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Nachrichten aus Ortenau

Oberkirch startet mit Neujahrsempfang in das Heimattagejahr 2026

Auftakt mit politischen Impulsen, kulturellen Höhepunkten und großer Resonanz in der Erwin-Braun-Halle

Mit einem feierlichen Neujahrsempfang hat die Stadt Oberkirch am Sonntagabend den offiziellen Start in das Heimattagejahr 2026 vollzogen. Die bis auf den letzten Platz gefüllte Erwin-Braun-Halle bildete den Rahmen für einen Abend, der politische Akzente, kulturelle Programmpunkte und die Vorstellung zentraler Elemente des Festjahres miteinander verband.

Anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt Oberkirch kamen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region zusammen und setzten gemeinsam ein sichtbares Zeichen für den Auftakt des Heimattagejahres Baden-Württemberg 2026.

Denise Burkart/Stadt Oberkirch

Oberbürgermeister Gregor Bühler stellte den Empfang bewusst unter das Leitmotiv von Verantwortung und Gestaltungswillen. In seiner Ansprache betonte er, dass der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel neue Antworten erfordere. „Die vielleicht größte Illusion unserer Zeit ist der Glaube, man könne die Zukunft mit den Werkzeugen der Vergangenheit regeln“, sagte Bühler. Entscheidend sei, den Mut zu haben, Veränderungen anzunehmen und aktiv zu gestalten. „Ich wünsche mir ein Oberkirch mit Hands-On-Mentalität. Ein Oberkirch, das anpackt und nicht in Problemen, sondern in Lösungen denkt. Ein Oberkirch, das Verantwortung übernimmt – nicht nur für die eigenen Interessen, sondern für das Wohl aller.“

Zugleich würdigte Bühler das Engagement der kommunalen Gremien und der Stadtverwaltung für ein arbeitsintensives Jahr 2025 und dankte den 507 Mitarbeitenden der Stadt für ihren Einsatz. Der Neujahrsempfang sei ein Moment des Rückblicks, aber ebenso ein Blick nach vorn, sagte er – in ein Jahr, das für Oberkirch eine besondere Bedeutung habe.

Auftakt der Heimattage Baden-Württemberg unter dem Motto ,,Heimat ist da, wo Gutes entsteht“
Mit dem Start der Heimattage Baden-Württemberg 2026 rückt Oberkirch ein Jahr lang in den landesweiten Fokus. Bühler erinnerte daran, dass die Bewerbung um die Ausrichtung der Heimattage auf eine Initiative von Alt-Oberbürgermeister Matthias Braun und dem Gemeinderat im Jahr 2019 zurückgehe. Heute stehe Oberkirch vor der Aufgabe, dieses Vertrauen mit Leben zu füllen.

Der Amtschef des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, Ministerialdirektor Reiner Moser, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung der Heimattage für das Land. „Für Oberkirch wird dies ein ganz besonderes Jahr werden. Ein Jahr lang wird Oberkirch als Heimattagestadt das Schaufenster Baden-Württembergs sein. Und darauf ist Oberkirch bestens vorbereitet“, sagte Moser. Die Heimattage böten die Chance, die eigene Heimat vorzustellen, zusammenzukommen und die Vielfalt des Landes zu erleben. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen für die Kommunen dankte er Oberkirch für die Übernahme dieser Aufgabe. „Ein Fest, das gerade auch darauf gerichtet ist, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, das Baden-Württemberg so besonders macht. Heute ist dies wichtiger denn je, denn jeden Tag wird unsere Demokratie auf unterschiedlichste Arten herausgefordert. Immer wieder wird unser Verständnis des Zusammenlebens in Frage gestellt. Da braucht es starke Gemeinschaften wie hier in Oberkirch, um diesen Herausforderungen zu begegnen.“

Mit einem Grußwort des Landes eröffnete Ministerialdirektor Reiner Moser beim Neujahrsempfang offiziell den Blick auf das Heimattagejahr 2026 in Oberkirch

Denise Burkart/Stadt Oberkirch

Brücken, Werte und Verantwortung
Auch Weihbischof Christian Kratz aus Straßburg, der im Jahr des 700-jährigen Stadtrechte-Jubiläum und des 300-jährigen Brennrechte-Jubiläums als Nachfolger des einstigen straßburgisch-bischöflichen Landesherren Oberkirchs zu Gast war, schlug in seinem geistlichen Grußwort den Bogen von der Geschichte zur Gegenwart. Er erinnerte an die enge Verbindung zwischen Baden und dem Elsass und betonte die Bedeutung von Brücken statt Grenzen. Angesichts von Krisen und Verunsicherung in der Gesellschaft rief er zu Unterscheidungskraft, Mut und Hoffnung auf und warb für Solidarität, Vertrauen und ein gemeinsames Eintreten für das Gemeinwohl.

Musik, Trailer und Maskottchen als Höhepunkte
Neben den politischen und gesellschaftlichen Impulsen prägten kulturelle Höhepunkte den Abend. Die Stadtkapelle Oberkirch unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Zeno Peters eröffnete den Empfang und begleitete ihn musikalisch. Erstmals trat das Orchester dabei in seinen neuen Uniformen auf, die mit Unterstützung der Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau angeschafft wurden. Mit der Oberkirch-Hymne präsentierte die Stadtkapelle zudem ein neues musikalisches Werk, das eigens für die Stadt geschaffen wurde. Die ebenfalls aus der Feder des renommierten Komponisten Guido Rennert stammende Komposition ,,Am Fuße des Schwarzwaldes – eine Heimatsinfonie“ wird im Rahmen eines Festaktes zum 700-jährigen Stadtrechtjubiläum mit Matinéekonzert, am Sonntag, 26. April 2026, um 11 Uhr feierlich uraufgeführt.

Einen weiteren Höhepunkt bildete die öffentliche Premiere des Heimattage-Trailers, der die thematische Bandbreite und die Vielfalt des kommenden Festjahres visualisierte. Große Begeisterung löste auch die Vorstellung des Maskottchens „Simpli“ aus, das als „Gesicht der Heimattage“ künftig vor allem Kindern und Familien einen spielerischen Zugang zur literarischen Geschichte Oberkirchs eröffnen soll. Das von dem Oberkircher Bildhauer Gerd Dörflinger in Zusammenarbeit mit der Designerin und Illustratorin Petra Fritz geschaffene Maskottchen wurde von den Gästen mit langanhaltendem Applaus begrüßt.

Stimmungsvoller Abschluss
Zum Abschluss des Abends erklang traditionell das Badnerlied. In der stimmungsvoll dekorierten Erwin-Braun-Halle – wurde der Auftakt der Heimattage 2026 damit feierlich beschlossen.

Mit dem Neujahrsempfang ist der Startschuss für ein Jahr gefallen, in dem Oberkirch mit mehr als 250 Veranstaltungen Geschichte, Kultur, Genuss und Gegenwart miteinander verbindet. Als Gastgeberin der Heimattage Baden-Württemberg 2026 und als Stadt, die ihren Anspruch, „wo Gutes entsteht“, sichtbar machen wird.

Text/Bilder: Stadt Oberkirch

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