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Nachrichten aus Ortenau

Neue Gesichter in den Gremien

Alois Huber zum Ehrenmitglied ernannt und Würdigung mit Schulze Delitzsch Medaille auch für Paul Kimmig nach über 30 Jahren Ehrenamt

Die Generalversammlung der Oberkircher Winzer eG hatte auch personelle Veränderungen in den Gremien zu beschließen. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Alois Huber stand nach 30 Jahren Ehrenamt nicht mehr zur Wiederwahl. In dieses Amt gewählt wurde Klemens Schnurr. Huber wurde zum Ehrenmitglied ernannt. 

Ehrungen für scheidende Gremienmitglieder v.l. Franz Männle, Herbert Vollmer, Paul Kimmig, Sebastian Hill, Alois und Andrea Huber, Olaf Stockmann.

Benedikt Spether

Ebenfalls nicht mehr zur Wahl angetreten ist nach 33 Jahren Engagement der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Paul Kimmig. Beide langjährigen Funktionäre wurden vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband mit der Schulze Delitzsch Medaille gewürdigt. Für Kimmig wurde Markus Gmeiner aus Tiergarten in den Aufsichtsrat gewählt. Turnusgemäß standen Hubert Vogt aus dem Vorstand sowie Manuel Graf und Armin Baßler, beide im Aufsichtsrat, zur Wiederwahl. Ebenfalls in den Aufsichtsrat gewählt wurde Daniel Huber aus Kappelrodeck.

Zwei Veredler, der eine für Reben, der andere für Obst, gehen nach über drei Jahrzehnten im Ehrenamt zum Wohl der Genossenschaft in den Ruhestand. Vorstandsvorsitzender Franz Männle erinnerte mit launigen Worten an das Wirken von Alois Huber und Paul Kimmig. Letzterer war 33 Jahre in Verantwortung für die Oberkircher Winzer eG. Daneben wirkte er im Ortschaftsrat Tiergarten und hatte neben seinem Engagement in Politik und Wirtschaft auch noch das Wirtschaften auf dem eigenen Hof zu verantworten. Insgesamt hat der gelernte Gärtner 30 Lehrlinge ausgebildet.

Alois Huber, seit 1994 im Aufsichtsrat des Winzerkellers Hex vom Dasenstein, ab 1996 dessen Vorstandsvorsitzender und nach der Fusion mit Oberkirch Stellvertreter hat vier Geschäftsführer und fünf Kellermeister begleitet. Ein Meilenstein in seinem Werdegang bedeutete zunächst die Kooperation, dann die Fusion mit der Oberkircher Winzer eG. Männle skizzierte auch Hubers Einsatz für die Flurbereinigung, beim jüngsten Projekt im Eichwald sei er auch noch Bauleiter. Seit 2008 ist Huber auch Vorsitzender der Badischen Rebveredeler und nebenbei stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes. Diese Ämter beleuchten zudem sein nationales und internationales Netzwerk. Ein großes Dankeschön richtete Männle an Andrea Huber. Sie hat 19 Jahre lang im Ausschank der Weine aus Oberkirch und Kappelrodeck beim KSC gewirkt. Nach einigen Anekdoten aus der Wirkungszeit Hubers überreichte Vorstandsvorsitzender Männle die Urkunde zum Ehrenmitglied, handgemalt mit verschiedenen Weinen sowie eine jährliche „Weinrente“ in Form von 36 Flaschen Wein nach Wahl.

Verbandsprüfer Olaf Stockmann oblag es, die Schulze Delitzsch Medaille an den scheidenden Funktionär zu überreichen. 

Das Schlusswort oblag Alois Huber, der noch einmal betonte, dass die Fusion zum richtigen Zeitpunkt erfolgt ist. Corona, der Ukraine-Krieg sowie die derzeitigen Teuerungen hätten es schwerer gemacht, die beiden Betriebe zusammenzuführen. Diese Aufgabe hatte ihn auch zum Weitermachen beflügelt, brauche es für so einen Schritt „alte Hasen“ und Rädelsführer, um die Ziele zu erreichen. Heute sei die Oberkircher Winzer eG mit dem Winzerkeller Hex vom Dasenstein sehr professionell aufgestellt. „Wir haben eine sehr gute Zukunftsperspektive.“ Dafür habe man auch im Genossenschaftsverband die entsprechende Anerkennung. 

Oberbürgermeister Gregor Bühler betonte in seinem Grußwort, wie wichtig das lokale Obstbau- und Weinbauforum sei, das sich in Vorbereitung befinde und alle Akteure an einen Tisch hole. Er forderte den engen Schulterschluss ein, um die lokale Wertschöpfung zu steigern und die Menschen für die heimischen Produkte zu sensibilisieren, um letztlich die einzigartige Kulturlandschaft zu erhalten.

Die Ortenauer Weinprinzessin Stefanie Bäuerle und die Oberkircher Weinprinzessin Karina Roth zeigten sich stolz auf die Gemeinschaft, in der alle an einem Strang ziehen und jeder seine Ideen einbringt. „Wir stehen füreinander ein!“ Das habe sich nicht nur bei den jüngsten Bauernprotesten gezeigt.

Text:Susanne Wagner-Köppel / Foto: Benedikt Spether

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