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Nachrichten aus Ortenau

Ringsheim als „Gigabitkommune@BW“ ausgezeichnet

Gemeinde erreicht Glasfaserabdeckung von 98,98 Prozent | Innenministerium würdigt Fortschritte beim Gigabitausbau

Die Gemeinde Ringsheim im Ortenaukreis ist vom Land Baden-Württemberg als „Gigabitkommune@BW“ ausgezeichnet worden. Innenminister Thomas Strobl überreichte den Award am Montag im Innenministerium in Stuttgart an Bürgermeister Pascal Weber sowie Vertreter der Breitband Ortenau GmbH & Co. KG, die den Glasfaserausbau im Landkreis koordiniert.

Innenministerium Baden-WürttembergFranziska Kraufmann

Mit der Auszeichnung als Gigabitkommune@BW würdigt das Land Baden-Württemberg Kommunen, die beim Ausbau gigabitfähiger Netze bereits besonders weit fortgeschritten sind und damit einen wichtigen Beitrag zur digitalen Zukunft des Landes leisten.

Dank einer Glasfaserabdeckung von 98,98 Prozent zählt Ringsheim zu den Kommunen im Land, die bereits nahezu flächendeckend über gigabitfähige Netze verfügen. Insgesamt baut die Deutsche Glasfaser 1078 Gebäude auf eigene Kosten aus, die Telekom erschließt 64 Adressen und die Breitband Ortenau im Rahmen des staatlich geförderten Ausbaus weitere 30 Gebäude. Ab dem ersten Quartal 2029 sollen alle Einwohner ihre Glasfaseranschlüsse nutzen können.

Michael Großer, Dezernent für den Ländlichen Raum beim Landratsamt Ortenaukreis, sagte: „Das Landratsamt Ortenaukreis freut sich über die gute Arbeit der Breitband Ortenau, die in enger Abstimmung mit den Kommunen, den privaten Telekommunikationsunternehmen und unseren Fördergebern von Bund und Land den flächendeckenden Glasfaserausbau in der Ortenau weiter vorantreibt.

Was wir gemeinsam in der Gemeinde Ringsheim erreicht haben, ist Vorbild für den gesamten Ortenaukreis und zeigt, was durch unsere bewährten Strukturen, eine gute Planung und kontinuierliche Abstimmungen möglich ist.“

„Die Auszeichnung zeigt, dass sich die gemeinsamen Anstrengungen von Kommune, Land und Telekommunikationsunternehmen auszahlen“, sagte Josef Glöckl-Frohnholzer, Geschäftsführer der Breitband Ortenau. „Der Glasfaserausbau ist eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung, digitale Bildung und eine hohe Lebensqualität – gerade auch im ländlichen Raum.“

„Wir sind natürlich sehr dankbar, stolz und glücklich, als eine der ersten Kommunen in der Region mit diesem Preis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden zu sein“, sagte Pascal Weber, Bürgermeister von Ringsheim. „Unsere Bürgerschaft und Unternehmen finden durch den erfolgten Glasfaserausbau optimale Voraussetzungen für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters. Diese kommen zu den sonstigen sehr guten Infrastrukturbedingungen in der Gemeinde hinzu und machen dadurch Ringsheim als Wohn- und Gewerbestandort höchst attraktiv.“

Grundlage für die Auszeichnung sind die im Breitbandatlas des Bundes veröffentlichten Versorgungsdaten. Um den Preis zu erhalten, muss eine Gigabitverfügbarkeit von mindestens 90 Prozent erreicht werden, gemessen an sogenannten „Homes Passed“, also an Haushalten, die technisch mit einer Downloadgeschwindigkeit von mindestens 1000 Megabit pro Sekunde versorgt werden können. Kommunen, die diesen Wert erreichen, erhalten ein digitales Banner des Kompetenzzentrums Breitband und Mobilfunk Baden-Württemberg. Ab einer Verfügbarkeit von 97,9 Prozent wird zusätzlich eine physische Auszeichnung vergeben, die nun auch Ringsheim erhalten hat.

Der Glasfaserausbau ist das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Ortenaukreises. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren rund 121.000 Gebäude im Landkreis an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Ziel ist es, durch die Kombination aus gefördertem und eigenwirtschaftlichem Ausbau eine möglichst flächendeckende Versorgung mit gigabitfähiger Infrastruktur zu erreichen.

Der Ausbau in der Ortenau macht gute Fortschritte: Die sogenannte Homes-Passed-Quote liegt bereits bei 52 Prozent. Das bedeutet, dass bei mehr als der Hälfte aller Gebäude das Glasfaserkabel bereits in der Straße liegt und ein Anschluss ans Netz technisch kurzfristig möglich wäre. Bis 2027 soll eine Homes-Passed-Quote von 70 Prozent erreicht werden, der vollständige Ausbau aller bislang unterversorgten Gebäude soll bis 2031 abgeschlossen sein.

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