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Nachrichten aus Ortenau

Stadt unterstützt Landwirtschaft bei der Bewirtschaftung von Steilhanglagen

Kommunales Mähgerät soll Betriebe entlasten – Fördermittel bewilligt, Ausschreibung läuft

Die Stadt Oberkirch unterstützt künftig die örtlichen landwirtschaftlichen Betriebe gezielt bei der Bewirtschaftung von Steilhanglagen. Mit der Anschaffung eines kommunalen Steillagen-Mähgeräts wird ein praxisnahes Angebot geschaffen, das Landwirtinnen und Landwirten die Pflege schwer zugänglicher Flächen erleichtern soll.

Die Stadt unterstützt Landwirte bei der Anschaffung eines Steilhangmähgerätes, um den Erhalt der landschaftsprägenden Flächen langfristig zu sichern und Betriebe zu entlasten.

Stadt Oberkirch

Die erforderlichen Fördermittel sind bewilligt, die Finanzierung im städtischen Haushalt gesichert. Seit Montag, 12. Januar, läuft nun die Ausschreibung für das Gerät.

Die Bewirtschaftung von Steillagen ist für viele Betriebe mit hohem Aufwand verbunden. Hohe Anschaffungskosten, geringe Wirtschaftlichkeit und aufwändige Förderverfahren stellen insbesondere kleinere und mittlere Betriebe vor Herausforderungen. Ziel des städtischen Projekts ist es daher, die Pflege dieser landschaftsprägenden Flächen langfristig zu sichern und die Betriebe konkret zu entlasten.

Unterstützungsangebot der Stadt orientiert sich am Bedarf
Geplant ist die Anschaffung eines Steillagen-Mähgeräts, das Oberkircher Landwirtinnen und Landwirten zur Ausleihe zur Verfügung gestellt wird. Ergänzt wird das Gerät durch verschiedene Anbaugeräte, wie beispielsweise einen Balkenmäher. Zudem ist ein Anhänger vorgesehen, mit dem die Geräte transportiert werden können. Die Auswahl der Technik erfolgte in enger Abstimmung mit landwirtschaftlichen Betrieben sowie dem Maschinenring. Die Gesamtkosten für die Anschaffung belaufen sich auf rund 60.000 Euro. Fördermittel in Höhe von 30.000 Euro wurden von der Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau bewilligt.

Unbürokratische und praxisnahe Umsetzung
Für die Betriebe ist ein unbürokratisches Ausleihmodell vorgesehen: Die Terminverwaltung, Einweisung sowie Wartung und Reparatur übernimmt Stationsleiter Stefan Huber. Die Abholung und Rückgabe erfolgen durch die Landwirtinnen und Landwirte selbst. Die Leihgebühr liegt zwischen 30 und 33 Euro pro Stunde. Die Kosten für Wartung und Instandhaltung trägt die Stadt Oberkirch.

„Mit dem Steillagen-Mähgerät schaffen wir ein konkretes Angebot, das den Betrieben im Alltag hilft und zugleich einen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft leistet“, betont Oberbürgermeister Gregor Bühler. „Dass die Fördermittel bewilligt wurden und wir das Projekt trotz eines insgesamt stark beanspruchten Haushalts umsetzen können, zeigt, wie wichtig diese Unterstützung für Oberkirch ist.“ Ziel der Verwaltung ist es, das Gerät rechtzeitig zur kommenden Saison zur Verfügung zu stellen.

Früchte des regelmäßigen Austausches
Die Konzeption des Projekts geht auf den regelmäßigen Austausch zwischen Landwirtschaft und Stadtverwaltung zurück, der unter anderem im Rahmen des Obst- und Weinbauforums der Stadt Oberkirch gepflegt wird. Rückmeldungen aus diesem Dialog flossen maßgeblich in die Ausgestaltung des Angebots ein. „Wir wollen ein Angebot schaffen, das wirklich genutzt wird und unbürokratisch funktioniert. Die Rückmeldungen aus dem Forum sind dafür entscheidend“, betont Wirtschaftsförderin Nadine Meier.

Angebot in Anspruch nehmen
Landwirtschaftliche Betriebe aus Oberkirch, die Interesse an der Nutzung des Steillagen-Mähgeräts haben oder weitere Informationen wünschen, können sich an Wirtschaftsförderin Nadine Meier wenden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. | 07802 82-250).

Text/Bild: Stadt Oberkirch

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