Was ist gut und was geht noch besser?
Spielleitplanung: 243 Kinder und Jugendliche machen bei Online-Befragung mit
Weil am Rhein. Wo spielen die Kinder gerne? An welchen Orten halten sich die Jugendlichen besonders gerne auf? An welcher Stelle des Schulwegs lauern die größten Gefahren? Gut sechs Wochen hatten Kinder und Jugendliche aus Weil am Rhein jüngst die Möglichkeit, diese und weitere Fragen im Zuge einer Online-Befragung zu beantworten. Die Resonanz war enorm, stellt die Stadtverwaltung nun erfreut fest.
Das Planungsbüro „Stadtkinder“ aus Dortmund wollte es über die Beteiligungsplattform „Inka Kids“ genau wissen. Im Fokus standen dabei die Spiel-, Erlebnis- und Freizeitorte in Weil am Rhein. Sind die jungen Nutzerinnen und Nutzer wunschlos glücklich damit oder gibt es an der einen oder anderen Stelle Verbesserungspotenzial? Wie sicher sind eigentlich die Schulwege und gib es etwaige Gefahrenstellen? Und wie sieht es mit den Wünschen und Ideen der Kinder und Jugendlichen aus?
Ein Ort, an dem Kinder gerne verweilen: Der Spielplatz an der Hochfirststraße in Haltingen.
Vom 21. Oktober bis zum 9. Dezember wurde die anonymisierte Befragung durchgeführt. Und sie war ein voller Erfolg. Denn insgesamt 243 Teilnehmer hatten sich Zeit genommen, darunter 74 Kinder und 163 Jugendliche. Insgesamt 507 Verortungen der Kinder und 808 Verortungen der Jugendlichen wurden mit Hilfe des Onlinetools aufgenommen. Mitgemacht haben Schülerinnen und Schüler der Karl-Tschamber-Schule, Rheinschule, Hans-Thoma-Schule, Leopoldschule, Hermann-Daur-Schule-Märkt, der Alten Schule, Gemeinschaftsschule Weil am Rhein, Realschule Dreiländereck, des Kant-Gymnasiums und des Oberrhein-Gymnasiums.
Derzeit wertet das Planungsbüro die Umfrage-Ergebnisse aus und setzt diese in eine gesamtstädtische Analyse für das Stadtgebiet um. Die gesamtstädtische Analyse nach Methode der so genannten Spielleitplanung ist ein Baustein des Modellvorhabens „Kinderfreundliche Kommune“. Die Spielleitplanung ist ein strategisches Instrument zur Aufwertung und Entwicklung der Aufenthaltsbereiche (Freiflächen, Spielplätze, Straßen, Fußgängerwege, Höfe, Plätze, Brachen) und Wegebeziehungen von Kindern und Jugendlichen im Gemeindegebiet.
Für Juni 2022 ist die Vorstellung der Ergebnisse durch das Planungsbüro geplant. Dann wird es im Bau- und Umweltausschuss die Inhalte aus der Onlinebeteiligung präsentieren.
Hintergrund:
Weil am Rhein wurde am 27. November 2014 das Siegel „Kinderfreundliche Kommunen" erstmals verliehen. Am 5. November 2019 erhielt die Stadt zum wiederholten Male um weitere drei Jahre diese Zertifizierung. Die Spielleitplanung ist ein weiterer Baustein, der Weil am Rhein als kinder- und familienfreundliche Kommune bestätigt.


