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Nachrichten aus Ortenau

SFZ wird zur Villa Kunterbunt

Erste Bilderausstellung im Stadtteil- und Familienzentrum am Mühlbach/Vernissage am 22. Februar

Premiere im Stadtteil- und Familienzentrum (SFZ) am Mühlbach: Mit "Kunterbunt" wird erstmals eine Bilderausstellung in den Räumen der Begegnungsstätte, Vogesenstraße 14, gezeigt. Vernissage ist am Donnerstag, 22. Februar, 19 Uhr. Die Künstler*innen gehören der Gruppe "Wenn die Seele spricht" der Reha Offenburg an.

Christine Gloning und Stefan Berndt freuen sich auf die Ausstellung.

Gertrude Siefke

Reha – das ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung psychisch kranker Menschen. Seit Jahren bereits arbeitet das SFZ am Mühlbach mit der Einrichtung zusammen, die sich zum Beispiel an den Stadtteilfesten um die Bewirtung kümmert. "Die Kooperation mit der Reha ist uns ein zentrales Anliegen", betont Stefan Berndt, der Leiter des SFZ. Dass jetzt auch die Kunst Einzug hält, sei ein besonderer Glücksfall – zu verdanken dem Engagement von Klaus Wörner, der die Reha-Kunstschaffenden fachlich betreut."

Wir hoffen, dass Leute zu uns kommen werden, die uns sonst nicht aufsuchen", so Berndt. "Ohne Anlass findet kaum jemand den Weg ins SFZ. Jetzt gibt es einen Anlass", freut er sich. Die Auswahl der Bilder ist so getroffen, dass sich alle angesprochen fühlen können, von Kindern über Jugendliche bis zu Erwachsenen. Rund 30 Bilder werden zu sehen sein, bei der Vernissage kommen noch einige Werke hinzu, die auf Staffeleien gestellt werden. Platz ist ausreichend vorhanden: "Wir haben hier so viele Wände", verweist Berndt auf all die Freifläche.

Die Künstlergruppe "Wenn die Seele spricht" gibt es seit Jahrzehnten, berichtet Christine Gloning, bei der Reha für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Das Angebot wird von den Betroffenen nachgefragt, die Gruppe wächst. "Inzwischen können wir ein Atelier gut füllen." Menschen mit psychischer Beeinträchtigung greifen zu Stift oder Pinsel und versuchen zu Papier zu bringen, was in ihrem Innern vor sich geht. Oft lassen sich Bilder leichter finden als Worte. Es ist eine Form von Therapie – wobei der künstlerische Aspekt keineswegs zu kurz kommt. Die Ausdrucksformen sind vielfältig, von gegenständlich bis abstrakt, von dunkel bis bunt. Die Gruppe hat Ausstellungserfahrung, eine Auswahl an Werken war bereits im Landratsamt, im Klinikum oder auch in der Klosterkirche in Schuttern zu sehen. Zudem erscheint jährlich ein Kunstkalender, der in der Werkstatt am Salmen in der Lange Straße 50 erhältlich ist.

Bei der öffentlichen Vernissage am 22. Februar besteht die Möglichkeit, mit den Künstler*innen ins Gespräch zu kommen. Zuvor wird Ralf Burgmaier von der Badischen Zeitung die Kunstschaffenden interviewen. Klaus Wörner wird für den musikalischen Rahmen sorgen.

Kunterbunt: Zu sehen während der Öffnungszeiten des SFZ, Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr – und auf Nachfrage: Telefon 0781/63918811.

Text/Bild: Stadt Offenburg

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