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Nachrichten aus Ortenau

Oberkirchs „Schwätzbänkle“ setzen ein Zeichen gegen Einsamkeit

Neue Treffpunkte fördern Gespräche im Stadtgebiet und allen Ortsteilen

Mit dem neuen Bürgerprojekt „Schwätzbänkle“ setzt die Stadt Oberkirch ab Montag, den 26. Mai ein dauerhaftes Zeichen gegen Einsamkeit. In sieben Ortsteilen sowie der Kernstadt laden die gekennzeichneten Sitzbänke ab kommender Woche zum spontanen oder verabredeten Plausch ein und fördern damit gezielt die Kommunikation innerhalb der Bürgerschaft.

Gemeinsam heißen Stadt und Ortsteile die neuen „Schwätzbänkle“ willkommen. (v.l.n.r. stehend): Fachbereichsleiterin Clarissa Isele, die Ortsvorsteher Christian Sämann (Nußbach), Andreas Kimmig (Bottenau), Thomas Maier (Ödsbach), Martin Benz (Tiergarten) und Klaus Müller (Stadelhofen). (v.l.n.r. sitzend): Ortsvorsteherin Ilona Ebert (Ringelbach), Eva Woelki (PAuLA e.V.) und Seniorenbeauftragte Sabrina Lusch. Es fehlt: Tanja Weinzierle (Zusenhofen).

Denise Burkart/Stadt Oberkirch

Die Initiative startet zeitgleich mit der bundesweiten Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Auf niederschwellige Art fördern ab dem 26. Mai zehn als „Schwätzbänkle“ gekennzeichnete Sitzgelegenheiten den sozialen Austausch. Neben der Kennzeichnung bestehender Bänke wird auch eine vom Verein PAuLA e.V. gestiftete neue Bank in das Projekt integriert. „Gerade in Zeiten, in denen soziale Isolation ein zunehmend relevantes Thema ist, fördern wir mit dieser Maßnahme den direkten Dialog zwischen den Bürgerinnen und Bürgern“, erläutert Fachbereichsleiterin Clarissa Isele.

Die Konzeption des Projektes erfolgte im Rahmen der Initiative „Gemeinsam das Älterwerden in Oberkirch gestalten“, deren Handlungskatalog im vergangenen Herbst verabschiedet wurde. Das Projekt markiert die erste praktische Umsetzung aus dem Katalog und regt somit sowohl den Dialog zwischen den Generationen als auch innerhalb der Altersgruppen an.

Acht „Schwätzbänkle“ für Oberkirch
Die neuen Begegnungsorte sind ab kommender Woche an den goldfarbenen Beschilderungen erkennbar, die den Mundartspruch „Für ä gutes Schwätzle isch immer Zeit" tragen und direkt an den Bänken montiert werden. Damit ergänzen sie das bestehende Portfolio an Teilhabeangeboten in Oberkirch und den Ortsteilen, zu dem unter anderem regelmäßige Spiele- und Seniorennachmittage sowie Bürgertreffinitiativen zählen. „Der besondere Vorteil der ‚Schwätzbänkle' liegt in ihrer permanenten Verfügbarkeit. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sie jederzeit und ohne zeitliche Bindung aufsuchen", freut sich Sabrina Lusch, Seniorenbeauftragte der Stadt Oberkirch.

Im Gespräch mit den Ortsvorstehern
Um die Bänke im Ort bekannt zu machen und unter den Bürgerinnen und Bürgern zu etablieren, stehen die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher während der bundesweiten Aktionswoche zu individuellen Sprechzeiten für Gespräche mit interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern zur Verfügung. Die detaillierten Termine sind dem Infokasten zu entnehmen.

Die Stadtverwaltung Oberkirch lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, die „Schwätzbänkle" aktiv zu nutzen und durch persönliche Begegnungen zur Stärkung des sozialen Miteinanders beizutragen.

Hintergrund: Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“
Vom 26. Mai bis 1. Juni 2025 werden landesweit Aktionen umgesetzt, die Menschen zusammenbringen und Begegnungen schaffen, um für das Thema „Einsamkeit“ zu sensibilisieren und Hilfsangebote sichtbar zu machen. Sie ist Teil der Ende 2023 verabschiedeten Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit und richtet sich an Menschen aller Altersgruppen, die in bestimmten Lebensphasen von Einsamkeit betroffen sein können.

Text/Bild: Stadt Oberkirch

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