„Entscheidend sind die Menschen“
Volksbank Lahr würdigt sieben Persönlichkeiten für insgesamt 235 Jahre Betriebszugehörigkeit
Vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter feierten im August ihr 40-jähriges und drei Mitarbeiterinnen ihr 25-jähriges Betriebsjubiläum bei der Volksbank Lahr. Gemeinsam blicken sie auf 235 Jahre bei der Bank zurück.

Herzlichen Glückwunsch zum 40-jährigen und 25-jährigen Betriebsjubiläum: (von links nach rechts) Vorstand Reiner Richter, Gudrun Günther (Personalmanagement), Martin Spirgatis, Petra Bessel-Zorn, Patrick Henaff, Anita Allgaier, Frank Kux, Veronika Schleicher, Elena Keil und Vorstandsvorsitzender Peter Rottenecker
Im Rahmen einer Feierstunde gratulierten die Vorstände Peter Rottenecker und Reiner Richter und dankten den Jubilarinnen und Jubilaren für ihren langjährigen Einsatz. In unterschiedlichen Bereichen hätten sie die Entwicklung der Volksbank über Jahrzehnte mitgeprägt und mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zum Erfolg beigetragen, betonte der Vorstandsvorsitzende.
Bemerkenswert ist, dass beide Jubiläumsjahrgänge ihre Ausbildung jeweils gemeinsam bei der Volksbank absolvierten. Ein Vierteljahrhundert oder vier Jahrzehnte seien eine lange Zeit, so Peter Rottenecker. Zugleich zeigten die sieben Werdegänge, wie vielfältig sich berufliche Wege innerhalb der Bank entwickeln können.
Vier Jahrzehnte bei der Volksbank Lahr
Petra Bessel-Zorn aus Schwanau absolvierte ihre Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Volksbank Lahr von 1986 bis 1989. Nach erfolgreichem Abschluss war sie in verschiedenen Filialen als Springerin eingesetzt und konnte wertvolle Erfahrungen sammeln. Ab 1995 war sie für über fünf Jahre Leiterin der damaligen Filiale in Wittenweier bis zur Schließung im Jahr 2001.
Seit mehr als 25 Jahren ist sie in der Filiale Ottenheim als erfahrene Servicemitarbeiterin eine geschätzte Ansprechpartnerin der Kundinnen und Kunden. Die enge Verbindung zeigt sich u. a. darin, „dass es keine Seltenheit ist, wenn sie auch mal eine halbe Stunde anstehen, um persönlich mit mir zu sprechen“, sagt Petra Bessel-Zorn. Bei den jungen Leuten sei das anders, „die meisten machen Online-Banking und lassen sich auch per Video beraten. Meine Arbeit hat mir immer viel gegeben, vor allem menschlich“, sagt sie zufrieden.
In ihrer Freizeit liebt sie es zu reisen. Der Urlaub ist für sie perfekt, wenn das Meer dabei ist.
Auf ihrer Wunschliste steht eine Safari, vielleicht in Südafrika oder Namibia. Genauso gerne ist sie aber auch mit dem Fahrrad in der heimischen Region unterwegs.
Auch Patrick Henaff aus Lahr begann seine Ausbildung 1986 bei der Volksbank Lahr und schloss sie 1989 ab. Danach war er zunächst als Springer auf verschiedenen Filialen tätig und
übernahm 1990 die Leitung der Filiale in Orschweier. Nach einer Qualifikation im Bereich Wertpapiere arbeitete er zwei Jahre als Kundenberater in der Lahrer Filiale Eisenbahnstraße.
Er war einer der ersten Mitarbeiter, die ein damals völlig neues Beratungskonzept mit ganzheitlichem Ansatz einsetzen konnten. Im Herbst 1993 wurde ihm die Leitung der Repräsentanz in Erstein übertragen. „Das war damals ein großer Schritt“, sagt Patrick Henaff rückblickend. Dass er zweisprachig deutsch-französisch aufgewachsen ist, kam ihm dabei zugute. Im Frühjahr 1996 folgte der Wechsel in die Filiale Seelbach als stellvertretender Leiter und Vermögensberater. Ende 2001 übernahm er die Leitung des Frankreichgeschäftes und hatte seinen Sitz in der grenznah gelegenen Filiale in Kappel.
Im Herbst 2008 übernahm Herr Henaff die Leitung des Auslandsgeschäfts. "Dieser Bereich hat sich in den letzten Jahren stark verändert und wurde 2022 in den Bereich Zahlungssysteme integriert. „Hier bin ich für den Bereich Auslandszahlungsverkehr verantwortlich“, erklärt er.
Als Teamplayer habe er sich in allen Filialen und Abteilungen immer wohlgefühlt. Ausgleich zum Job finde er beim Yoga und in der Meditation. Und im Rahmen der Betriebssportgemeinschaft trainiert er regelmäßig im Fitness-Studio. Im Urlaub zieht es ihn am liebsten in die französische Heimat seines Vaters.
Frank Kux aus Ettenheim erhielt seine Ausbildung zum Bankkaufmann ebenfalls bei der Volksbank Lahr in der Zeit von 1986 bis 1989. Seine berufliche Heimat war lange die Filiale in Seelbach, im Frühjahr 1996 übernahm er die Leitung. Er qualifizierte sich permanent weiter und schloss 2001 das Führungsseminar als „Genossenschaftlicher Bankbetriebswirt BGV“ ab. Seit Frühjahr 2004 ist er Leiter des Bereichs Private Banking im Lahrer Wertehaus. Es folgte der Abschluss des Genossenschaftlichen Bankführungsseminars an der Akademie in Montabaur als „Diplomierter Bankbetriebswirt“. Danach erhielt er Handlungsvollmacht und zum 01.01.2012 wurde ihm Prokura erteilt. „Meine Arbeit macht mir immer noch viel Spaß“, sagt Frank Kux, „auch wenn die regulatorischen Anforderungen enorm zugenommen haben“. Privat ist er ein passionierter Skifahrer, geht gerne auf Wandertouren ins Allgäu oder die Alpen und genießt Touren mit seinem E-Mountainbike.
Martin Spirgatis aus Lahr, der vierte 40er Jubilar, absolvierte seine Ausbildung zum Bankkaufmann ebenfalls von 1986 bis 1989 bei der Volksbank Lahr. Sein beruflicher Weg war allerdings ein anderer, denn gleich nach Ausbildung war er in der Organisation für die technische Betreuung und Planung der Hard- und Software sowie der Selbstbedienungstechnik zuständig. In dieser Zeit entstand die Abteilung EDV-Technik und Herr Spirgatis wurde die Leitung übertragen und 1995 erhielt er Handlungsvollmacht B. 2005 schloss er das Führungsseminar an der Akademie Badischer Volksbanken und Raiffeisenbanken als „Genossenschaftlicher Bankbetriebswirt BGV“ ab. 2007 wurde er an der Akademie in Montabaur als „IT-Security-Manager ADG“ zertifiziert. Seit Jahresmitte 2009 ist Martin Spirgatis Leiter der Abteilung Gebäudemanagement. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Gebäude der Bank fit zu machen für die Zukunft und die Energieeffizienz zu verbessern, etwa durch Photovoltaikanlagen, Dämmung und moderne Heizsysteme.
Seine große Leidenschaft gehört dem Engagement für Tiere. „Das ist eine Herzensangelegenheit“, erklärt Martin Spirgatis. Seit über 20 Jahren ist er Vorstand des Tierschutzvereins Lahr und Umgebung e.V. und seit sechs Jahren im Vorstand des Landestierschutzverbandes Baden-Württemberg, der 75 der 93 Tierheime in Baden-Württemberg betreut. Ebenfalls auf Landesebene engagiert er sich als Vorstand des Verbands für Tierschutzmitwirkungsrechte Baden-Württemberg e.V. unter anderem für den besseren Schutz von Versuchs- und Nutztieren.
Ein Vierteljahrhundert bei der Volksbank Lahr
Anita Allgaier aus Seelbach absolvierte ihre Ausbildung zur Bankkauffrau von 2001 bis 2004 bei der Volksbank Lahr. Gleich im Anschluss war sie in der Vermögensberatung tätig. 2005 folgte der Wechsel als Kundenberaterin in die Hauptstelle Schillerstraße. Ein Jahr später übernahm sie die Stelle als Vorstandssekretärin und im Oktober 2007 schloss sie ihr berufsbegleitendes Studium als Betriebswirtin VWA ab. An ihrem Beruf gefällt ihr besonders, „dass man einerseits viel mit Zahlen zu tun hat und gleichzeitig mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt kommt“. Inzwischen ist Anita Allgaier stolze Mama von vier Kindern und seit der Rückkehr aus der
Elternzeit im Frühjahr 2026 in der Marktfolge Service tätig. In ihrer Freizeit wandert sie gerne und geht regelmäßig schwimmen.
Elena Keil aus Lahr schloss ihre Ausbildung bei der Volksbank Lahr Ende Januar 2004 als beste Bankkauffrau ihres Ausbildungsjahrgangs ab. Zielstrebig studierte sie gleich im Anschluss und erwarb 2006 den Abschluss als geprüfte Bankfachwirtin. Nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit im Herbst 2017 war sie im Bereich Baufinanzierung als Beraterin für das Vermittlungsgeschäft tätig. „Gerne denke ich auch an die Zeit in der Filiale Rust, in der Firmenbank und im Auslands-geschäft, wo ich aufgrund von Personalengpässen ausgeholfen habe“, sagt Elena Keil.
Im Frühjahr 2022 wechselte sie als Sachbearbeiterin in die Kreditabteilung. An ihrer Tätigkeit schätzt sie besonders, dass sie so vielseitig und abwechslungsreich ist. „Gleichzeitig ist eine
der größten Herausforderungen, die Wünsche der Kundinnen und Kunden mit dem Risikobewusstsein der Bank und den gesetzlichen Vorgaben in Einklang zu bringen“. Anfang 2026 wurde ihr Engagement mit der Handlungsvollmacht B gewürdigt und damit auch mehr Verantwortung übertragen. In ihrer Freizeit übernimmt sie „gerne die Rolle der Familienmanagerin“. Mit Sport und Schwimmen hält sie sich fit.
Veronika Schleicher aus Mahlberg wurde ebenfalls von 2001 bis 2004 bei der Volksbank Lahr zur Bankkauffrau ausgebildet. An diese Zeit erinnert sie sich besonders gern, weil sie viel Unterstützung von den Führungskräften erfahren hat. Nach der Ausbildung war sie im KundenServiceCenter tätig. Im Sommer 2020 wechselte sie als Servicemitarbeiterin in die Filialen Ettenheim und Rheinhausen und seit Frühjahr 2024 ist sie als Serviceberaterin in der Filiale Herbolzheim für ihre Kundinnen und Kunden da. „Hier bin ich genau am richtigen Platz“, sagt Veronika Schleicher, die den direkten persönlichen Kontakt liebt und sich auch sehr wohl fühlt im Team. „Ich habe aber noch eine zweite Passion“, ergänzt sie. Die Themen Ernährung, Bewegung und Achtsamkeit treiben sie an. Ihr Wissen und ihre Erfahrung gibt sie in Kursen und Gesundheitscoachings weiter. In ihrer Freizeit unternimmt sie gerne große Wandertouren. Die letzte führte sie über 201 Kilometer in acht Tagen ins Altmühltal.
Stolz auf sieben verdiente Persönlichkeiten
„Eine Bank verändert sich in 25 Jahren oder 40 Jahren immer wieder grundlegend, das ist vor allem am technologischen Fortschritt spürbar. Doch Technik allein gestaltet keine Zukunft und keinen Erfolg. Entscheidend sind die Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich weiterentwickeln, ihr Wissen teilen und einander unterstützen“, betonte Peter Rottenecker.
Die Vorstände dankten den Jubilarinnen und Jubilaren für ihr Engagement und ihre langjährige Verbundenheit zur Volksbank Lahr. „Wir sind stolz auf Sie und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, erklärte Reiner Richter. Für den weiteren Weg wünschten die Vorstände viel Freude, Offenheit und weiterhin so ein gutes Miteinander. Als Zeichen der Wertschätzung erhielten alle ein Blumen- und Weinpräsent sowie einen zusätzlichen Tag Sonderurlaub.


