterungsbedingten Unterbrechungen konnte das erste Rotorblatt heute Mittag am Bestimmungsort auf dem Kallenwald abgeladen werden.

badenova Windflügeltransport Kallenwald

Der Selbstfahrer wird aller Voraussicht nach heute noch ins Tal zurückkehren und abends mit dem zweiten Rotorblatt beladen. Ob dieser Transport dann morgen früh wie geplant starten kann, wird kurzfristig unter Einbezug der Wetterprognose entschieden.

„Um Großkomponenten wie die Rotorblätter zur Baustelle zu bringen, wurden Spezialfahrzeuge eingesetzt, die sich per Fernsteuerung bedienen lassen“, erklärt Malte Arnold, Projektleiter bei badenovaWÄRMEPLUS. Fachleute sprechen hier von Selbstfahrern oder „Self-Propelled Modular Transporter“ (SPMT). Dies sind fahrbare Plattformen mit mehreren Achsen und eigenem Antrieb. Sie ermöglichen den Transport von sehr großer, sperriger Ladung und werden mit einer kabellosen Bedieneinheit, in diesem Falle einer Fernsteuerung, bewegt. Mit dem Spezialgefährt lassen sich sogar die Rotorblätter „aufstellen“, damit sie auch durch engste Kurven manövriert werden können. Zu den Großkomponenten, die so zum Anlagen-Standort auf dem Kallenwald transportiert werden, zählen u.a. drei Rotorblätter mit je einer Länge von 68 Metern sowie Stahlturmsegmente.

Fakten rund um das Windprojekt
Die Windkraftanlage des Herstellers Enercon soll im Bereich der Bergkuppe des Kallenwaldes auf der Gemarkung von Seelbach auf zirka 545 Metern Höhe errichtet werden. Mit rund 230 Metern und einer Nennleistung von 4,2 Megawatt (MW) gleicht der Typ den Windrädern des Windparks Hohenlochen. Mit der Windenergieanlage kommt modernste Anlagentechnologie zum Einsatz, die jährlich rund 9 Millionen kWh Strom erzeugt. Das entspricht bilanziell dem Jahresbedarf von ca. 6.000 Personen. Die dadurch generierte CO2-Einsparung pro Jahr beträgt rund 3.400 Tonnen. Die Inbetriebnahme wird Anfang des Jahres 2024 erwartet.

Ambitionierte Ziele
Als Gestalter der Energie- und Wärmewende hat sich badenova Großes vorgenommen und zuletzt konkrete Transformationsziele gesetzt. So plant das Unternehmen, bis 2035 in Summe eine Leistung von einem Gigawatt Ökostrom aus erneuerbaren Energien zu installieren. Knapp ein Drittel, nämlich 300 Megawatt, sollen dabei neu gebaute Windkraftanlagen in der Region beisteuern, weitere 200 Megawatt sind durch Beteiligungen an verschiedenen Windprojekten deutschlandweit geplant, der Rest in Form von Photovoltaikprojekten.

Text/Bilder: badenova

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