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Nachrichten aus Ortenau

Ein Dorf als Vorbild:

Wie ein generationsübergreifendes Zusammenleben funktionieren kann Oberkirch erhält Einblicke in die Bürgergemeinschaft Eichstetten

Am 5. November fand im Rahmen des Projekts „Gemeinsam das Älterwerden in Oberkirch gestalten“ eine Exkursion zur Bürgergemeinschaft Eichstetten am Kaiserstuhl statt.

Bürgergemeinschaft Eichstetten e.V.

Ziel war es, Impulse für ein solidarisches und generationsübergreifendes Zusammenleben zu sammeln, die die weitere Entwicklung für Oberkirch inspirieren sollen. Bürgermeister Christoph Lipps, Seniorenbeauftragte Sabrina Lusch, Fachbereichsleiterin Clarissa Isele und Sachgebietsleiter Dirk Kapp begleiteten die knapp 40-köpfige Delegation, zu der auch weitere Vertreter der Stadtverwaltung, Experten, Gemeinderäte, Vertreter des Seniorenbeirats und Seniorengemeinschaften Mitglieder des Seniorennetzwerks "Von Mensch zu Mensch" und interessierte Bürgerinnen und Bürger gehörten.

Voller Neugier machte sich die Reisegruppe auf den Weg nach Eichstetten, wo sie herzlich vom ehemaligen Bürgermeister und Gründungsmitglied der Bürgergemeinschaft, Herr Kiechle, empfangen wurde. Seit der Gründung der Bürgergemeinschaft Eichstetten e.V. im Jahr 1998 gilt die Gemeinde am Kaiserstuhl als Vorreiter für eine gelungene Gemeinschaftsarbeit. Ziel des Vereins war es, Strukturen zu schaffen, die älteren und hilfsbedürftigen Bürgerinnen und Bürgern ein aktives und selbstbestimmtes Leben ermöglichen. So wurde im Schwanenhof eine Wohnanlage für Betreutes Wohnen eingerichtet, die mit 16 barrierefreien Wohnungen direkt im Herzen des Ortes älteren Menschen einen sicheren und zentral gelegenen Wohnort bietet. Neben dem Bürgerbüro, das als Anlaufstelle für Hilfesuchende dient, bietet die Gemeinschaft auch im Rahmen einer Nachbarschaftshilfe Fahr- und Begleitdienste sowie Unterstützung im Alltag an.

Die Exkursion führte die Gruppe auch zum „Adlergarten“, einer 2008 eröffneten Pflegewohngruppe für elf pflegebedürftige und demenzkranke Menschen, deren Schwerpunkt auf der Alltagsgestaltung in der Gemeinschaft und einer kontinuierlichen Betreuung liegt. Ein besonderes Highlight war das integrative Café „Mitnander“, das 2012 eröffnet wurde und sich schnell zu einem generationsübergreifenden Treffpunkt entwickelt hat, an dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten. Die Tagespflege bietet zudem eine wertvolle Entlastung für pflegende Angehörige, die ihre Lieben dort in besten Händen wissen.

„Dieses Konzept der generationsübergreifenden Unterstützung und Teilhabe inspiriert uns sehr. Ich freue mich darauf, Ideen für Oberkirch mitzunehmen und Strukturen gemeinsam auszubauen, die ein lebendiges und solidarisches Miteinander fördern“, resümierte Sabrina Lusch. Auch Bürgermeister Christoph Lipps zeigt sich beeindruckt: Die Bürgergemeinschaft in Eichstetten zeigt eindrücklich, wie die Gemeinschaft eines ganzen Ortes die Lebensqualität aller Generationen verbessern kann.“

Das Förderprogramm „Quartiersimpulse“ der Allianz für Beteiligung und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration ist Teil der Landesstrategie „Quartier 2030 - Gemeinsam. Gestalten.“ und wird aus Landesmitteln finanziert, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.

Text/Bild: Stadt Oberkirch

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