Bewegung auf dem Kempfenbühl in Seelbach: Bau der Repowering-Windenergieanlage in vollem Gange
Auf dem Höhenrücken Kempfenbühl/Langenhard zwischen Kippenheim, Sulz und Seelbach ist viel in Bewegung: Neben den beiden bestehenden Windrädern wird nun am Standort der dritten, südlichsten Anlage, die letztes Jahr abgebaut wurde, eine leistungsstärkere Anlage errichtet (sogenanntes Repowering).

Baufortschritt Kempfenbühl Repowering-Windenergieanlage
Derzeit werden die Fundamentsohle und die Bauflächen vorbereitet, die Betonage des Fundaments soll Mitte April erfolgen: Innerhalb eines Tages bringen dann rund 100 Betonmischer ihre Fracht zum Kempfenbühl. Dabei profitieren sie von der bereits vorhandenen Infrastruktur. Von der B3 kommend fahren sie durch Sulz Richtung Langenhard und weiter zum Freizeithof. Von dort sind es noch ca. zwei Kilometer bis zum Repowering-Standort.
Dieselbe Route nehmen die LKW, die Mitte Mai die Einzelteile des unteren Teils des Stahlturms anliefern. Auf der Baustelle werden die einzelnen Stahlsegmente zusammengeschraubt und mithilfe eines Krans im Lego-Stil zusammengesetzt.
Auch der Transport der oberen drei Stahlsektionen des Turms (ca. 30 m lang) und der drei Rotorblätter (ca. 86 m lang) – der sogenannten Großkomponenten – erfolgt ab Mitte August auf diesem Weg, allerdings per Seltbstfahrer. Angeliefert werden die Großkomponenten bereits im Mai und bis zum Start der Selbstfahrertransporte zum Windpark im August auf der Umladefläche, einem Feld direkt an der B3 und der K5352, gelagert.
Über mögliche Verkehrseinschränkungen während der Selbstfahrertransporte ab August werden die Anwohnerinnern und Anwohner rechtzeitig informiert.
Geplant ist die Fertigstellung der Repowering-Anlage im Herbst 2026, in Betrieb gehen soll sie im Winter 2026/27 – und künftig rund 12 Millionen Kilowattstunden grünen Strom pro Jahr ins lokale Netz einspeisen. Damit können ca. 4.000 Dreipersonenhaushalte versorgt werden – also etwa drei Mal so viele Bürgerinnen und Bürger wie im Lahrer Ortsteil Sulz wohnen.


